Das kleine Garten-Lexikon

Hybride, Züchtung, Resistenzen, Kultur, samenfeste Sorten…? Ab und an schwirren diese Begriffe durch verschiedene Gartenforen, tauchen in Gartenzeitschriften auf oder werden von dem Gärtner des Vertrauens verwendet.

Viele Hobbygärtner oder Pflanzenliebhaber wissen allerdings oft nicht genau, was mit diesen Begriffen eigentlich gemeint ist. Wir haben deshalb die geläufigsten Wörter und eure meist gestellten Fragen zu Begriffen aus dem Gartenbau in einem kleinen Garten-Lexikon zusammengetragen und kurz erklärt! Wenn Dir noch weitere Fragen zu Begriffen einfallen, schreib sie gerne in die Kommentar!

A – Aussaat

Von Aussaat spricht man, wenn man Samen aussät. Man kann Samen auf der Fensterbank in kleinen Anzuchttöpfchen vorkultivieren. Dies ist besonders für frostempfindliche Pflanzen sinnvoll. Man kann die Samen jedoch auch direkt ins Freiland aussäen, wenn man beispielsweise eine bunte Blumenwiese kreieren möchte. Hierfür wartet man am besten bis Mai, wenn keine starken Fröste mehr drohen.

Kleine Tomate im Anzuchttöpfchen

B – Bodentemperatur

Für die Keimung von Samen ist die Bodentemperatur wichtig. Es handelt sich dabei um die Temperatur, die im Boden vorherrscht. Optimalerweise beträgt die Bodentemperatur für Gemüse- und Blumenpflanzen zwischen 16 und 20 Grad. Ist der Boden kühler, keimen die Samen nicht.

D – Dünger, Düngung

Dünger ist ein Sammelbegriff und bezeichnet einen Gegenstand, mit dem man der Zierpflanze wie auch der Nutzpflanze Nährstoffe zuführen kann. Dünger wird daher oft als Synonym zu “Nährstoffe” verwendet. Pflanzen benötigen für ihr Wachstum und für die Bildung von Blüten und Früchten Nährstoffe – dementsprechend sollte man ihnen je nach Bedarf Dünger zuführen. Dünger kann dabei in verschiedenen Formen vorliegen z.B. in Form von Humus (siehe Humus), Gründüngung (siehe Gründüngung), Jauche, Stallmist oder Mineraldünger gereicht werden.

Grundsätzlich zählen zu den wichtigsten Nährstoffen für Pflanzen Stickstoff, Phosphor und Kalium. Da Phosphor bereits in vielen Böden enthalten ist, enthalten die meisten Haushaltsdünger vorrangig Stickstoff und Kalium. Darüber hinaus können Dünger aber noch weitere Nährstoffe wie Magnesium, Schwefel oder Calcium enthalten (siehe Nährstoffe). Dünger, die nur einen Nährstoff enthalten, werden Einnährstoffdünger oder Einzeldünger genannt. Dünger, die alle wichtigen Nährstoffe enthalten, bezeichnet man als Volldünger. Es gibt auch Spezialdünger, die auf den Nährstoffbedarf bestimmter Pflanzen abgestimmt sind. Bevor man Dünger kauft, sollte man sich über die Bedürfnisse seiner Pflanze informieren. So ist ein Kalkdünger für die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit im Gemüsebeet hilfreich, einzelne Pflanzen wie Rhododendren oder Heidelbeeren werden durch den Einsatz von kalkhaltigem Dünger jedoch geschädigt.

Dünger gibt es für verschiedenste Pflanzen

E – Einjährige Pflanzen

Pflanzen werden als einjährig bezeichnet, wenn sie in unseren Breitengraden nicht länger als ein Jahr überdauern. So überstehen viele Sommerblumen wie Petunien, Geranien oder Begonien den deutschen Winter nicht, weshalb man sie im nächsten Sommer neu pflanzen muss. Diese Pflanzen werden daher als einjährig beschrieben.

F – F1-Hybride

Eine F1-Hybride ist eine Pflanze, die quasi zwei unterschiedliche Elternteile hat. Mutter und Vater der Pflanze haben verschiedene Eigenschaften, die in der F1-Hybride zusammenfallen. Hat man beispielsweise eine Tomatenpflanze mit besonders aromatischem Geschmack und eine Tomatenpflanze, die besonders robust und vital ist, kann man diese Tomatensorten miteinander kreuzen und eine neue Tomate, eine F1-Hybrid-Tomate, kreieren. Diese hat nun den Vorteil, dass sie die positiven Eigenschaften der Eltern – also die Vitalität und den aromatischen Geschmack – in sich vereint. Die Forschung an solchen Züchtungen kann Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

Wie die samenfesten Sorten lassen sich auch die F1-Hybriden ohne Probleme vermehren. Der einzige Nachteil bei der Vermehrung der Hybridpflanzen ist, dass die Nachkommen nicht mehr so einheitlich aussehen. Nimmt man also nach einer erfolgreichen Ernte einige der Tomatensamen aus den Früchten der F1-Hybride und sät diese wieder aus, kann es in der nachfolgenden Generation dazu führen, dass die Eigenschaften der Mutter oder des Vaters wieder stärker zum Vorschein treten. Die neue Pflanze sieht demnach nicht unbedingt so aus, wie die F1-Hybride, von der man die Samen genommen hat.

Volker, Gärtner & Gartenbauingenieur, erklärt, was man unter den Begriffen “samenfest” und “hybrid” zu verstehen hat.

G – Gründüngung

Als Gründüngung bezeichnet man die Bepflanzung des Bodens mit bestimmten Pflanzen, die den Boden quasi mit Nährstoffen anreichern.

Ein Boden, auf dem beispielsweise Tomaten, Kartoffeln oder Zucchini gestanden haben, hat während des Sommers viele Nährstoffe an die Pflanzen abgegeben, die diese zum Wachsen brauchten. Nach dem Abernten ist der Boden daher meist arm an Nährstoffen. Bevor man ihn im neuen Jahr erneut bepflanzen kann, kann man im Herbst Gründüngungspflanzen auf dem Boden einsäen.

Die Gründüngungspflanzen wie Buchweizen durch ihre langen Wurzeln sorgen für einen gut aufgelockerten Boden, während Wicken, Klee oder Luzerne (Leguminosen) den Boden mit Stickstoff anreichern. Dies liegt an einer Symbiose zwischen den Leguminosen und kleinen Knöllchenbakterien, die sich an den Wurzeln der Leguminosen niedergelassen haben: Knöllchenbakterien nehmen Stickstoff aus der Luft auf und stellen sie den Pflanzen zur Verfügung. Im Austausch erhalten sie über die Wurzeln der Leguminosen für sie notwendige Nährstoffe. Wenn die Pflanzen im Winter eingehen, verbleibt der durch die Bakterien bereitgestellte Stickstoff im Boden. Über diesen Stickstoff können sich dann im kommenden Gartenjahr neue Pflanzen wie Tomaten, Kürbis, Zucchini, Auberginen oder Gurken freuen. Wichtig ist, dass man die Pflanzen nicht auspflanzt, sondern die Wurzeln im Boden belässt.

Mehr Information zur Gründüngung findest Du hier: Gründüngung im Hochbeet

H – Humus

Humus ist ein mineralstoffreiches Produkt, welches bei dem Prozess der Kompostierung entsteht. Organische Stoffe wie Rasenschnitt, Fallobst oder Laubblätter werden durch verschiedenste Bodenorganismen zersetzt. Der daraus entstehende Humus zeichnet sich durch viele Mineralstoffe aus. Wird er vor dem Pflanzen im Frühjahr in die Gartenerde gemischt, ist er ein natürlicher Dünger (siehe Dünger).

I – Insekten

Insekten gehören zur Klasse der Gliederfüßer. Fast eine Million Insektenarten sind bereits wissenschaftlich erfasst und beschrieben worden. Aus gärtnerischer Sicht spielen Insekten vor allem in Form von Schädlingen und Nützlingen eine Rolle.
Während Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Florfliegen, Marienkäfer oder Ohrenkneifer üblicherweise als Nützlinge gelten, da sie Blumen bestäuben und Schädlinge fressen, zählen Blattläuse, Weiße Fliegen, Wollläuse, Spinnmilben, Thripse oder Trauermücken zu den Schädlingen, die man nur ungern im Garten sehen möchte. Diese Einteilung ist aus biologischer Sicht allerdings wenig sinnvoll, da in einem ganzheitlichen Ökosystem natürlich auch die sogenannten Schädlinge ihre Daseinsberechtigung haben. Wer jedoch seine Balkonpflanzen von einem starken Blattlausbefall befreien möchte, kann versuchen, natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer oder Ohrenkneifer auf seinen Balkon zu locken.

Besonders Marienkäfer verzehren Unmengen an Blattläusen

J – Jäten

Als Jäten bezeichnet man das Entfernen von Unkraut mithilfe von Werkzeugen. Unter Unkraut versteht man zum Beispiel Pflanzen, die anderen Pflanzen aufgrund ihrer Dominanz zurückdrängen oder schädigen. Oft ist die Betitelung einer Pflanze als Unkraut von der subjektiven Ansicht des Betrachters abhängig: Ist die Pflanze unerwünscht, wird sie als Unkraut bezeichnet.

K – Kultur, kultivieren

Die Pflege von Pflanzen wird oft mit den Begriffen Kultur oder Kultivieren beschrieben. Wenn man davon spricht, dass jemand eine Pflanze kultiviert oder wie die Pflanze richtig zu kultivieren sei, handelt es sich um ein Synonym zu dem Wort „Pflegen“. Unter „Kulturtipps“ versteht man daher „Pflegetipps“.
Hinweis: Mit dem Begriff „Kulturpflanze“ wird eine Pflanze bezeichnet, die durch den Menschen dahingehend angebaut, kultiviert und züchterisch verändert worden ist, dass sie als Zier- oder Nutzpflanze für den Menschen dient.

L – Leguminosen

Leguminosen ist ein Synonym für Hülsenfrüchtler. Die Familie der Hülsenfrüchtler gehört zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartige. Zu den Hülsenfrüchtlern gehören beispielsweise Wicken, Luzerne, Lupinen, Erbsen oder Bohnen. Viele Leguminosen gehen eine Symbiose mit Bakterien ein. Bei dieser Symbiose profitieren Leguminosen von der Fähigkeit der Bakterien, Stickstoff zu binden. Der Stickstoff wird in kleinen Knöllchen an den Wurzeln der Leguminosen gebunden. Von dort nehmen ihn die Pflanzen auf. Das hat für Leguminosen den Vorteil, dass sie auch auf nähstoffarmen Böden wachsen können. Zugleich tragen Leguminosen zur Bodenfruchtbarkeit bei, weshalb viele Leguminosen für die Gründüngung eingesetzt werden.

M – Mischkultur

Unter einer Mischkultur versteht man die Kombination verschiedener Pflanzen. Bei der gemischten Bepflanzung spielen bestimmte Kriterien wie die Verwandtschaftsbeziehungen der Pflanzen, der jeweilige Nährstoffbedarf, die Wuchsform und die Verträglichkeit eine wichtige Rolle. So lassen sich nicht alle Pflanzen miteinander kombinieren, während andere Pflanzen sich sogar gegenseitig positiv beeinflussen können. Berücksichtigt man die wichtigsten Regeln hat eine Mischkultur im Gegensatz zur Monokultur viele Vorteile. So ist sie schonender für den Boden, dämmt Schädlingsbefälle ein und führt zu einem höheren Ernteertrag. Mehr Infos findest Du in diesem Artikel: „Mischkultur im Gemüsebeet anlegen.

Eine ertragreiche Mischkultur im Hochbeet auf dem Kaldenhof

N – Nährstoffe

Pflanzen benötigen Nährstoffe, um zu wachsen und Blüten und Früchte auszubilden. So sorgt beispielsweise Stickstoff für das Wachstum und die Bildung von Blattmasse, während Kalium und auch Phosphor für die Blüten- und Fruchtbildung wichtig sind. Fehlt beispielsweise Kalium kann es zur Blütenendfäule bei einigen Nutzpflanzen führen. Magnesium unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen.

Als Makronährstoffe bezeichnet man die für die Pflanzen wichtigsten Nährstoffe. Dazu gehören Kohlenstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium. Während Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff hauptsächlich über die die Pflanze umgebende Luft und das regelmäßige Gießwasser aufgenommen werden, werden die übrigen Nährstoffe vorrangig aus dem Boden gezogen. Aus dem Grund arbeitet man beim Einpflanzen Langzeitdünger ein oder nutzt vorgedüngte Erde. Ein Volldünger versorgt die Pflanzen mit den wichtigsten Nährstoffen wie Phosphor, Kalium, Stickstoff und Magnesium.

P – Pikieren

Pikieren ist ein Teilschritt, der bei der Vorkultur zum Tragen kommt. Zu dicht stehende Keimlinge werden mithilfe eines Pikierstabs verpflanzt, sodass zwischen den Pflanzen größere Abstände herrschen. Durch das Pikieren werden außerdem einige der winzigen Wurzeln der Pflanze leicht verletzt, was die Pflanze jedoch zur Bildung neuer Wurzeln anregt. Die kleinen Pflanzen können auch in einzelne Töpfe umgepflanzt werden, damit sie sich zu kräftigen Jungpflanzen entwickeln.

R – Resistenz

Von Resistenzen bei Pflanzen spricht man, wenn die Pflanze gegenüber verschiedensten Krankheiten eine hohe Widerstandsfähigkeit besitzt. Zu den Krankheiten zählen beispielsweise Schädlinge oder Pilzerkrankungen wie Kraut- und Braunfäule oder Mehltau. Ein Beispiel ist die Tomate ‚Philovita‘: Diese Freiland-Cherrytomate ist ausgesprochen resistent gegenüber der Kraut- und Braunfäule (Phytophtora infestans). Auch bei den Zierpflanzen gibt es Resistenzen: Die Impatiens ‚SunPatiens®‘ sind beispielsweise resistent gegenüber Falschem Mehltau. Doch nur weil eine Pflanze eine Resistenz gegenüber einer bestimmten Krankheit aufweist, bedeutet es nicht, dass sie nicht doch infiziert werden kann.

Da viele Hobbygärtnern der Begriff „resistent“ jedoch häufig dahingehend missverstehen, dass sie annehmen, eine resistente Pflanze hätte eine 100% Widerstandsfähigkeit, gebrauchen Gärtner und Gärtnerinnen manchmal den Begriff der Toleranz als Synonym.
Wenn man als Gärtner oder Gärtnerin also ausdrücken möchte, dass die Pflanze eine relativ hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber einem Schädling hat und trotzdem die Gefahr einer Infektion besteht, kann es sein, dass von einer „toleranten“ oder „hochtoleranten“ Pflanze gesprochen wird. Der Begriff „Toleranz“ bezieht sich jedoch eigentlich nur auf die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen, nicht gegenüber Krankheiten (siehe Toleranz).

S – Samenfest

Mit dem Adjektiv „Samenfest“ werden alle Pflanzensorten beschrieben, die aus Samen stammen, die ein und dieselben Eigenschaften haben wie die Elternpflanzen. Sät man die Samen einer samenfesten Sorte neu aus, entsteht eine neue Pflanze, die jedoch die gleichen Eigenschaften der vorigen Pflanze mitbringt. Samenfeste Sorten lassen sich daher ganz leicht vermehren. Auf natürlichen Weg werden die Pflanzen im Sommer durch Insekten bestäubt und die Samen werden vom Wind weitergetragen, sodass sie sich über die Jahre im Garten verbreiten. Hornveilchen, Kornblumen oder Löwenzahn gehören beispielsweise zu den samenfesten Sorten, die sich ganz natürlich vermehren. Man kann die Samen aber auch eigenhändig sammeln und neu aussäen.

T – Toleranz

Mit dem Begriff „Toleranz“ wird die Fähigkeit einer Pflanze beschrieben, bestimmte Umwelteinflüsse in gewissen Dosierungen zu ertragen. Dazu können Hitze- oder Trockenheitsperioden sowie Schädlingsbefälle gehören. So sind beispielsweise einige Pflanzen widerstandsfähig gegenüber einer Hitzeperiode – jedoch nur, solange der Toleranzbereich der Pflanze nicht überschritten wird. Von einer hochtoleranten Pflanze spricht man, wenn sie gegenüber einer relativ hohen Dosierung des jeweiligen Umweltfaktors widerstandsfähig ist. Das bedeutet, dass die Pflanze einen hohen Toleranzbereich gegenüber dem jeweiligen Umwelteinfluss hat. So kann eine Pflanze, die hochtolerant gegenüber Trockenheit ist, längere Zeit ohne Wasser leben. Ihr Toleranzbereich wird jedoch überschritten, wenn sie zu lange kein Wasser bekommt und verdurstet.

U – Unterlage

Die Unterlage spielt bei dem Prozess der Veredelung eine bedeutende Rolle. Als Unterlage bezeichnet man die Pflanze, die aufgrund ihrer Robustheit ausgewählt wurde, um die Basis für die zu veredelnde Kulturpflanze zu sein  (siehe Veredelung).

Unterlage, Kultursorte und Veredelungsstelle

V – Veredelung, veredelt

Die Veredelung ist eine traditionelle Methode von Gärtnern, die ursprünglich bei verholzenden Pflanzen wie Rosen oder Obstbäumen angewandt wurde. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden auch Gemüsepflanzen veredelt, um den Ertrag und die Robustheit einer Pflanze zu verbessern. Dafür wird die Pflanze, die veredelt werden soll, auf eine besonders robuste Pflanze gepflanzt, sodass sie zu einer Pflanze zusammenwachsen.

Man unterscheidet bei der Veredelung zwischen der Kultursorte, die von der Veredelung profitieren soll und der Unterlage, die mit ihren Wurzeln und dem Stamm die Basis der veredelten Pflanze darstellt. Die Unterlage zeichnet sich durch eine besondere Vitalität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Wurzelkrankheiten aus, während die Kultursorte mit ihren aromatischen Früchten überzeugt. Nach der Veredelung profitiert die Kultursorte von der Robustheit und Vitalität der Unterlage und ist somit weniger anfällig für Wurzelerkrankungen und ertragreicher. Ausführliche Informationen zur Veredelung gibt es hier.

W – Winterhart

Winterhart ist eine relative Größe, die von verschiedensten Faktoren wie Temperatur, Bodenart, Wasserversorgung, Luftfeuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung beeinflusst wird.

Als winterhart werden im deutschen Sprachgebrauch alle Pflanzen bezeichnet, die den Winter in Deutschland überstehen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Pflanzen auch den Winter in Moskau oder Warschau überleben könnten. Das gilt natürlich auch umgekehrt: Pflanzen, die in Spanien oder Frankreich als winterhart gelten, müssen einen Winter in Berlin oder Dresden nicht unbedingt überstehen. Die Bezeichnung „winterhart“ hängt demnach auch von dem Standpunkt des Betrachters ab. Zu den in Deutschland als winterharten Pflanzen zählen unter anderem einige Kräuter wie Salbei, Minze oder Thymian, Obstbäume, Nadel- und Laubbäume, einige Gräser wie Segge- und Chinaschilfsorten und Stauden.
Eine ausführliche Definition zu dem Wort „winterhart“ in Abgrenzung zu den Begriffen „winterfest“ oder „frosthart“ gibt es in diesem Beitrag.

Davon abgesehen können auch winterharte Pflanzen während des Winters eingehen. Daran ist jedoch weniger der Frost als die dadurch bedingte Trockenheit schuld. Der Bodenfrost führt dazu, dass die Pflanzen kein Wasser aus dem Boden ziehen können. Auf Dauer kann dies zur Vertrocknung führen. Wie man winterharte Pflanzen davor schützen kann, erfährst Du in diesem Beitrag.

Z – Züchtung, züchten

Unter dem Begriff „Züchtung“ wird weder die Pflege von Pflanzen, noch die einfache Vermehrung verstanden, sondern die kontrollierte Fortpflanzung, die mit dem Ziel einer Umformung der ursprünglichen Pflanze einhergeht.

Was meinen Gärtner, wenn sie von “Pflanzen züchten” reden?

Bei der Züchtung sollen bestimmte Eigenschaften, die wünschenswert sind wie Resistenzen gegen Krankheiten oder ein besonders aromatischer Geschmack gefördert werden, während unerwünschte Eigenschaften durch eine entsprechende Auslese zurückgedrängt werden sollen. Unerwünschte Eigenschaften kann beispielsweise eine Wachstumsschwäche oder eine hohe Anfälligkeit für Pilzerkrankungen sein.

Um die Pflanze von den nicht gewollten Eigenschaften zu befreien und die gewünschten Eigenschaften zu verstärken, werden gezielt Pflanzen mit den gewünschten Eigenschaften ausgewählt und mithilfe eines Keuzungsplans miteinander gekreuzt bzw. verpaart (siehe Mendelsche Vererbungslehre).

Die rosafarbenen Schwarzäugige Susannen gehören zu den beliebtesten Neuzüchtungen in der Blumenwelt.

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