Drachenfeuer: Die schärfsten Chilis der Welt

Wer es scharf mag, greift beim Kochen häufig zu frischen Chilischoten. Denn die roten Früchte enthalten je nach Sorte mehr oder weniger Capsaicin, welches für die Schärfe verantwortlich ist. Doch welche Chilis sind die schärfsten?

Chilipflanzen kann man relativ einfach im Garten oder auf dem Balkon anbauen. Selbst für den Balkonkasten gibt es die perfekten Pflanzen, die durch einen kompakten Wuchs kaum Platz benötigen wie beispielsweise die rotfruchtigen Bananen-Peperoni ‘Texana® Hot Banana’ oder die gelbfruchtige Topf-Peperoni ‘Cheyenne’. Chilipflanzen gibt es aber nicht nur in unterschiedlichsten Farben und Formen, sondern auch in verschiedensten Schärfegraden.

Chilis in verschiedenen Formen und Farben – und Schärfegraden!

Scharfe Chilischoten für Liebhaber

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das gilt auch für Schärfeempfindlichkeit. Denn während sich der eine im wahrsten Sinne des Wortes noch in der Aufwärmphase befindet, schießt dem anderen schon das Feuer aus den Ohren. Man kann sich allerdings durch regelmäßiges Training an die Schärfe gewöhnen. Erprobte Chili-Fans sind daher zu beachtlichen Leistungen im Stande. Doch die schärfsten Chilis unseres Drachenfeuer-Sortiments bringen auch den einen oder anderen Chili-Experten zum Weinen. Der Name “Drachenfeuer” für unsere Chilis ist daher nicht unbegründet 😉

Die schärfsten Chilis der Welt

Doch welche Chilis sind besonders scharf und welche eher mild? In unserer Übersicht kann jeder die für ihn geeigneten Chili-Sorten finden. Wer sich erst mal vorsichtig herantasten möchte, sollte lieber etwas weiter unten anfangen und sich dann langsam hocharbeiten. Chili-Schärfe wird übrigens in Scoville gemessen. Die Scoville-Skala gibt den Gehalt der Früchte an Capsaicin an, das die Schärfe der Früchte bestimmt.
Das Messverfahren der Chilischärfe geht auf den Pharmakologen Wilbur Lincoln Scoville zurück, der 1912 einen Test zur Messung der Schärfe von Chilischoten entwickelt hat. Dabei wird die Schärfe der Chili mit Wasser verdünnt – solange, bis die Schärfe nicht mehr spürbar ist. Der Grad der Verdünnung zeigt dann an, wie scharf der Chili ist. Ein Chili mit 1.000 Scoville wurde demnach mit der 1.000-fachen Wassermenge verdünnt. Der momentan schärfste Chili der Welt hat 2,2 Mio. Scoville. Dieser Chili ist jedoch kaum noch zum Verzehr geeignet.

chili-sorten schärfe scoville übersicht
Drachenfeuer-Chilis: Übersicht der Chili-Schärfegrade

Milde Chilis für Einsteiger

Je nachdem, wie viel Schärfe man verträgt, kann man nun mit der milden Türkischen Spiralpeperoni ‘Lyric® Hot’ (früher ‘Sumher’) starten. Auch die Bananen-Peperoni ‘Texana® Hot Banana’ und die Topf-Peperoni ‘Hot Burrito’ sind mit circa 50.000 Scoville relativ harmlos. Die Jumbo-Peperoni ‚Amboy®‘ ist für Einsteiger ebenfalls noch zu schaffen.

Leichtes Feuer zum Aufwärmen

Für leichtes Feuer im Mund sorgen die Peperoni ‚Fireflame®‘ und der Thai-Chili ‘Impressa®’. Empfindet man diese Schärfe als angenehm, kann man sich nun an den Scotch Bonnet Chili ‘Animo® Red‘ mit immerhin 300.000 Scoville heranwagen.

Für echte Chili-Fans: die schärfsten Chilis der Welt

Für echte Chili-Liebhaber sind die Habanero Chilis empfehlenswert, die vielen schon die ersten Tränen in die Augen treiben. Doch wen die 500.000 Scoville des Habanero Chili ‘Calita® Orange’ nicht abschrecken, kann sich nun an den Trinidad Scorpion Chili ‘Fortado® Red’ oder den Indischen Chili ‘Cresto®’ heranwagen. Diese beiden Chilisorten gehören zu den schärfsten Chilis der Welt und sollten nicht ohne “Aufwärmphase” verzehrt werden!

Der Trinidad Scorpion Chili ‘Fortado® Red’ gehört zu den schärfsten Chilis der Welt

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Peperoni und Chili? 

Häufig fragen sich Chililiebhaber, was eigentlich der Unterschied zwischen Peperoni und Chili ist. Leider gibt es auf diese Frage keine befriedigende Antwort. Chili wie auch Peperoni gehören zur Gattung Capsicum. Meist werden als Chili die Früchte bezeichnet, die einen besonders hohen Schärfegrad besitzen, während Peperoni etwas milder sind. Doch auch hier gibt es Ausnahmen auf beiden Seiten. Einen weiteren Unterschied gibt es in der Verwendung der Früchte – wobei es auch hier nicht wirklich trennscharf ist und es Ausnahmen gibt. So wird Chili häufig als Cayennepfeffer oder Chilipulver verarbeitet, während Peperoni für Paprikapulver genutzt wird.

Die erste eigene Chilipflanze

Chili selbst anzubauen, ist leichter als man denkt. Wenn man sich für seine Chilipflanze entschieden hat, muss man dafür sorgen, dass die Chilipflanze einen sonnigen, hellen und warmen Standort bekommt. Zudem sollte man sie regelmäßig gießen – hierfür macht man, wenn man unsicher ist, am besten die Fingerprobe: Ist die Erde trocken, wird gegossen; ist sie noch feucht, braucht die Pflanze noch kein Wasser. Das Wasser sollte zudem gut anfließen können. Alle zwei Wochen sollte man zudem Flüssigdünger ins Gießwasser mischen, damit die Pflanze ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird.

Rezepte für Deine Chilis!

Im August kann man meist mit der Ernte der Chilischoten beginnen. Dafür schneidet man die Chilischoten einfach mit einem scharfen Messer ab. Dabei wird das Messer ein bis zwei Zentimeter über der Chilischote am grünen Stiel angesetzt, damitein grüner Stielansatz an der Chilischote verbleibt. Doch je mehr Chilis man erntet, desto häufiger stellt sich die Frage: Wie kann man Chilis haltbar machen? Deshalb gibt es hier ein paar Rezepte & Ideen, was Du mit Deinen Chilis machen kannst:

1. Selbst gemachte Chilisauce á la Volmary

2. Chiliöl mit getrockneten Chilischoten

3. Chipotle-Chili

4. Physalis-Chutney mit Chili

5. Tabasco-Sauce

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