Experten-Tipp: Tomaten mit viel Aroma – so kann man sie erkennen!

Plant Happy-Gastbeitrag von Siegfried Stein

Siegfried Stein Dipl.-Ing. für Gartenbau

Siegfried Stein
Dipl.-Ing. für Gartenbau

Omas Tomaten, so wird oft berichtet, zeichneten sich aus durch besten Geschmack. Für einige Sorten traf das sicherlich zu, aber keineswegs für alle. Heutige Sorten, so ergeben Verbrauchertests immer wieder, können nicht nur mithalten, sie schmecken oft sogar weitaus besser.

Ähnlich wie beim Wein sorgen auch bei Tomaten viel Sonne, lehmiger Boden, genügend Feuchte und ein hoher Gehalt an Kali und Kalk im Boden dafür, dass sich die Aroma- und Zuckerwerte der Früchte optimal ausprägen. Das beste Aroma entfaltet sich nur in vollreifen noch schnittfesten Früchten, die in warmer Luft bei 20-24 ° C geerntet und gelagert wurden. Abstriche im Geschmack bringen dagegen weiche Konsistenz durch Überreife und die Lagerung im Kühlschrank – das macht Tomaten zwar länger haltbar, schmälert aber den Genuss.

Je nach Person ist unser Geschmacksempfinden unterschiedlich, das haben Verbrauchertests ergeben . Generell unterscheiden wir – je nach Zuckerwert in den Früchten – drei Sorten-Gruppen.

  • A: Süß-aromatisch sind die kleinen runden Kirschtomaten mit dünner Schale, die meist an langen Trauben hängen. Sorten wie ‚Petit Sweet’ sind vor allem bei Kindern beliebt.
  • B: Fruchtig-mild präsentieren sich reife Fleisch- und Ananastomaten, von mittlerer bis größerer Sortierung, auch viele gelbe oder weiße Sorten gehören dazu. Die Aromastoffe sind wenig ausgeprägt, dennoch werden solche Züchtungen von der an Supermärkte gewöhnten Generation als angenehm und typisch empfunden. Z.B. ‚Belriccio’, ‚Gourmandia’, ‚Aurea’.
  • C: Kräftig im Aroma, salzig-würzig: diese Gruppe wird häufig von der älteren Generation geschätzt, die sich an den Geschmack von früher erinnert. Die Früchte sind meist mittelgroß, oft auch klein, pflaumenförmig oder oval, wie sie in Süditalien häufig zu finden sind. Meist hängen sie an dicht besetzten Trauben. Geschmackssieger wie die Cocktailtomate ‚Picolino’, die Pflaumen-Cherrytomate ‚Dasher’ oder die Mini-San Marzano-Tomate ‚Caprese’ sind typisch dafür.

Mein Tomaten-Aroma-Tipp

So erkennen Sie Früchte mit kräftig-aromatischem Geschmack von außen.

Manche ältere Sorten wie z.B. ‚Halfgroen’-Typen, ‚Hellfrucht’ oder auch ‚Harzfeuer ’ zeichnen sich aus durch viel Aroma, nachteilig ist jedoch ihre Empfindlichkeit gegen zu viel Sonne und Trockenheit. Die Folge ist häufig „Grünkragen“, das heißt ungenießbares hartes gelbes Gewebe rund um den Fruchtansatz, das man wegschneiden muss. An modernen Sorten gibt es diesen Qualitätsfehler nicht mehr, dafür schmecken viele langweilig und fad. Einige hocharomatische Sorten jedoch haben das Erbgut der positiven Geschmacks-Eigenschaften weiter vererbt, heute ist das nur noch erkenntlich an vielen winzigkleinen gelben Punkten von Nadelstich-Größe rund um den Fruchtansatz.

Test: Entdecken Sie diese Punkte, werden die Früchte aromatisch, angenehm kräftig schmecken. Fehlen sie jedoch und ist das Fruchtfleisch nur gleichmäßig rot durchgefärbt , schmecken die Tomaten gewöhnlich flau und versprechen kein Geschmackserlebnis.

Siegfried Stein
Dipl.-Ing. für Gartenbau


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Veredelte Cocktailtomate 'Picolino'

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