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Kulturtipps

Allgemeine Pflanzregeln

Ideale Pflanzzeit

Frühjahrsblumen wie Primeln, Vergissmeinnicht oder Lenzanemonen (..... sind hier Strahlenanemonen gemeint oder was ist das? ) können ab den ersten warmen Tagen im zeitigen Frühjahr gepflanzt werden. Leichtere Fröste machen ihnen nichts aus. Sind in den nächsten Tagen stärkeren Fröste angesagt, solltest Du mit dem Pflanzen lieber noch etwas warten. Balkon- und Sommerblumen können im warmen Frühjahr, idealerweise ab Mitte Mai, gepflanzt werden. Denn nach den Eisheiligen sind keine Nachtfröste mehr zu erwarten und die kälteempfindlichen Pflanzen werden sicher gedeihen. Für Stauden ist die ideale Pflanzzeit im April und Mai, alternativ auch im Herbst von September bis Oktober. Stauden aus Containern können aber auch den Sommer über gepflanzt werden. Obstgehölze setzt Du idealerweise in der blattlosen Zeit von Oktober bis zum Blattaustrieb im Frühjahr. Allerdings muss der Boden dafür frostfrei sein. Gehölze aus Containern kannst Du aber auch den Sommer über einpflanzen, denn sie gedeihen danach sofort weiter.

 

Was tun mit den Pflanzen nach dem Kauf?

Nach dem Kauf solltest Du die Neuankömmlinge sofort auspacken. Dabei ist es am besten, wenn Du sie sofort pflanzt. Müssen sie noch ein paar Tage bis zum Pflanztermin ausharren, dann gieße sie regelmäßig und stelle sie an einen windgeschützten Ort in den Halbschatten, damit sie keinen Schaden erleiden. Sind die Töpfe trocken geworden, solltest Du sie etwa 5-10 Minuten in einen Eimer voll Wasser tauchen, damit sich die Ballen wieder vollsaugen können. Anschließend vor dem Pflanzen gut abtropfen lassen.

 

Tipps zum Einpflanzen

Bereite zunächst die Pflanzgrube vor. Die Erde sollte dabei feucht und leicht krümelig sein. Ist der Boden zu nass, warte lieber, bis er abgetrocknet ist. Hebe nun mit einem Spaten die Grube aus. Sie darf nicht zu klein sein, damit die Wurzeln ausreichend Platz zum Ausbreiten haben. Anschließend lockere die Erde am Grund etwa spatentief. Bessere die Gartenerde mit etwas reifem Kompost auf und mische sie gut durch. Dann bereite die Pflanze vor: entferne den Topf und lockere den Wurzelballen etwas auf. Setze die Pflanze mindestens bodeneben, gern auch leicht erhöht ein und fülle das Pflanzloch mit Erde auf. Anschließend rundum gut andrücken. Mit reichlich Wasser einschlämmen, damit die Wurzeln Erdkontakt erhalten und sich keine Hohlräume bilden. Zum Abschluss kannst Du die Pflanzstelle rundherum mit Rindenmulch, gehäckseltem Kompost oder Rasenschnitt abdecken (mulchen). Möchtest Du die Pflanzen in Gefäße setzen, gelten andere Regeln. Beachte dafür bitte unsere Tipps zum Pflanzen in Gefäße.

 

Pflanzenschutz

Auch Pflanzen sind anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Du solltest sie daher rechtzeitig schützen. Je nach Pflanzenart und Sorte sind sie unterschiedlich anfällig. Informiere Dich daher am besten bereits beim Pflanzenkauf im Fachhandel über besondere Pflegemaßnahmen. Die Mitarbeiter können Dich fachgerecht beraten und bei Problemen geeignete Pflanzenschutzmittel empfehlen. Dabei ist die Vielfalt an natur- und umweltschonenden Mitteln groß. Selbstverständlich solltest Du mit ihnen sparsam und bedacht umgehen und Insektizide nur bei Befall von Schädlingen einsetzen. Achte auf die genauen Anwendungshinweise, um eine falsche Dosierung und Anwendung zu vermeiden.

 

Düngung

Keine Frage, auch Pflanzen brauchen Nährstoffe, um zu gedeihen. Du solltest sie daher ausreichend in Form von Kompost oder Dünger versorgen. Doch jede Pflanze hat unterschiedliche Ansprüche. Erkundige Dich daher beim Kauf, wieviel Deine Pflanzen zu welchen Zeitpunkten benötigen und welche Düngeform die richtige ist. Du kannst organisch, mineralisch oder bei Zugabe in das Gießwasser für schnelle Wirkung auch flüssig düngen. Im Gartenboden stecken bereits viele Nährstoffe für die Pflanzen. Wichtig ist daher, alle 3-4 Jahre eine Bodenprobe zu machen, damit Du den Gehalt an Stickstoff, Kali, Magnesium, Phosphor und Spurenelementen in Deinem Boden bestimmen und ihn nach Bedarf aufbessern kannst. Solche Bodenanalysen bieten spezialisierte Labors an oder es gibt Sets zur Selbstanalyse im Gartenfachhandel. Wichtig ist es, dass Du Dich vom Fachpersonal im Gartenfachhandel entsprechend beraten lässt.

Kulturtipps Tomaten

Standort für Tomaten 

Tomaten brauchen Licht und Wärme. Bei voller Sonne können Tomatenpflanzen fruchtig-süße, sonnengereifte Früchte ausbilden. Ideal für die Kultur sind auch warme Temperaturen von mindestens 15° Celsius. Junge Tomaten-Pflanzen sollten daher noch bis Mitte Mai auf die Fensterbank oder ins helle Gewächshaus gestellt werden, wenn die Witterung noch kühl ist. Danach dürfen die Pflanzen nach draußen. Aber Vorsicht: Die die zarten Pflänzchen unbedingt vorsichtig an die Sonne gewöhnen, sonst droht "Sonnenbrand" (Zerstörung der Blattoberfläche durch UV-Strahlung). Als Schutz gegen Kraut- und Braunfäule sollten Tomaten im Freiland einen geschützten, möglichst überdachten, luftigen Standort erhalten. Gewächshäuser sollten gut gelüftet sein, um eine möglichst geringe Luftfeuchte und Bienenflug für die Bestäubung zu ermöglichen.

Gießen und Düngen von Tomaten-Pflanzen 

Gießen Ihre Volmary Tomatenpflanzen regelmäßig und am besten morgens. Eine gleichmäßige Wasserversorgung hilft die sog. "Blütenendfäule", eine Calcium-Mangelerscheinung an der Spitze der Früchte, zu vermeiden. Gärtner-Tipp: Setzen Sie als Gießhilfe dicht neben die Pflanzen einen Tontopf, der sich schnell mit Wasser füllt und das Wasser über das Abzugsloch langsam und ohne die Erde wegzuspülen in den Boden versickern lässt. Zur Vermeidung von Krankheiten beim Gießen darauf achten, dass die Blätter nicht nass werden und auch kein Spritzwasser auf die Blätter gelangt. Für prachtvolles Wachstum und schmackhafte Tomatenfrüchte brauchen die Pflanzen einen nährstoff- und humusreichen Gartenboden und reichlich "Futter". Bitte beachten: Eine zu starke Stickstoffdüngung ist zu vermeiden, denn diese führt zu verstärktem vegetativem Wachstum, d.h. die Pflanzen "schießen ins Kraut" und bilden nur wenig Blüten/ Früchte. Wählen Sie daher z.B. einen stickstoffreduzierten Tomatendünger.

Weitere Kulturmaßnahmen:

Wählen Sie einen Pflanzabstand von ca. 60 x 80 cm (bei Stabtomaten). Ausgeizen oder Entgeizen bedeutet in der Gärtnersprache das Entfernen der Seitentriebe aus den Blattachseln. Hierdurch erhalten Ihre Tomatenpflanzen mehr Licht und die Wuchskraft wird auf die Früchte gelenkt. Ausgeizen sollten Sie bei allen langwüchsigen Tomaten. Busch-, Topf- und Ampeltomaten werden dagegen nicht entgeizt. Stäben: Ihre Tomatenpflanzen brauchen zum optimalen Wachstum eine Stütze (Ausnahme: Busch- und Topftomaten). Im Handel gibt es hierfür Spiralstäbe, welche sich gut zum Hochleiten der Pflanzen eignen. Alternativ können Sie aber auch einfach Holzstäbe verwenden, oder die Pflanzen an Seilen oder Drahtgittern hochleiten. Kunststoff-Clipse sind hierbei hilfreich. Noch nicht ganz ausgereifte Früchte können im Haus an einem dunklen Ort nachreifen. Zum Schutz vor der Pilzkrankheit "Kraut- und Braunfäule" sollten Sie Rankhilfen nach Gebrauch reinigen. Tomaten in den Folgejahren möglichst an einem anderen Standort kultivieren (Fruchtwechsel). Möglich ist auch die Kultur in großen Pflanzgefäßen oder direkt in Substratsäcken (dies ist auch eine Alternative zum Fruchtwechsel / Bodentausch). Vor dem Pflanzen an Wasserabzugslöcher an der Unterseite der Gefäße/ Substratsäcke denken, damit keine Staunässe entsteht. Tomaten sind Selbstbefruchter, also nicht auf den Pollen anderer Tomatenpflanzen angewiesen. Die Bestäubung wird durch Wind, Insekten und Erschütterungen gefördert. Daher schüttelt der Gärtner beim Anbau im windstillen Gewächshaus vorsichtig die Blütenstände um die Bestäubung sicherzustellen. Auch wichtige Bestäuber wie Bienen und Hummeln sollten die Tomatenpflanzen besuchen dürfen. Bei der Suche nach Nektar bestäuben diese Insekten zuverlässig.

Besonderheiten bei veredelten Tomaten

Bei veredelten Sorten wird auf eine krankheitsresistente und robuste Sorte als Unterlage eine aromatische und besonders ertragreiche Sorte aufgesetzt. Beide Pflanzenteile verbinden sich miteinander und bilden zusammen die veredelte Pflanze. Dieses bietet Vorteile: die veredelte Pflanze bringt gegenüber nicht veredelten Pflanzen einen deutlichen Mehrertrag, kräftiges Wachstum, eine bessere Frucht- und Blattqualität und ist besonders widerstandsfähig gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Veredelte Tomaten haben soviel Wuchskraft, dass auch zwei oder drei Triebe hochgezogen werden können. Theoretisch können Tomaten viele Meter lang werden. Aufgrund der kurzen Kulturperiode im Freiland ist das Wachstum jedoch beschränkt. Um die gebildeten Früchte vor dem ersten Frost zum Ausreifen zu bringen, empfiehlt es sich, die Tomatenpflanze bei einer Wuchshöhe von ca. 180 cm zu stutzen, damit die erorderliche Kraft in die Ausreifung der Früchte geht. Vor allem Tomatenspaliere auf Balkonen, Terrassen und im Gewächshaus sind interessante Varianten der Anwendung. Achten Sie bei veredelten Pflanzen darauf, dass die Veredelungsstelle über der Erdoberfläche bleibt. Nur so können Sie die Unterlagen optimal vor bodenbürtigen Krankheiten schützen.

Kulturtipps Paprika

Standort Paprika-Pflanzen

Der Wärme liebende Paprika braucht einen windgeschützten, vollsonnigen Standort und nährstoffreiche, lockere Erde. Alle kompakt wachsenden Sorten lassen sich problemlos im Gemüsegarten oder auch im Topf auf dem Balkon und der Terrasse kultivieren.

Gießen und Düngen von Paprika 

Paprika gleichmäßig gießen. Ab Beginn der Blüte bis August regelmäßig düngen (z.B. alle 2 Wochen flüssig düngen nach Angabe des Herstellers). Die Pflanzen nicht austrocknen lassen, denn sonst werfen sie Blüten und Früchte ab.

Weitere Kulturmaßnahmen:

Ab Mitte Mai ins Gewächshaus oder Frühbeet setzen oder nach den Eisheiligen Mitte Mai – Anfang Juni ins Freie pflanzen Pflanzabstand: ca. 40 x 60 cm Geben Sie den Pflanzen Halt durch Stäbe, Schnüre oder Gitter. Die Pflanzen bleiben so aufrecht und die Früchte bekommen mehr Sonne ab.

Gärtner-Tipp:

Mehr Ertrag durch Ausbrechen der Königsfrucht! Ab Mitte Juni öffnen sich die ersten Blüten, ab Ende Juli beginnen die Früchte zu reifen. Die Ernte fällt bedeutend höher aus, wenn Sie die erste Blüte bzw. die erste Frucht, die sogenannte Königsfrucht, entfernen. Das Ausbrechen aktiviert den nachfolgenden Blütenansatz und steigert somit den Gesamtertrag. Weil die Triebe leicht brechen, schneiden Sie die Früchte am besten mit einer Schere ab.

Kulturtipps Gurken

Standort Gurken 

Gurken sind Wärme liebende Pflanzen und können bei weniger als 14 °C schon Kälteschäden erleiden. Sie gedeihen gut an sonniger, vor Wind geschützter Stelle im Freien oder im Gewächshaus. Wichtig ist ein lockerer, gut durchlüfteter, feuchter Boden, der mit nährstoffreichem Humus angereichert wird. Gurken wurzeln nicht tief.

Gießen und Düngen Gürken-Pflanzen

Gerade in der Zeit, in der die Pflanzen Früchte ansetzt, benötigen Gurken reichlich Nährstoffe. Können die Früchte nicht ausreichend versorgt werden, fallen sie ab. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen daher abgelagerten Mist, Reifekompost oder organischen Volldünger in den Boden ein. Ihre Gurkenpflanzen sollten Sie regelmäßig schwach düngen. Gurken brauchen zudem viel Wasser. Gießen Sie daher reichlich, allerdings nicht in der größten Mittagshitze, sondern immer nur am Abend oder Morgen, möglichst mit abgestandenem Wasser. Kaltes Leitungswasser kann zu Temperaturschocks führen.

Weitere Kulturmaßnahmen Gurken:

Auspflanzen ab Mitte Mai im Abstand von 50 x 100 cm auf ca. 30 cm hohe Dämme aus nährstoffreicher Erde. Wählen Sie hierzu warme Tage, damit die Pflanzen schnell anwachsen. Mit reichlich Stroh oder abgelagertem Mist mulchen. Schlangengurken lieben das Ranken an Schnüren, Stäben oder Gittern, die man aufrecht oder sich zeltartig stützend in den Boden steckt. Diese Methode spart nicht nur Platz und erleichtert das Pflücken, der kletternde Wuchs bewirkt auch höhere Erträge und weniger verkrüppelte Früchte. Die Triebe klettern schnell in die Höhe. Damit sich zunächst die Pflanzen kräftigen, werden die ersten Früchte am Stamm bis zu 80 cm Höhe entfernt. Den Haupttrieb schneidet man ab, sobald er den Gewächshausfirst oder etwa 2 m Höhe erreicht hat. Sofort bilden sich neue Triebe, die wieder nach jedem zweiten Blatt oder Fruchtansatz gekappt werden.

Gärtner-Tipp für Gurken

Die nur 10-20 cm langen Minigurken brauchen keinen Schnitt, denn sie erschöpfen die Pflanzen wenig und können deshalb leicht 30-40 Früchte pro Pflanze tragen. Veredelte Gurken sind robuster gegenüber Welkekrankheiten und niedrige Bodentemperaturen. Sie wachsen zudem kräftiger und bringen deutliche Mehrerträge.

Je früher Sie die langen Schlangengurken abernten, desto schneller wachsen neue Früchte nach.

Pflegetipps Beet- und Balkonpflanzen

Die richtige Sortenwahl macht's

Wählen Sie Ihre Beet- und Balkonpflanzen nach dem späteren Standort aus. Speziell für sonnige Standorte eignen sich zum Beispiel Geranien, Petunien, Sonnen-Impatiens, Begonien, Fächerblume, Wandelröschen oder das Husarenknöpchen. Als Strukturpflanzen passen dazu gut Kräuter oder als üppig wachsende Hängepflanzen Süßkartoffeln (Ipomoea batatas). All diese Pflanzen lieben sonnige, warme Standorte und kommen auch mal ein wenig länger ohne Wasser aus. Blütenpracht an halbschattiger oder schattiger Stelle bieten viele Begonien, Fleißige Lieschen oder Fuchsien. Achten Sie auf das Wuchsverhalten: Ist der Platz im Balkonkasten, Pflanzgefäß oder im kleineren Garten knapp, gibt es auch zahlreiche kompakt wachsende Dauerblüher, z.B. die zauberhafte Glöckchen-Petunie 'Calipetite', Schmetterlingsgeranien und Goldmarie (Bidens) 'Sir Francis'.

Regelmäßig gießen

Balkonblumen brauchen mitunter zweimal täglich Wasser. Dies hängt sehr vom Standort, der Witterung, der Substratmenge und der Pflanze ab. Machen Sie dazu einfach die "Fingerprobe". Am besten gießen Sie morgens direkt in den Wurzelbereich z.B. mit Wasser aus der Regentonne oder mit nicht zu kaltem Brunnen- oder Leitungswasser. Das blühfreudige Husarenknöpfchen (Sanvitalia) 'Solaris' ist eine prima Zeigerpflanze: schlapp diese, dann ist es Zeit zu gießen.

Beet- und Balkonpflanzen richtig düngen

Pflanzen benötigen wie wir Menschen Nährstoffe zum Wachstum. Viele Beet- und Balkonpflanzen haben einen hohen bis sehr hohen Nährstoffbedarf. Ein guter Start ist eine hochwertige Blumenerde, welche bereits mit Dünger angereichert ist. Diese bietet daneben oft auch eine gute Substratstruktur. Beim Pflanzen lohnt es sich gleich einen Langzeitdünger unterzumischen - macht das Düngen im Sommer einfacher. Erst nach 4-6 Wochen benötigen Balkonpflanzen dann Zusatzdünger. Düngen Sie nach dieser Zeit nach der Empfehlung des Düngerherstellers flüssig nach. So gibt es im Handel spezielle Balkonblumen-Flüssigdünger. Auch auf eisenbedürftige Pflanzen achten wie z.B.: Petunien, Zauberglöckchen, Bacopa, Fächerblumen, Margeriten, Australisches Gänseblümchen.

Verwelkte Blüten entfernen

Verwelkte Blüten sollten Sie entfernen, damit die Pflanze all ihre Kraft in die Bildung neuer Blüten steckt. Bei kleinblättrige und kleinblütige Pflanzen wie Margeriten, Stauden-Nelken, Nemesien, Verbenen und Männertreu können Sie auch effizient und zeitsparend mit einer Heckenschere leicht einkürzen und bald darauf einen zweiten Blütenflor genießen.

Kulturtipps Kräuter

Standort Kräuter 

Die meisten Kräuter für Deinen Kräutergarten mögen einen sonnigen Standort. Dann entwickeln sich die Inhaltsstoffe am reichhaltigsten und belohnen es mit üppigem Wuchs und intensivem Aroma. Viele Kräuter fühlen sich auch in Töpfen und Schalen wohl.

Gießen und Düngen von Kräutern 

Kräuter brauchen allgemein wenig Dünger. Der Boden kann eher mager sein als zu fett. Verwenden Sie deshalb eine spezielle Kräutererde mit Langzeitdünger oder bessern Sie Landerde mit Anzuchtsubstrat auf. Gießen Sie mäßig, aber lassen Sie die Töpfe nie ganz austrocknen. Staunässe vermeiden.

Weitere Kulturmaßnahmen:

Da sich Kräuter im Laufe der Zeit ausbreiten, wählen Sie einen Pflanzabstand von mind. 30-40 cm. Sehr wüchsig sind z.B. Minzen. Geben Sie frostharten Kräutern einen leichten Winterschutz durch aufgelegtes Reisig oder Laub oder auf Balkon und Terrasse durch Einhüllen mit luftigem Vlies. Bevor der Winter beginnt, schneidet man alle Stiele bodennah ab. Nicht winterharte Kräuter aus dem Süden wie Basilikum oder Rosmarin wachsen im hellen, frostfreien Wintergarten weiter.

Ernten und Verwerten von Kräutern 

Die beste Zeit zum Ernten für frische Kräuter und zum Trocknen ist bei Sonne am späten Vormittag. Dann sind die Pflanzen noch straff und die Aromen haben sich voll entwickelt. Frische, würzige Blätter kann man bis zur Blüte fortlaufend ernten. Basilikum, Rosmarin und Petersilie schmecken frisch am besten. Getrocknet verlieren sie stark an Geschmack. Man kann sie auch in kleine Eiswürfel einfrieren und so das Aroma bewahren. Oregano, Thymian oder Salbei lassen sich dagegen gut trocknen. Hängen Sie die Bündel kopfüber an einer luftigen, trockenen und schattigen Stelle auf.

Kräuterspirale:

Ideal als Kräutergarten ist eine Kräuterspirale. Sie besteht aus einer spiralförmig ansteigenden Trockenmauer, die man aus Steinen oder Ziegeln selbst bauen kann. Je sonnenliebender und anspruchsloser die Pflanzen sind, desto höher werden sie auf den in Spiralform geschichteten Mauern angesiedelt. Kräuter, die im Schatten wachsen wie Kerbel oder Kresse kommen in den Norden, solche, die es feucht lieben wie Liebstock und Minze, werden zu ebener Erde gepflanzt. Sonnenliebende Kräuter wie Thymian, Basilikum, Lavendel oder Salbei pflanzt man ganz nach oben und der Sonne zugewandt, denn mögliche Trockenheit macht ihnen nichts aus. Um die Steine herum wird der Boden alljährlich gelockert und mit den einjährigen Kräutern wie Bohnenkraut, Majoran, Dill oder Petersilie besät. Auf der Spirale selbst wird das überbordende Wachstum höchstens gelegentlich durch Ernten oder behutsamen Rückschnitt gebremst. Ansonsten ist die Kräuterspirale ausgesprochen pflegeleicht.

Pflegetipps Kräuter-Trios

Standort für Kräuter-Trios 

Die neuen Kräuter-Trios sind ebenso beliebt wie praktisch: sie beinhalten gleich drei verschiedene Lieblingskräuter in einem Topf. Die Pflanzen lieben einen hellen, sonnigen und luftigen Platz und gedeihen entweder in Töpfen auf der Fensterbank, auf der Terrasse oder auf dem Balkon. Du kannst sie aber auch ins Kräuterbeet, ins Hochbeet oder in einen Kräuterkasten auspflanzen. Kräuter lieben es nährstoffarm. Pflanze sie daher in spezielle Kräutererde oder gib ihnen einen mageren Boden, aufgebessert mit etwas Kompost.

Gießen und Düngen von Kräuter-Trios 

Die Kräuter-Trios sind sehr robust und genügsam. Bekommen sie reichlich Wasser und Dünger, entwickeln sie üppiges Blattwerk und schmecken fade. Gib den Pflanzen daher nicht zu viel Wasser, aber achte darauf, dass sie nicht austrocknen. Staunässe vertragen sie gar nicht. Töpfe und Kästen sollten ein ausreichend großes Abzugsloch im Boden haben, durch das überschüssiges Wasser problemlos entweichen kann. Auch Dünger brauchen Kräuter nur wenig. Bei überwinternden Kräutern reicht eine kleine Gabe organischen Düngers oder Komposterde im Frühjahr vor dem frischen Austrieb.

Ernten und Verwerten von Kräuter-Trios 

Du kannst die Kräuter im Haus auf der Fensterbank das ganze Jahr über ernten. Häufiges Ernten regt das Triebwachstum an und sorgt für frische Blätter. Die beste Zeit zum Ernten ist in den späten Vormittagsstunden, wenn sich in der Wärme das Aroma voll entfaltet hat und der morgendliche Tau verflogen ist.

Pflanzenprofi-Tipp

Die Kräutermischungen kannst Du auch super gebrauchsfertig einfrieren! Einfach von jedem Kraut ein paar Triebe ernten, waschen und gut trocknen. Die Blätter abzupfen, klein hacken und auf Eiswürfelförmchen verteilen. Einen kleinen Schluck Wasser, Öl oder geschmolzene Butter darauf und ab ins Gefrierfach! 

Pflegetipps Basilikum

Standort Basilikum 

Basilikum ist als typisches Würzkraut der Mittelmeerküche besonders wärmeliebend. Seine Blätter entfalten ihr volles Aroma nur bei guter Wasserversorgung und intensiver Sonneneinstrahlung. An einem sonnigen, geschützten Platz in Töpfen auf dem Balkon, auf der Terrasse und auf der Fensterbank oder ausgepflanzt im sonnigen Kräuterbeet, Hochbeet und im Gewächshaus gedeiht es aber üppig und bringt viele intensiv duftende Blätter hervor. Bevor die Pflanzen nach draußen kommen, sollte die Temperatur dauerhaft über 16 Grad liegen. Idealer Pflanztermin ist daher nach den Eisheiligen Mitte Mai bis Mitte Juli. Basilikum benötigt als Mittelzehrer einen nährstoffreichen, humosen Boden, der tiefgründig gelockert und durchlässig sein sollte.

Gießen und Düngen Basilikum 

Basilikum braucht immer genügend Wasser, sonst schlappen die Pflanzen schnell. Daher solltest Du vor allem bei Pflanzen in Töpfen nicht austrocknen lassen. Achte dabei darauf, dass die Töpfe im Boden ein Loch haben, wodurch überschüssiges Wasser ablaufen kann. Sonst fangen die Pflanzen an zu faulen. Basilikum möchte nicht hungern. Damit die Pflanzen prächtig gedeihen, ist neben humusreicher Erde ausreichend Dünger wichtig. Für Töpfe empfiehlt sich eine Gabe Flüssigdünger etwa alle zwei Wochen. Vor dem Auspflanzen auf Beete sollte der Boden mit frischem Kompost, Hornspänen oder Horngries gedüngt werden.

Ernten und Verwerten von Basilikum 

Basilikum kannst Du laufend beernten. Gepflückt werden die aromatischen Blätter, die zerrupft oder zerdrückt Salate, Kräutersaucen, Tomaten-, Fleisch- und Fischgerichte würzen. Leider verliert Basilikum getrocknet stark an Aroma. Deshalb lohnt sich die Mühe kaum, die Blätter zu trocknen. Auch für das Einfrieren sind die saftigen Blätter nur schlecht geeignet. In Öl eingelegt oder zu Pesto verarbeitet, kann das intensive Aroma des Basilikums jedoch auch über den Sommer hinaus genutzt werden. Im Herbst, bevor die Kälte die Pflanzen zerstört, solltest Du die Pflanzen reinholen und auf dem Fensterbrett weiter kultivieren.

Pflanzenprofi-Tipp

Basilikum vertreibt mit seinem intensivem Duft Schadinsekten bei Kartoffeln und Tomaten. Ideal ist es daher in Mischkultur mit diesen Gemüsepflanzen. Dafür lieben Schnecken die saftigen Blätter. Also lieber außer Reichweite aufstellen!

Pflegetipps Minzen

Standort von Minzen 

Minzen sind anspruchslos, robust, meist winterhart und sehr wüchsig. Der Standort sollte halbschattig bis schattig sein. Volle Sonne vertragen die Pflanzen weniger gut. Der Boden darf sandig oder auch lehmig sein, dabei nicht zu trocken, sondern eher feucht. Die Blütezeit beginnt im Juli und setzt sich bis in den Herbst fort. Dabei finden sich sehr viele bunte Falter, Bienen, Hummeln und auch nützliche Insekten wie die Läuse-fressenden Schwebfliegen an. Minzen sind daher ideal für Naturgärten und Kräuterbeete, aber auch in Balkonkästen, Kräuterampeln und in Töpfen kannst Du die robusten Pflanzen mit Erfolg kultivieren.

Gießen und Düngen von Minzen 

Minzen lieben es feucht. Sie dürfen nicht austrocknen. Vor allem in Töpfen ist regelmäßiges Gießen sehr wichtig. Staunässe vertragen sie jedoch nicht. Deshalb sollten die Töpfe ein ausreichend großes Abzugsloch im Boden haben. Minzen solltest Du eher sparsam düngen, dann wird das Aroma kräftiger. Verwende daher beim Pflanzen spezielle Kräutererde mit Langzeitdünger, dann brauchen die Pflanzen nicht mehr zusätzlich gedüngt zu werden.

Pflege Minz-Pflanzen 

Minzen sind mehrjährig und überstehen unsere Winter meist ohne Probleme. Nur bei sehr harten Wintern empfiehlt sich ein zusätzlicher Schutz mit Reisig. Korrekturschnitte benötigen die Pflanzen normalerweise nicht. Wenn sie zu stark wuchern, sollten die Triebe aber eingekürzt werden.

Ernte und Verwertung von Minze 

Regelmäßiges Ernten schadet nicht - im Gegenteil: es fördert den frischen Austrieb. Von der Minze werden vornehmlich die Blätter oder die frischen Triebe vor der Blüte geerntet. Die in den Blättern enthaltenen ätherischen Menthol-Öle machen den typischen Minzgeschmack aus. Sie wirken anregend und erfrischend. Am beliebtesten ist Minze für Getränke wie Tees, Cocktails oder Limonaden. Aber auch als Dekoration für Desserts oder für kräftige Minzsaucen kann dieses Heil- und Würzkraut verwendet werden. Doch Vorsicht: so anregend Pfefferminz-Würze auch sein mag, Überdosierung kann auch den Kreislauf belasten. Am besten erntest Du Minze an einem sonnigen Vormittag. Dann ist der Aromagehalt in den Pflanzen am höchsten. Minze kannst Du frisch oder getrocknet verwenden. Zum Trocknen die Triebe bündeln, zusammenbinden und kopfüber zum langsamen Trocknen aufhängen. Ein idealer Ort dafür ist ein luftiger schattiger Schuppen, wo die Blätter vor Regen geschützt langsam und schonend trocknen können. Später löst Du die Blätter von den Stielen und lagerst sie trocken bis zur Verwendung, zum Beispiel als Tee.

Pflanzenprofi-Tipp

Minzen breiten sich durch Wurzelausläufer rasch aus und können schnell ganze Beete durchziehen. Eine Begrenzung ist deshalb dringend angebracht. Am besten pflanzt Du sie auch in Beeten in versenkte Gefäße mit einem Loch für den Wasserabzug. Pass auf, dass sie nicht darüber hinaus wachsen.

Pflegetipps Auberginen

Standort

Auberginen brauchen Wärme (idealerweise 20 Grad oder mehr) und volle Sonne. Sie gedeihen daher in manchen Jahren besser im Gewächshaus als im Freiland, aber auch gut in Töpfen auf einer sonnigen Terrasse oder auf dem Balkon. Vor allem in Höhenlagen oder im Schatten wird die Zeit mitunter knapp zur Reife. Für die Topfkultur auf dem Balkon eignet sich die schwarze Sorte 'Ophelia' mit vielen kleineren, schmackhaften Früchten. Für das Freiland und das Gewächshaus sind die ertragreiche Sorte 'Madonna' mit großen, ovalen Früchten oder die türkische Aubergine 'Faselis' mit länglichen Früchten geeignet. Der Boden sollte nährstoffreich und locker sein.

Gießen und Düngen

Auberginen brauchen viel Wasser. Vor allem bei Topfkultur solltest Du täglich gießen. Achte dabei auf entsprechende Abzugslöcher im Boden der Töpfe und Kübel. Der Nährstoffbedarf der Pflanzen ist mittelhoch. Zur Ernährung der Pflanzen empfiehlt es sich, vor dem Pflanzen organischen Naturdünger wie Hornspäne unter den Boden zu mischen oder regelmäßig mit flüssigem Gemüsedünger zu düngen.

Kultur

Ins Freie auspflanzen kannst Du die wärmebedürftigen Pflanzen in günstigen windgeschützten und sonnigen Lagen nach den Frösten ab Mitte Mai, in kälteren Gebieten eher Anfang Juni. Als Pflanzabstand empfehlen wir 40 x 70 cm. Auberginen brauchen Haltestäbe oder Schnüre zum Anbinden, damit die Pflanzen unter dem Frucht- und Blattgewicht nicht umknicken. Sobald die ersten Blüten erscheinen, solltest Du den Haupttrieb und die Seitentriebe um ein Drittel einkürzen und nachfolgende Achseltriebe ausbrechen. Mehr als 4-5 Früchte reifen bei uns nicht aus. Die überzähligen Fruchtansätze schneidest Du am besten aus.

Ernten und Verwerten

Die Ernte beginnt im Gewächshaus ab Ende Juli, im Freien ab August sobald die ovalen Früchte dunkel gefärbt sind. Gedünstet oder gebacken nach Mittelmeer-Rezepten zubereitet oder in asiatischen Gerichten sind Auberginen ein Leckerbissen. In Öl eingelegt halten sie sich sogar über mehrere Wochen. Die Früchte sollten am besten frisch verarbeitet werden, denn im Kühlschrank halten sie sich nur einige Tage.

Pflanzenprofi-Tipp

Setzen die Früchte nicht willig an, hilft es, an einem sonnigen Hochsommertag die Pflanze kräftig zu schütteln, notfalls auch mit einem Pinsel den Pollen übertragen.

Pflegetipps Andenbeeren

Standort

Andenbeeren (Physalis peruviana) stammen aus dem warmfeuchten Bergen der Anden von Venezuela bis Chile. Daher sind sie ähnlich wärmebedürftig wie Tomaten und lieben sonnige, windgeschützte Stellen im Freien, zum Beispiel vor Hauswänden oder im Gewächshaus. Auch im Kübel gedeihen sei gut, auf der Terrasse, auf dem Balkon, im Wintergarten und sogar in einem hellen Büro. Andenbeeren haben einen hohen Platzbedarf, da die wüchsigen üppigen Pflanzen bis zu 160 cm hoch und umfangreich werden können. Sie sollten daher nicht zu nah an andere Pflanzen gesetzt werden.

Gießen und Düngen

Andenbeeren zählen zu den Mittelzehrern. Sorge vor allem in der ersten Wachstumszeit mit organischem Dünger oder Flüssigdünger für ausreichend Nährstoffe. Bei guter Düngung und reichlich Wasser können die Pflanzen Hunderte von Früchten tragen. Wichtig ist, dass der Wurzelballen der Andenbeere nicht austrocknet. Schlapp herabhängende Blätter weisen sofort auf Wassermangel hin, erholen sich aber wieder, wenn sie rasch Wasser bekommen. Achte bei der Topfkultur auf ein ausreichend großes Abzugsloch, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Kultur

Ab Mitte Mai können die Andenbeeren an einen Sonnenplatz im Freien ausgepflanzt werden. Ein idealer Pflanzabstand ist 70 cm Abstand zur nächsten Pflanze. Besser noch ist es, die Pflanzen in 30-40 cm große Töpfe zu setzen. Im Wintergarten oder im hellen Zimmer kannst Du die Pflanzen bei Temperaturen bis 20°C problemlos überwintern.

Ernten und Verwerten

Ab August bis in den Winter bilden sich immer wieder viele Blüten und saftige Früchte mit angenehmem süß-säuerlichem Geschmack, die im Warmen gut reifen. Die kirschgroßen, orangen Früchte sind von einer lampionähnlichen Hülle umgeben. Andenbeeren enthalten viel Carotin (Provitamin A) und Mineralien. Köstlich sind sie nicht nur frisch in den Mund gesteckt, sondern auch als Marmelade oder Dessert verarbeitet. Auch für Drinks und als appetitliche Deko für Cocktails, Desserts oder Schnittchenplatten eignen sie sich hervorragend.

Pflanzenprofi-Tipp

Zu üppiges Wachstum kannst Du durch herzhaften Rückschnitt leicht bremsen und in hübschere Formen lenken. Schneide entweder vor der Blüte, im Juni/Juli, die langen Triebe in Form oder kürze die Triebe nach der Ernte etwa um die Hälfte. Trotz dieser Maßnahme gibt es einen reichen Fruchtansatz.

Pflegetipps Himbeeren

Standort von Himbeeren 

Himbeeren sind mehrjährig und tragen jedes Jahr wieder. Für ein süßes Fruchtaroma sollte der Standort für Himbeeren sonnig, höchstens halbschattig sein. In vollem Schatten fruchten die Pflanzen kaum. Himbeerpflanzen brauchen gar nicht so viel Platz. Sie können im Garten oder sogar in größeren Gefäßen auf sonnigen oder halbschattigen Terrassen und Balkonen gedeihen. Die kompakte Topfhimbeere 'Ruby Beauty' bringt dort beachtliche Erträge. Wähle zum Pflanzen einen tief gelockerten, humusreichen, leicht saueren Boden, dem Du bis zu ein Viertel Kompost beimischen kannst. In Gefäßen kannst Du gedüngten Rindenkompost oder fertige Blumenerde verwenden.

Gießen und Düngen von Himbeeren 

Lass die Pflanzen vor allem in Töpfen nie austrocknen. Stauende Nässe solltest Du aber vermeiden. Daher ist ein freies Abzugsloch wichtig. Reichliche Gaben von abgelagertem Mist oder frischem Kompost fördern das Wachstum durch stetigen Nährstofffluss. Jedes Jahr im März-April solltest Du 60g/m2 Beerendünger mit hohem Kali- und Magnesiumgehalt flach in den Boden einarbeiten. Anschließend die Beete 2-3 cm hoch mit Kompost abdecken und das ganze Jahr über mulchen - mit Rasenschnitt oder Stroh. In Töpfen empfiehlt sich das Düngen im Frühjahr mit Langzeitdünger.

Kultur von Himbeeren 

Ideale Pflanzzeiten sind März-Mai oder August-Oktober. Himbeeren aus Töpfen kannst Du aber zu jeder Zeit pflanzen. Lockere die durchwurzelten Ballen vor dem Pflanzen im unteren Bereich und ziehe den Ballen leicht auseinander. So finden die Wurzeln besser Kontakt in der neuen Umgebung. Günstige Abstände sind 40-50 cm in der Reihe und von Reihe zu Reihe 180-200 cm. Himbeerruten brauchen Halt an Gerüsten, Gittern oder Spanndrähten. Die Höhe sollte je nach Sorte etwa 120-160 cm betragen. Bei der Himbeerkultur in Töpfen solltest Du alle 3-4 Jahre die Erde erneuern. Himbeeren sind mehrjährig und winterhart. Sind sie in Beeten ausgepflanzt können die Pflanzen auch ohne Frostschutz im Boden verbleiben. Wachsen sie in Gefäßen solltest Du die Töpfe am besten mit Jutegewebe oder Noppenfolie als Schutz vor dem Durchfrieren einschlagen und dicht an die Hausmauer gerückt abstellen.

Schnitt

Sommertragende Sorten wie 'Tadmore' oder 'Cascade Delight' schneidest Du am besten gleich nach dem Abernten bis zum Boden zurück. Schnell erscheinen viele neue Schösslinge. Lass davon nur die 10-15 besten pro Meter übrig und binde sie später an. Herbsttragende Sorten wie 'All Gold' und 'Erika' schneidest Du bis zum Winter dicht über dem Boden ab. Im Frühjahr erscheinen die neuen einjährigen Triebe, die noch im gleichen Jahr Ertrag bringen.

Pflanzenprofi-Tipp

Wenn Du frühe ('Cascade Delight') und späte ('Tadmore') Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren ('All Gold' und 'Erika') miteinander kombinierst, kannst Du mehr als vier Monate lang saftig-süße Himbeeren naschen. Der Vorteil von Herbst-Himbeeren: durch ihre späte Blüte und Erntezeit bis zum Frost werden die Früchte nicht von dem an den Sommer gewöhnten Himbeerkäfer befallen. Die Früchte bleiben damit lecker und werden nicht von Maden befallen.

Pflegetipps Melonen

Standort von Melonen 

Melonen sind besonders wärmebedürftig, sowohl die leckeren Zuckermelonen als auch saftigsüße Wassermelonen wie die Sorte 'Mini Love'. Alle brauchen einen warmen, windgeschützten Standort mit voller Sonne. Am besten gelingt die Kultur im Gewächshaus oder Frühbeet, aber auch an windgeschützter Stelle im Freiland. In Töpfen auf dem Balkon gedeiht die Balkon-Zuckermelone 'Perseus' besonders gut. Die wüchsigen Pflanzen benötigen einen lockeren, nährstoffreichen, humosen und immer feuchten Boden.

Gießen und Düngen von Melonen im Garten 

Da Melonenfrüchte hauptsächlich aus Wasser bestehen, sollten die Pflanzen vor allem in der Wachstumszeit täglich gegossen werden. Die wüchsigen Pflanzen brauchen auch besonders viele Nährstoffe. Gönne ihnen eine wöchentliche Düngung mit organischem Flüssigdünger oder mit einer schwachen Mineraldüngerlösung (1 ccm pro Liter Wasser).

Kultur

Ausgepflanzt wird Ende Mai-Anfang Juni im Abstand von 30x80cm. Im Freiland gelingt die Kultur am besten auf schwarzer, wasserdurchlässiger Mulchfolie, da diese die Erde im Wurzelbereich erwärmt. Die Pflanzen entwickeln lange Triebe, die gut an einem Gitter hochklettern können, im Gewächshaus oder auf dem Balkon auch an Schnüren. Nachdem ca. 180 cm Höhe erreicht sind, solltest Du den Haupttrieb kappen. Es entwickeln sich herab hängende Seitentriebe mit Blättern und Blüten, die durch Hummeln oder Bienen bestäubt werden. Notfalls kannst Du die Blüten auch von Hand mit einem Pinsel bestäuben. Damit die Pflanze die Früchte genügend ernähren kann, schneide die Seitentriebe nach jedem Ansatz plus zwei ernährenden Blättern ab.

Ernten und Verwerten von Melonen

Die Erntezeit dauert von August bis September. Leider verrät uns nur die Gruppe der Charantais-Zuckermelonen wie die Sorte 'Anasta' den idealen Erntezeitpunkt. Dann verströmen ihre Früchte einen aromatischen Geruch und das Fruchtfleisch reißt am Ansatz auf. Bei Wassermelonen wie der Mini-Wassermelone 'Mini Love' erkennst Du den besten Erntezeitpunkt, indem Du mit der Hand leicht auf die Schale klopfst. Ertönt ein dumpfes Geräusch, ist die Frucht reif, bei einem hellen Ton solltest Du noch ein paar Tage warten. Je nach Art und Zeitpunkt der Ernte lassen sich die Früchte ein bis zwei Wochen bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank lagern. Am besten ist jedoch die frische Verwertung, zum Beispiel pur genossen, im Obstsalat, in Smoothies oder als Beilage für Drinks.

Pflanzenprofi-Tipp

Damit die reifenden Früchte beim Anbau an Schnüren oder an Rankgittern nicht abfallen, kannst Du sie mit einem Netz halten. Hierfür eignen sich z.B. nicht mehr benötigte Nylonstrümpfe. Die Frucht dafür einfach in den Strumpf legen und am oberen Ende am Gitter oder an der Schnur festbinden. So kann die Frucht in Ruhe ausreifen.

Kulturtipps Stauden

Die Freude an Stauden ist oft groß, denn diese sind dankbare, pflegeleichte und mehrjährige Pflanzen. Im Winter frieren Stauden zurück und überdauern mit ihren unterirdischen Pflanzeteilen. Im Frühjahr kehrt dann das Gartenglück zurück. Wählen Sie Ihre Stauden je nach Standort und Blütezeit. Wenn Sie Stauden mit unterschiedlichen Blühzeiten in Ihrem Garten verteile, können Sie sich vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst an einer herrlichen Blütenpracht erfreuen.

Gestaltungs-Tipps

Pflanzen Sie hohe Pracht-Stauden als Solisten nach hinten. Diese dominieren als Leitstauden durch ihre Größe das Beet (z.B. Rittersporn, Sonnenhut; Phlox, hohe Ziergräser). Niedrige Stauden und Bodendecker-Stauden eigenen sich für die vorderen Bereiche und als Wegeinfassung (z.B. Heuchera, Blaukissen, Storchenschnabel, niedrige Ziergräser). Der Pflanzenabstand hängt von den gewählten Sorten ab. Gräser lockern viele Staudenbeete angenehm auf Remontierschnitt: Einige Stauden können nach der Blüte zurückgeschnitten werden und erfreuen dann durch einen zweiten Blütenflor. Zu diesen Stauden gehören z.B. Kokardenblume, Rittersporn und Lupinen

Weitere Kulturmaßnahmen:

Ab Mitte Mai ins Gewächshaus oder Frühbeet setzen oder nach den Eisheiligen Mitte Mai – Anfang Juni ins Freie pflanzen Pflanzabstand: ca. 40 x 60 cm Geben Sie den Pflanzen Halt durch Stäbe, Schnüre oder Gitter. Die Pflanzen bleiben so aufrecht und die Früchte bekommen mehr Sonne ab.

Gärtner-Tipp:

Damit Staudenbeete weniger stark verunkrauten und im Sommer nicht so schnell austrocknen, empfiehlt sich das Mulchen des Bodens, d.h. der Boden wird mit organischem Mulchmaterial bedeckt. So hält sich die Feuchtigkeit länger im Boden und schützt vor Austrocknung; Unkraut hat kaum eine Chance, wenn die Mulchschicht dick genug ist. Verwelkte Blüten entfernen Schneiden Sie Verblühtes an Stauden regelmäßig aus. Die Pflanzen sehen dann nicht nur gepflegter aus, sie verhindern so auch das Ansetzen von Samen. Dadurch gewinnen die Pflanzen mehr Kraft für das Ausbilden neuer Blütentriebe. In kurzer Zeit werden sie meist mit einer zweiten Blüte aufwarten und mit neuer Farbenpracht erfreuen. Ob kontrastreich oder farblich abgestimmt: für Ihre Ideen halten wir viele Sorten bereit

Pflegetipps Christrose 'WinterSun®': Pflanzen und Pflegen

Christrosen sind mehrjährige und winterharte Pflanzen. Sie gehören wie Schneerosen und Lenzrosen zur Gattung Helleborus. Alle drei bezaubern während der kühlen Monate mit ihren großen, hellen Blüten. Der Unterschied zwischen Christrosen, Schneerosen und Lenzrosen liegt im Hauptblütezeitpunkt: Während Christrosen ihre Hauptblütezeit während der christlichen Adventszeit haben, öffnen Schneerosen ihre Blüten etwas später. Im Januar und Februar – in der Zeit, in der im Winter der meiste Schnee fällt – haben die Schneerosen dann ihren großen Auftritt. Bald darauf fangen die Lenzrosen an zu blühen und begrüßen als eine der ersten Frühjahrsblüher den Frühling, also quasi den Lenz. Mehr Infos zu den einzelnen Helleborus-Arten findest Du in diesem Artikel.

Winterharte Christrosen pflanzen

Wenn man den richtigen Standort wählt und sie gut pflegt, kann man sich fast drei Jahrzehnte lang an ihnen erfreuen. Besonders die Christrose ‚WinterSun®‘ überzeugt durch hochwertige Qualität: Sie ist ausgesprochen robust, winterhart und blühfreudig und eignet sich damit hervorragend für die langfristige Gartengestaltung. Die Christrose 'WinterSun®' kann allerdings auch für einige Jahre in größeren Kübeln stehen und hier für schöne Farbtupfer im Winter sorgen. Während der Wintermonate können Christrosen sogar im Haus als Zimmerpflanzen verwendet werden! Allerdings sollte man sie spätestens im Frühjahr, wenn die Temperaturen etwas steigen, in den Garten pflanzen.

Christrosen pflanzen und pflegen

Doch wie muss ich Christrosen pflegen, um besonders lange meine Freude an den hübschen Blumen zu haben? Zunächst sollte man sich gut überlegen, wohin man seine Christrosen pflanzen möchte. Denn der Standort spielt eine wichtige Rolle dabei, ob sich die hübschen Blumen wohlfühlen und gut wachsen und gedeihen.

 

Christrosen pflanzen: Der Zeitpunkt

In den Garten kann man die Christrosen pflanzen, wenn es Frühjahr oder Herbst ist. Selbst im November kann man die Christrose noch ins Gartenbeet setzen, wenn noch kein Bodenfrost da ist. Will man sie in den Garten pflanzen, sollte man sich beeilen und sie nach dem Kauf nicht zu lange im Haus lassen, da sie sich sonst zu sehr an die warmen Temperaturen gewöhnt. Besteht bereits Bodenfrost oder gibt es andere Gründe, weshalb man die Pflanze nicht nach draußen auf den Balkon oder in den Garten pflanzen möchte, kann man die Christrose auch als Zimmerpflanze im Haus auf einer hellen, möglichst kühlen Fensterbank oder im Wintergarten überwintern. So kann man sich auch ohne Garten oder Balkon den Winter über an der weiß blühenden ‚WinterSun®‘ erfreuen!

Christrosen pflanzen: Der Standort

Die Christrose bevorzugt – ähnlich wie die Schneerose – im Sommer einen halbschattigen Platz, im Winter steht sie jedoch gerne heller und sonniger. Die hübsche ‚WinterSun®‘ eignet sich daher ideal zur Unterpflanzung von lichten Sträuchern oder Laubgehölzen, die im Herbst ihre Blätter verlieren: Im Sommer spenden die hohen Pflanzengewächse der Christrose genügend Schatten, während sie im Winter mit kahlen Zweigen dastehen. Somit kann genügend Sonnenlicht auf die ‚WinterSun®‘ fallen, die im Herbst bereits ihre ersten Knospen bildet.

 

Christrosen pflanzen: Welche Erde ist geeignet?

Christrosen bevorzugen einen humosen und durchlässigen Boden. Beim Einpflanzen sollte man organischen Dünger einarbeiten oder Langzeitdünger dazugeben. Diese Nährstoffgaben unterstützen die Christrosen beim Einwurzeln und im Wachstum. Auch für die Blütenbildung benötigen die hübschen Winterblumen Nährstoffe. Hat man den perfekten Standort für seine Christrose gefunden und den Dünger bspw. in Form von Hornspänen eingearbeitet, kann die Christrose in das Loch gesetzt werden. Vor dem Einpflanzen sollte man kontrollieren, dass die Christrose nicht zu trocken ist. Ansonsten vor dem Umpflanzen lieber einmal gut gießen. Nun wird die Pflanze mit dem feuchten Wurzelballen ins Loch gesetzt und die Lücken mit Erde aufgefüllt. Nach dem Einpflanzen, sollte man die Christrose noch einmal ordentlich angießen. Diese Prozedur hilft beim Anwurzeln.

Christrosen pflegen: Christrosen richtig gießen

Die ‚WinterSun®‘ kommt zwar gut mit Trockenheit klar, sollte aber dennoch regelmäßig Wasser bekommen, damit der Wurzelballen nicht austrocknet. Da Christrosen Kalk mögen, macht man ihr mit kalkhaltigem Leitungswasser sogar eine Freude. Gegossen wird am besten in den frühen Morgen- und Abendstunden direkt an die Wurzeln. Man kann vor dem Gießen auch einfach die Fingerprobe machen: Fühlt sich die Erde trocken an, sollte man gießen. Ist sie noch leicht feucht, kann man mit dem Gießen noch etwas warten.

 

Achtung Frost: Christrosen im Winter pflegen

Auch im Winter brauchen die hübschen Winterpflanzen regelmäßig Wasser. Allerdings muss man berücksichtigen, dass man während der Frostperioden nicht gießen kann. Man muss daher die frostfreien Zeiten zum Gießen nutzen. Dauert der Frost länger an und scheint zudem die Sonne, sollten die Christrosen mit etwas Reisig oder Tannengrün vor der austrocknenden Sonne geschützt werden. Sobald das Wetter wieder wärmer wird, kann der Schutz entfernt und die Christrose wieder gegossen werden.

Christrosen pflegen: Christrosen düngen

Wie die meisten Stauden freut die Christrose sich über eine gute Düngung im März, wenn der Winter vorbei ist. Die Christrose hat einen mittleren Nährstoffbedarf und braucht regelmäßige Nährstoffgaben in Form von organischem Dünger wie Hornspäne oder flüssigem Dünger, der alle paar Wochen ins Gießwasser gemischt wird. Leicht an gelbliches Laub und stagnierender Wachstum deutet auf einen Mangel hin. Bekommen die Pflanzen zu viel Nährstoffe, gehen sie ein oder bekommen Wurzelkrankheiten. 

Christrosen pflegen: Christrosen schneiden

Verblühte Blüten und welke Blätter kann man mit einer scharfen Schere entfernen. Im Frühjahr erfolgt dann der komplette Rückschnitt der Christrose, wobei die ‚WinterSun®‘ auch ohne Rückschnitt gut zurechtkommt. Bei dem Rückschnitt schneidet man alle Stängel kurz über dem Erdboden ab.

Christrosen im Topf pflegen: Staunässe vermeiden

Möchte man seine Christrose in einen Topf pflanzen, sollte man kontrollieren, ob der Topf ein Abzugsloch hat, damit keine Staunässe entsteht. 

Christrosen im Topf pflegen: Vor Austrocknung im Winter schützen

Christrosen im Topf benötigen bei langanhaltenden Frostperioden einen stärkeren Frostschutz als Christrosen, die im Garten wachsen, da die Wurzeln im Blumenbeet tiefer wurzeln können. Bei Frost und Sonnenschein kommt es zur einer Austrocknung der Pflanze: Sie kann kein Wasser aufnehmen, verdunstet aber welches. Um die Christrose vor dem Frost zu schützen, kann es helfen, den Topf in eine Kiste mit Laub zu stellen oder mit Jute zu umwickeln. Zudem sollte man die Christrosen, um sie vor der austrocknenden Wintersonne zu schützen, mit etwas Reisig oder Tannengrün bedecken. Sobald die Temperaturen wieder steigen, kann man die Zweige wieder entfernen und die Christrose mit Wasser versorgen. Allerdings muss man vorher sichergehen, dass das Wasser ablaufen kann und das Abzugsloch nicht zugefroren ist!

Christrosen im Topf: Christrosen umtopfen

Möchte man seine Christrosen umtopfen, sind die idealen Monate dafür März und April, bevor die Christrose neue Blätter entwickelt. Wenn man sie in den Garten pflanzen möchte – zum Beispiel zur Unterpflanzung von Sträuchern, Gehölzen oder Hochstämmchen – dann ist auch der Herbst gut dafür geeignet.

Hinweis für die Gartenarbeit mit Christrosen: Die Christrose ist nicht zum Verzehr geeignet! Bei den Helleborus-Arten handelt es sich um giftige Pflanzen. Wir empfehlen Gartenhandschuhe.

 

 

Pflegetipps für Christrosen

Standort Chrsitrosen 

Christrosen sind Winterblüher. Sie eignen sich für winterliche Bepflanzungen von Schalen und Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon, aber auch zum Auspflanzen in den Garten. Im Garten bevorzugen sie kalkhaltigen, lehmigen Boden und einen halbschattigen bis schattigen Standort, zum Beispiel unter laubabwerfenden Gehölzen. Für die Bepflanzung von Schalen und Töpfen ist strukturfeste, humose Blumenerde mit Langzeitdünger ideal.

Gießen und Düngen von Christrosen 

Die Pflanzen sind anspruchslos und brauchen kaum Pflege. In der ersten Zeit nach dem Pflanzen solltest Du regelmäßig gießen, bis sie richtig angewachsen sind. Außerdem bei starker Trockenheit. Gedüngt wird am besten mit organischem Dünger wie Hornspänen oder Kompost. Hier reicht eine Gabe mit Beginn der Blüte und ein weiteres Mal im August. Christrosen in Töpfen reicht eine nährstoffreiche Pflanzerde mit Langzeitdünger. Sie brauchen regelmäßig Wasser. Achte aber auf ein Abzugsloch in den Gefäßen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Sonst fangen die Wurzeln an zu faulen.

Pflanzen und Kultur von Christrosen 

Christrosen kannst Du an frostfreien Tagen und frostfreiem Boden den ganzen Winter über pflanzen. Vorgetriebene Pflanzen aus dem Gewächshaus solltest Du allerdings erst ein paar Tage ins Freie stellen und abhärten. Dann passen sie sich den für sie normalen Bedingungen an und überstehen bald auch harte Fröste. Vor dem Pflanzen solltest Du den Wurzelballen der Christrosen etwas aufbrechen. Das regt das Wurzelwachstum an. Christrosen entwickeln tiefe Wurzeln. Für das Bepflanzen in Schalen und Töpfen wähle daher einen entsprechend hohen und großen Topf. Als idealer Pflanzabstand bei Christrosen im Beet haben sich 30 cm bewährt. Schneide gelegentlich verwelkte Blätter und Blüten aus.

Pflanzenprofi-Tipp für Deine Christrosen 

Abgeblühte Christrosen aus winterlichen Töpfen und Schalen kannst Du anschließend in den Garten auspflanzen. Dort entwickeln sie sich über die Jahre zu prächtigen Horsten.

Pflegetipps Alpenveilchen

Standort

Zimmer-Alpenveilchen in Töpfen oder Schalen wie die Sorten `Cabrilla´ oder `Angelwings´ fühlen sich in schwach geheizten Räumen und kühlen Wintergärten oder Veranden richtig wohl. Dicht am Fenster stehend, bei maximal 15 Grad - so lieben es diese Pflanzen und danken es mit monatelanger Blüte. Stehen sie in warmen Räumen und vielleicht noch dicht an der Heizung, verkürzt Du dagegen ihre Lebenszeit. 

Garten-Alpenveilchen wie `Angelito´ dagegen sind hauptsächlich zur Bepflanzung von Schalen, Balkonkästen und für Beete gedacht. Sie überstehen die herbstliche Nässe hervorragend und trotzen sogar ersten leichten Frösten. Ein lichter Standort in der Sonne oder im Halbschatten und strukturfeste, nährstoffreiche Blumenerde tut ihnen gut.

Gießen und Düngen

Zimmer-Alpenveilchen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe. Dann faulen die Wurzeln, werden braun und sterben ab. Auch rund um die Knolle mit ihren vielen Blatt- und Blütenansätzen wirkt sich Nässe fatal durch Grauschimmel (Botrytis) aus. Daher solltest Du sie von unten mittels Untersetzer gießen und nicht aufgesogenes Wasser spätestens nach einer halben Stunde abgießen. Etwa alle zwei bis drei Wochen dem Gießwasser Flüssigdünger beimengen, das wirkt sich durch längere Blütezeiten aus.

Auch die Garten-Alpenveilchen in Schalen und Balkonkästen können keine Staunässe vertragen. Sorge daher vor dem Pflanzen für ein ausreichend großes Abzugsloch in den Schalen und Töpfen. Dünge etwa alle zwei Wochen mit Flüssigdünger oder füge der Pflanzerde Langzeitdünger bei.

Pflanzen und Kultur

Nutze zum Pflanzen nährstoffreiche Blumenerde mit Langzeitdünger, dann haben die Garten-Alpenveilchen genug Nährstoffe, um immer neue Blüten zu schieben. Pflanzt Du sie im Beet aus, solltest Du vorher den Boden gründlich lockern und organischen Dünger wie z.B. Hornspäne einarbeiten. Wichtig: weil sie wenige neue Wurzeln entwickeln, brauchen sie feuchten humosen Boden und dürfen nicht austrocknen.

Gartenalpenveilchen zieren den ganzen Herbst über mit neuen Blüten, bis zum Beginn starker Fröste.

Zimmer-Alpenveilchen lassen sich bei kühlen Temperaturen den ganzen Winter über kultivieren. Abgeblühte Blüten und welke Blätter kannst Du laufend abzupfen. Den Sommer verbringen die frostempfindlichen Zimmer-Alpenveilchen gerne im Freien an einem halbschattigen Platz.

Pflanzenprofi-Tipp

Alte Blätter und Blüten entfernst Du am besten, indem Du den leicht angetrockneten Stiel mit einem Ruck herausziehst. Nicht abschneiden, denn der Rest fault leicht, so dass Krankheitsherde entstehen können. 

Pflegetipps Winterveilchen & Hornveilchen 'Mix a Twix®'

Standort

Hornveilchen wie die Hornveilchen 'Mix a Twix®' eignen sich sowohl für die Blüte im Herbst als auch im Frühjahr. Sie gedeihen im Beet, sind aber auch ideal für die Bepflanzung von Schalen, Balkonkästen oder Töpfen. Hornveilchen blühen zwar in der Sonne besonders üppig, doch bleiben die Pflanzen an kühler, halbschattiger Stelle kompakter und die Blüten fallen grösser aus. Optimal ist ein halbschattiger bis sonniger Standort.

Gießen und Düngen

Gute Nährstoff-Versorgung ist wichtig, denn sie fördert das Wachstum und die Bildung neuer Knospen. Hornveilchen im Beet kannst Du mit in die Erde gemischtem Langzeitdünger versorgen. In Schalen, Töpfen und im Balkonkasten empfehlen wir, dem Gießwasser alle 14 Tage Flüssigdünger beizufügen. Hornveilchen brauchen regelmäßig Wasser, sollten aber niemals Staunässe ausgesetzt sein. Dann fangen sie an zu faulen. Achte daher auf eine lockere, strukturfeste Erde und ein Abzugsloch in Töpfen und Schalen, durch die überschüssiges Wasser leicht abfließen kann.

Kultur

Möchtest Du Hornveilchen ins Beet pflanzen, solltest Du den Boden vorher mit Kompost und Hornspänen (60-80 g/m2) anreichern. Setze sie dann in lockeren Gruppen im Abstand von 20 cm ins Beet. Den Wurzelballen vor dem Pflanzen leicht auseinander reißen, das fördert das Wurzelwachstum. Für die Gestaltung von Schalen und Töpfen, solltest Du lockere, vergießfeste Blumenerde wählen. In den ersten Wochen kannst Du das Düngen sparen, wenn Du auf Blumenerde mit Langzeitdünger zurückgreifst. Etwa nach acht Wochen ist dieser aufgebraucht, dann solltest Du mit Flüssigdünger für Nachschub sorgen. Du kannst Hornweilchen mit allen beliebigen Blumen kombinieren. Günstig sind etwas höhere Blumen, damit die Hornveilchen darunter gut zur Geltung kommen. Sie entwickeln sich bald üppig. Achte daher darauf, dass Du sie nicht zu eng pflanzt.

Pflanzenprofi-Tipp

Hornveilchen sind ideale Partner zu Rosen. Wie traurig sehen oft Rosenbeete im Herbst und Frühjahr aus - das drängt zu einer Unterpflanzung, wofür sich Hornveilchen besonders gut eignen. Die Pflanzen bleiben niedrig, stören den Austrieb der Rosen nicht und werden später einfach überwachsen.

Pflanz- und Pflegetipps für Heidelbeeren

Um Kulturheidelbeeren im Garten anzubauen, muss man kein Profi sein. Hat man die richtigen Vorrausetzungen für seine Heidelbeere geschaffen, ist die Pflege der Pflanze sogar recht einfach und unkompliziert. Unsere Pflanzenprofis Raimund und Volker erklären, was man beim Pflanzen zu beachten hat, um in den nächsten Jahren mit vielen leckeren Früchten belohnt zu werden.

Saure und humose Waldböden

Heidelbeeren gehören wie Azaleen und Rhododendren zu den Moorbeetpflanzen und lieben daher saure, luftdurchlässige und humose Böden, die bisher noch nicht mit Mineraldünger oder Kalk gedüngt wurden. Auf sauren Waldböden gedeihen die Pflanzen daher ausgezeichnet. Allerdings findet man in den wenigsten Gärten solch einen Erdboden vor. „Am einfachsten ist es deshalb, wenn man die Heidelbeere in einen großen Kübel mit Rhododendron- oder Azaleenerde setzt“, rät unser Pflanzenprofi Raimund.

 

Will man die Pflanze in seinen Garten pflanzen, sollte man vorher überprüfen, ob der Boden sauer genug ist. Der pH-Wert sollte optimalerweise zwischen 4 und 5 liegen. Ist dies nicht der Fall sollte das Erdreich um die Pflanze herum großzügig gegen Azaleen-, Rhododendronerde ausgetauscht werden. Eine vorher ausgelegte Plane sorgt dafür, dass der Boden sauer und kalkarm bleibt. Damit überschüssiges Wasser abfließen kann, sollte die Plane mit einigen Löchern versehen sein. Auch Sand, Laub und Rindenhumus kann der Erde beigesetzt werden. Durch diese Maßnahmen schafft man in seinem eigenen Garten die Bedingungen eines sauren und humosen Moorbeetbodens, auf dem sich die Heidelbeeren wohlfühlen. Um den pH-Wert seines Bodens zu ermitteln, gibt es im Gartenfachhandel Schnelltests, die einem Auskunft über die Bodenbeschaffenheit geben können.

Heidelbeeren mögen es sonnig

„Doch auch wenn Heidelbeeren den Waldboden mögen – auf schattige Plätze, wie man sie im Wald häufig antrifft, können die Sträucher verzichten“, ergänzt Pflanzenprofi Volker. Heidelbeeren gedeihen deutlich besser, wenn sie an sonnigen Standorten mit genügend natürlicher Bodenfeuchte oder ausreichender Bewässerung stehen. Denn die Sonnenstrahlen fördern das Wachstum der Pflanze und sorgen auch für die saftig-aromatisch schmeckenden Früchte. Ideale Standorte können daher ein sonniger Platz im Beet oder auf einem Süd-Balkon sein. Prinzipiell gilt: Je mehr Sonne, desto mehr Vitamine finden sich in den Früchten. „Allerdings fühlen sich die Heidelbeeren bei drückender Hitze auch nicht wohl“, wendet Volker ein. Ein sonniger, luftiger Standort mit feuchtem Boden ist für die Sträucher optimal.

Wann ist der ideale Zeitpunkt?

Hat man ein sonniges Plätzchen gefunden und die passende Erde besorgt, stellt sich nur noch die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt. Die optimalen Zeiträume für Heidelbeeren wie ‚Duke‘, ‚Northcountry‘ oder ‚Bluecrop‘ sind im Frühjahr und vom Spätsommer bis zum Herbst hin. Pflanzt man die Heidelbeere im Herbst, sollte sie auf jeden Fall genügend Zeit haben, um vor dem ersten Frost anwachsen zu können. Im Frühjahr sollte die Heidelbeere nicht zu früh eingepflanzt werden, damit die Spätfröste sie nicht schwächen.

Heidelbeeren einpflanzen

Heidelbeeren sind selbstbefruchtend und können daher gut alleine stehen. Idealerweise pflanzt man jedoch gleich zwei oder drei Heidelbeeren in sein „Garten-Moorbeet“, da sich dadurch der Ertrag erhöhen kann. Wenn man verschiedene Heidelbeersorten geschickt kombiniert, kann man sich außerdem den ganzen Sommer über leckere Beeren freuen. Denn während die frühe Heidelbeere ‚Duke‘ bereits im Juni mit Früchten begeistert, sorgt die Heidelbeere ‚Bluecrop‘ bis in den September für frischen Nachschub.

 

Beim Einpflanzen der Heidelbeeren sollte man einen Pflanzenabstand von circa 100 bis 150 Zentimetern einplanen. „So hat die Pflanze genügend Platz, um sich zu entfalten“, erklärt Pflanzenprofi Volker. Soll die Pflanze in einen Kübel gesetzt werden, ist man mit einem Kübelumfang von 30 Litern oder mehr auf der sicheren Seite. Kompakte Heidelbeeren wie die ‚Northcountry‘ kommen auch mit 20-Liter-Töpfen gut zurecht. Da Heidelbeeren nicht mit trockenem Wurzelballen umgepflanzt werden sollten, kann die Pflanze vorher für einige Minuten in eine Wasserschale gestellt werden. Anschließend setzt man die Pflanze in den Kübel oder in das Gartenbeet und schüttet das Loch um die Pflanze mit Rindenmulch oder Moorbeeterde wieder zu. Der Wurzelballen darf dabei ruhig ein bis zwei Zentimeter hervorschauen. Zum Schluss bewässert man den Boden großzügig mit kalkfreiem Wasser.

Heidelbeeren gießen

Heidelbeeren mögen es tendenziell feucht. Für ein gutes Wachstum und für die Ausbildung der kleinen Blaubeeren braucht die Pflanze daher genügend Wasser. Auch wenn die Pflanze im Garten steht, muss bei schönem Sommerwetter und wenig Niederschlag zur Gießkanne gegriffen werden, denn Trockenheit bekommt der Heidelbeere nicht gut. Mit ihrem flachen Wurzelwerk können sie zudem keine Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen und sind somit auf zusätzliche Wassergaben angewiesen.
 

„Idealerweise gibt man das Wasser direkt an die Wurzeln und gießt nicht von oben über die Blätter der Pflanze“, rät Raimund. Gegossen wird, wenn die Erde bereits angetrocknet ist. Fühlt sich die Erde dagegen noch feucht an, braucht die Heidelbeere kein Wasser. Einfach mal die Fingerprobe machen – mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl für den Wasserbedarf seiner Heidelbeere! Wichtig ist dabei immer, dass das Wasser ablaufen kann, denn Staunässe mögen Heidelbeeren gar nicht.

Mit Regenwasser gießen

Da Kalk die Eisenaufnahme der Wurzeln stört, sollte man die Heidelbeerpflanzen mit möglichst kalkfreiem Wasser gießen. Gerade im Sommer benötigt die Pflanze regelmäßig Wasser. Bewässert man die Heidelbeere nun mit dem kalkhaltigen Wasser kann das dazu führen, dass sich der Kalk vermehrt im Wurzelbereich der Pflanze ablagert. „Am besten nutzt man zum Gießen einfach normales Regenwasser“, empfiehlt Pflanzenprofi Raimund, „das gefällt der Heidelbeere eigentlich immer.“

 

Dass sich zu viel Kalk im Boden befindet, lässt sich relativ schnell an einem gehemmten Wachstum und gelblich werdenden Blättern erkennen. „„Ist zu viel Kalk im Boden, kann man mit einer Torfgabe, sauer wirkendem Dünger (Ammoniumsulfat, 50 g je Pflanze breitflächig ausgebracht) oder leicht angesäuertem Gießwassser (1-2 Esslöffel Weinessig je Gießkanne) gegensteuern. In schweren Fällen hilft nur noch Umpflanzen“, sagt Volker. Generell ist das Umpflanzen allerdings nicht zu empfehlen. Je älter die Pflanze ist, desto weniger gut verträgt sie einen Umzug. Im Idealfall haben die Heidelbeeren deshalb von Anfang an einen geeigneten Standort, an dem sie sich entfalten können.

Heidelbeeren düngen

Die Halbsträucher sind relativ genügsam und müssen daher nur sparsam gedüngt werden. Unser Pflanzenprofi Volker rät dazu, die Heidelbeere einmal jährlich im Frühjahr mit Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium und Phosphor zu versorgen. „Denn nach der kalten Jahreszeit brauchen die Heidelbeeren wieder Energie, um zu wachsen und Blätter und Früchte auszubilden“, erklärt Volker. Spezieller, kalkfreier Dünger, Hornspäne oder reifer Kompost kann um die Pflanze verteilt und vorsichtig in den Boden eingearbeitet werden. Anschließend wird einmal kräftig gegossen.

 

Wer Flüssigdünger bevorzugt, kann diesen einfach ins Gießwasser der Heidelbeeren mischen und die Pflanzen für einige Tage damit bewässern. Durch die Nährstoffzugabe hat die Heidelbeere wieder genug Kraft, sich weiterzuentwickeln. Wenn die Heidelbeeren bereits auf nährstoffreicheren Böden stehen, benötigen sie jedoch kaum weitere Mineralstoffe. Wie nährstoffreich der Boden ist, kann ganz unkompliziert durch eine Bodenprobe bei der Landwirtschaftskammer oder beim lokalen Landhandel festgestellt werden.

 

Tendenziell fühlen Heidelbeeren sich auf nährstoffärmeren Böden wohl, weshalb eine Überdüngung vermieden werden sollte. Eine relativ robuste Sorte, die sogar auf sehr unterschiedlichen Standorten regelmäßig hohe Erträge liefert, ist die Kulturheidelbeersorte ‚Bluecrop‘, weshalb sie auch zu den begehrtesten Heidelbeerpflanzen gehört. 

Heidelbeerbeet mulchen

„Heidelbeeren gedeihen besonders gut, wenn man den Boden ab und an mit organischem Material wie Laub, Humus, Sägespäne oder Stroh mulcht“, empfiehlt Raimund. Die Schicht aus Mulch hat drei Vorteile: Erstens sorgt sie dafür, dass die Feuchtigkeit nicht so schnell verdunstet, zweitens hält sie den pH-Wert des Bodens niedrig und drittens hindert sie potenzielles Unkraut am Wuchern. Beim Beseitigen von bereits wachsendem Unkraut ist es wichtig, darauf zu achten, dass Heidelbeeren Flachwurzler sind. Dementsprechend sollte beim Unkraut jäten vorsichtig und flach gehakt werden, um die Wurzeln nicht zu verletzenHeidelbeeren schneiden.

Heidelbeeren schneiden

„Heidelbeersträucher müssen in den ersten Jahren nicht unbedingt geschnitten werden“, sagt Pflanzenprofi Volker. Entfernt werden nur die Triebe, die zu sehr nach innen wachsen oder die aneinander scheuern. Nach drei bis fünf Jahren können die ersten alten, zunehmend unfruchtbaren Triebe bis auf 10 cm heruntergestutzt werden, um einen kräftigen Neuaustrieb zu begünstigen. „So erhält man einen Strauch mit 5-7 älteren Ertragstrieben und 2-3 Neutrieben und kann über viele Jahre gleichmäßig hohe Ernten erzielen“, rät unser Pflanzenprofi Volker, „der ideale Zeitpunkt für den Verjüngungsschnitt ist nach den letzten kalten Frösten im Februar, kurz vor der jährlichen Frühjahrsdüngung. Wird schon im Herbst geschnitten, muss auf jeden Fall der vollständige Laubfall abgewartet werden, damit die Pflanzen in Ruhe ihre Reservestoffe einlagern können.

 

Pflegetipps Obstgehölze in Töpfen

Standort

Obstgehölze in Töpfen auf Balkon oder Terrasse zu kultivieren, ist durch kleinwüchsige Sorten wie in unserem Sortiment 'Genussgarten® Obst' schon lange kein Problem mehr. Sie überstehen mit etwas Winterschutz gut den Winter und halten sich viele Jahre lang. An einem halbschattigen bis sonnigen Standort bringen sie viele, aromatische Früchte. Die Kübel können für Obstgehölze kaum groß genug sein (mindestens 25 Liter Inhalt und 40 cm tief), denn in beengtem Wurzelraum erschöpfen sich Gehölze sehr rasch. Alle Gefäße sollten ein dauerhaft funktionsfähiges Abzugsloch im Boden besitzen. Und so geht das Befüllen: auf den Boden schüttest Du zunächst eine ca. 5-10 cm hohe Schicht aus Kies oder Tonscherben, damit später keine Staunässe entsteht. Darüber kommt die Erde. Ideal ist grobbrockige Erde mit Tonanteilen für eine dauerhaft luftige Struktur. Du kannst sie auch selber mischen aus 1/3 lehmhaltiger Blumenerde, 1/3 Sand und 1/3 Reifekompost.

Gießen und Düngen

Obstgehölze in Töpfen brauchen viel Wasser und sollten nie austrocknen, denn schon einmaliges Austrocknen gefährdet den Erfolg und lässt die Früchte rieseln. Wichtig sind daher ein geräumiger Untersetzer oder genügend Wasservorrat im Gefäß, der Durststrecken überbrücken hilft. Achte jedoch gleichzeitig auf gute Drainage, damit die Pflanzen nicht "ertrinken". Besser und sicherer als mühsames Gießen mit Kanne oder Schlauch ist eine automatische Balkonbewässerung, die Du je nach System auch an einen Wasseranschluss anschließen kannst. Sie lässt das Wasser in den Töpfen geregelt tröpfeln - jede Pflanze nimmt sich nach Bedarf, und die Gießkanne tritt nur zum Düngen in Aktion. Sorge mit organischen Langzeitdüngern für eine andauernde Nährstoffzufuhr und lockere später alljährlich den oberen Boden bis in ca. 15 cm Tiefe, damit die Nährstoffe besser ausgenommen werden können.

Pflanzen, Kultur und Winterschutz

Obstgehölze in Töpfen kannst Du an frostfreien Tagen das ganze Jahr über pflanzen. Ideal ist allerdings der zeitige Frühling, denn dann kannst Du die Blütenfarbe besser beurteilen und die Gehölze fangen gleich an, sich frisch zu bewurzeln. Vor dem Einpflanzen schneidest Du die stärkeren Wurzeln etwas zurück. Damit regst Du sie zur Bildung von neuen Faserwurzeln an. Nun setze die Bäumchen in gleicher Höhe wie zuvor im gekauften Topf ein. Festes Andrücken und gründliches Einschlämmen bringt den Erd-Wurzelkontakt zustande, der für das Anwachsen so wichtig ist. Fast alle frostbeständigen Obstgehölze in Töpfen kannst Du vor dem Winter als Schutz vor dem Durchfrieren entweder auf leerstehenden Beeten in den Boden einsenken, in mit Laub gefüllte Kisten stellen oder mit isolierenden Jutematten, Styroporplatten oder mehreren Lagen Noppenfolie einschlagen. Denn gefährdet durch Frost sind weniger die oberirdischen Pflanzenteile, sondern eher der Wurzelballen. Ganz einfach kannst Du Kübelobst an einem dunklen, frostfreien Ort (zum Beispiel einer Garage) überwintern. Wenn keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind, wandern die Pflanzen wieder ins Freie, auf jeden Fall noch vor dem Laubaustrieb.

Pflanzenprofi-Tipp

Bienen und Hummeln übertragen den Blütenstaub. Doch häufig finden Sie nicht zu den Bäumchen, vor allem wenn diese hoch oben auf Balkonen stehen. Pflanze deshalb Primeln in leuchtenden Farben, auch Bellis, Schlüsselblumen oder Hornveilchen dazu, um damit Insekten anzulocken. Die kleine Mühe macht sich durch weit besseren Ertrag bezahlt.

Pflegetipps Obstgehölze

Standort

Für die Obstgehölze aus dem Sortiment ‚Genussgarten’ ist selbst im kleinsten Garten Platz, denn sie bleiben kompakt und werden nicht so groß. Stachel- und Johannisbeeren machen – als kleine Hecken gepflanzt – sogar im Vorgarten oder als Begrenzung eines Beetes eine gute Figur. Empfehlenswert ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Denn je mehr Licht und Sonne die Früchte abbekommen, desto süßer werden sie. Alle fühlen sich besonders auf nahrhaftem, lockerem Boden wohl. Eine Ausnahme bilden Heidelbeeren. Sie benötigen einen sauren Boden. Ideal dafür eignet sich Moorbeet- oder Rho-dodendronerde.

Gießen und Düngen

Obstgehölze sind in der Regel pflegeleicht. Sie benötigen regelmäßig Wasser, das sie sich aber im Normalfall aus dem Boden ziehen können. In trockenen Perioden solltest Du regelmäßig und durchdringend gießen. Nur Heidelbeeren dürfen nicht zu trocken stehen. Hier solltest Du auf einen stets feuchten Boden achten. Sorge mit organischen Langzeitdüngern wie Hornspänen oder Kompost für eine andauernde Nährstoffzufuhr und lockere alljährlich den oberen Boden bis in ca. 15 cm Tiefe, damit die Nährstoffe besser aufgenommen werde können.

Pflanzen, Kultur & Winterschutz

Aus den Töpfen heraus können die Obstgehölze vom Frühjahr bis zum Herbst gepflanzt werden. Wähle dafür ein ausreichend großes Pflanzloch, das Du mit ein paar Gaben Hornspänen oder reifem Kompost anreichern kannst. Die Wurzelballen vor dem Pflanzen auflockern und bei Bedarf etwas einkürzen. Dann die Pflanze gerade in das Pflanzloch einsetzen, so hoch, wie sie auch im Topf vorher war. Mit Erde auffüllen, rundherum fest antreten und gut mit Wasser einschlämmen. Für Brombeeren brauchst Du ein ca. zwei Meter hohes Spalier als Halt, an dem die langen Ranken fächerförmig (bei schwachwachsenden Sorten) oder in Form von Bögen (Palmet-ten) angebunden werden. Bei letzteren bindest Du je drei Triebe einzeln rechts oder von der Pflanzstelle an. Die Obstgehölze sind winterhart. Bedecke jedoch den Boden vor dem Winter mit einer 10 cm hohen Schicht Laub, Kompost, Holzhäcksel, Tannenzweigen oder Rindenmulch. Das schützt die Wurzeln vor starkem Frost.

Schnitt

Die Früchte von Brombeeren erscheinen immer an vorjährigen Ruten, die sich im Frühjahr bilden. Kürze im Juni alle Seitentriebe daran auf ca. 10 cm zurück. Nach dem Abernten, spätestens im Februar, werden alle alten Ruten bodeneben abgeschnitten. Gleich nach der Ernte kannst Du auch Johannisbeeren und Stachelbeeren schneiden. Kürze die abgetragenen um 1/3 ein und lichte sich konkurrierende Triebe an der Basis aus. 3-4 Leitäste reichen, um die alten Äste zu ersetzen. Heidelbeeren brauchen in den ersten Jahren keinen regelmäßigen Schnitt. Erst größere Büsche kannst Du während der Winterruhe auslichten und von alten Trieben befreien.

Pflanzenprofi-Tipp

Was ist besser, Schneiden im Winter oder im Sommer? Über diese Frage können Fachleute trefflich streiten, doch die Meinungen ändern sich zugunsten des Sommerschnitts. Zwar kann man in der blattlosen Zeit die Schnittmassnahmen gut kontrol-lieren und leichter durchführen. Doch Schnittwunden verheilen in der warmen Jahreszeit schneller und bieten Pilzkrankheiten weniger Angriffsfläche

Kulturtipps für Erdbeeren

Standort

Ideal für Beet, Balkon und Terrasse sind die immertragenden Sorten ‚Toscana‘, ‚Elan‘, ‚Camara®‘, ‚Rosana®‘, Buddy oder die neue Sorte ‚Ariba®‘. In jedem Fall ist ein Standort mit voller Sonne wichtig, damit die Früchte ein intensives, süßes Aroma bekommen.
Ideal für schattige Plätze - zum Beispiel unter Bäumen oder Sträuchern - sind die Wald-Erdbeeren ‚Tubby® Red‘ und ‚Tubby® White‘. Sie bringen zwar kleinere Früchte, dafür sind sie aber hocharomatisch und schmecken sehr intensiv. Die Walderdbeeren breiten sich gerne aus, sie brauchen also einen Platz, an dem sie in Ruhe über die nächsten Jahre wachsen können.

Gießen und Düngen

Zwischen Spätsommer und Herbst bilden Erdbeeren die Blütenanlage für das folgende Jahr, daher solltest Du die Pflanzen im September mit genügend Wasser und reifem Kompost oder anderem Dünger versorgen. Eine weitere Düngung sollte im Frühjahr bei Beginn der Blüte erfolgen. Vor allem bei immertragenden Sorten ist Langzeitdünger optimal, da diese bis in den Herbst Früchte bilden und dementsprechend lange Energiebedarf haben.
Erdbeeren müssen gleichmäßig feucht gehalten werden. Die Pflanzen dürfen auf keinen Fall austrocknen.

Pflanzen und Kultur

Üblich ist im Beet die Pflanzung von zwei Reihen pro Beet mit einem Abstand von 60-70cm von Reihe zu Reihe und 25-30cm von Pflanze zu Pflanze. Die Ausläufer, die die Pflanzen bilden, solltest Du regelmäßig entfernen, um die Ernteerträge zu steigern.
Man kann dazu ca. 30 cm hohe Wälle aufschütten und die Oberfläche mit schwarzer Mulchfolie oder Anti-Unkraut-Folie bedecken. Die Ränder werden entweder mit Erde bedeckt oder mit Haken im Boden befestigt. Der Vorteil: Durch den Mulch bleiben die Früchte appetitlich sauber und die Fäulnisgefahr ist geringer. Er bedeckt außerdem den Boden, lässt kein Unkraut aufkommen und mindert die Schneckengefahr. Wer auf die Folie lieber verzichtet, sollte die Erdbeerpflanzen mit kurz gehäckseltem Stroh mulchen, damit die Früchte nicht von Grauschimmel (Botrytis) befallen werden.

Gärtner-Tipp:

Wenn Du Deine Erdbeeren im Hochbeet pflanzen möchtest, setze sie nach außen, so dass die Früchte über den Rand hängen können. Auch das schützt sie vor Fäulnis und Schnecken.

Pflegetipps Süßkartoffeln

Standort

Süßkartoffeln stammen ursprünglich aus Südamerika. Sie mögen es daher warm. Am besten gedeihen die Windengewächse bei Temperaturen von 20 Grad und mehr. Ideal ist ein sonniger, geschützter Platz in Kübeln auf dem Balkon, auf der Terrasse oder ausgepflanzt an sonniger Stelle im Hochbeet oder im Garten. Erst Ende Mai bis Anfang Juni können die frostempfindlichen Pflanzen ins Freie. Sie benötigen einen humusreichen, mit Dünger oder Kompost verbesserten, lockeren Boden oder mit Langzeitdünger angereicherte, hochwertige Pflanzerde.

Gießen und Düngen

Süßkartoffeln haben einen hohen Wasser- und Düngebedarf. Wichtig ist daher als Grundstock eine nährstoffreiche, vergießfeste Erde und eine gleichmäßige Bodenfeuchte. Regelmäßig gießen und darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. Vor allem in Töpfen und Kübeln sollte ein ausreichend großer Wasserabfluss vorhanden sein. Von April bis September etwa alle drei Wochen mit organischem Dünger düngen oder mit ausreichend Langzeitdünger vorsorgen.

Pflanzen und Pflege

Süßkartoffeln bilden große, schmackhafte Knollen unter der Erde und üppiges, dekoratives Blattwerk mit bodendeckenden Trieben über der Erde. Daher haben sie einen hohen Platzbedarf. Gib ihnen einen ausreichend großen Topf oder Kübel, indem sie sich ohne Probleme ausbreiten können. Im Beet hat sich ein Pflanzabstand von ca. 40 x 40 cm bewährt. Wie bei normalen Kartoffeln auch ist die Kultur in Dämmen mit einer Breite von 60 cm und einer Höhe von 20 cm empfehlenswert. Ab Temperaturen unter 10 Grad ist das Wachstum der frostempfindlichen Pflanzen stark eingeschränkt. Sie überstehen den Winter in unseren Breitengraden nicht. Wenn Du möchtest, kannst Du aber einige Knollen für die erneute Kultur im Frühling einlagern. Ab März/April kannst Du je eine Knolle in einen Topf mit lockerer Erde einpflanzen, angießen und an einem warmem Ort im Zimmer antreiben.

Ernten und Verwerten

Süßkartoffeln sind genauso vielfältig verwendbar wie Kartoffeln. Ob als Beilage gekocht, gedünstet, gegrillt, als Püree, als Suppe oder als Süßkartoffel-Pommes frittiert - das Trendgemüse ist äußerst lecker. Ab September sind die unregelmäßig geformten Knollen erntereif. Bis zum ersten Frost kannst Du sie ausgraben. Befreie sie von Erde und lagere sie bis zur Verwendung ähnlich wie Kartoffeln an einem trockenen, lichtarmen, nicht zu warmem aber frostfreiem Ort ein, zum Beispiel im Keller. Dort halten sich die Knollen einige Wochen lang.

Pflanzenprofi-Tipp

Süßkartoffeln wachsen sehr schnell und üppig. Kombiniere sie daher im Kübel oder Balkonkasten mit ebenso wüchsigen Pflanzen, denn schwachwüchise werden sonst schnell überwuchert. Ziehst Du die Süßkartoffeln auf dem Balkon, kannst Du die langen Ranken entweder hängen lassen oder auch an Schnüren nach oben leiten. So entsteht dann ein Sichtschutz zum Nachbarbalkon.

Pflegetipps Zucchini

Standort

Zucchini sind wärmeliebend. Sie brauchen einen warmen, windgeschützten Standort mit voller Sonne und gedeihen dann im Freiland, im Hochbeet, Gewächshaus oder auf dem Balkon. Optimal wachsen Zucchini bei 18-25 Grad C, 8 Grad C sind Mindesttemperatur. Der Boden sollte reich an Humus und Nährstoffen sein. Im Pflanzkübel auf dem Balkon ist durchlässige Kompost- oder Blumenerde ideal. Zucchini sind sehr wüchsig und entwickeln Triebe mit viel Blattmasse. Plane daher ausreichend Platz für sie ein.

Gießen und Düngen

Zucchini brauchen vor allem während der Fruchtentwicklung viel Wasser. Dann solltest Du vor allem bei Topfkultur täglich gießen. Staunässe mögen die Pflanzen allerdings nicht. Achte bei Töpfen und Kübeln auf entsprechende Abzugslöcher im Boden. Der Nährstoffbedarf der Pflanzen ist groß. Organische Naturdünger oder verrotteter Mist sind den Pflanzen eine gute Nährstoffquelle. Ansonsten sind vor allem während der Reife regelmäßige Düngegaben mit flüssigem Gemüsedünger zu empfehlen.

Kultur

Zucchini lassen sich unkompliziert in Töpfen anziehen. Mitte bis Ende Mai dürfen die Jungpflanzen ins Freie gesetzt werden. Da die Pflanzen recht groß werden, plane einen Abstand von mindestens 80 x 80 cm ein. Günstig ist das Mulchen der Beete 1-2 Wochen nach der Pflanzung. Zucchini werden gern von Schnecken gefressen. Mit Schneckenzäunen, Bierfallen oder Schneckenkorn kannst Du sie vor den Schädlingen schützen. 

Ernten und Verwerten

Zucchini zählen zu den ertragreichsten Gemüsen. Ihre Früchte können je nach Sorte bis zu 70 cm Länge erreichen. Das bringt viel Masse, viel Ballaststoffe und gleichzeitig wenig Kalorien. Kenner allerdings ernten sie nur im jungen Zustand bis ca. 20 cm Länge. Dann sind die Früchte noch zart, fest und schmackhaft, gerade richtig für Rohkostsalate, zum Dünsten und Schmoren. Die Ernte kann im Juni/Juli beginnen und hält über viele Wochen bis zum Frost an. Durch regelmäßiges Ernten wird der Ertrag nicht gesenkt - im Gegenteil, die Pflanze produziert unermüdlich wieder nach. Lass die langen Früchte nicht ganz auswachsen, sonst stellen die Pflanzen den Nachwuchs ein und weitere Ansätze bleiben aus. Optimal ist eine Länge von 20-25 cm. Junge Früchte kannst Du im Kühlschrank bis zu zwei Wochen lagern.  

Pflanzenprofi-Tipp

Zucchini gedeihen prima im Hochbeet. Es wärmt sich schnell auf, erhält viel Licht und liefert den Pflanzen ideale Wachstumsbedingungen. Setze die Zucchinipflanzen an den Rand, dann können sie einen Teil ihrer Blattmasse über den Rand hinweg entwickeln und benötigen nicht ganz so viel Platz.

Pflegetipps Ziergräser

Standort

Gräser sind anspruchslos. Sie bevorzugen einen sandigen, humosen Boden. Im schattigen Garten fühlen sich viele Gräser wohl, z. B. die immergrüne Segge (Carex morrowii) 'Icedance', die Segge 'Rekohu Sunrise' (Carex trifida) oder die Buntsegge 'Evergold' (Carex hachijoensis). Auch der Lilienrasen 'Ingwersen' (Liriope muscari) mit herrlich blauen Blüten im Herbst und das Wald-Flattergras (Millium effusum) kommen mit Schatten gut zurecht. Sie werden mit schwierigen Bedingungen fertig und überstehen un-beschadet auch Trockenperioden. In Verbindung mit Rhododendron und Azaleen, mit blü-henden Sträuchern am Gehölzrand oder Schattenstauden gedeihen sie gut. Sonne vertragen dagegen zum Beispiel das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroi-des) wie 'Little Bunny' oder 'Rubrum', Chinaschilf (Miscanthus) wie 'Zebrinus' oder 'Navajo', Blauschwingel 'Eisvogel' (Festuca cinerea) und Federgras 'Ponytails' (Stipa tenuissima). Ziergräser sind ideal zum Bepflanzen von Schalen und Kübeln, zum Gestalten von pflegeleichten Vorgärten, Steingärten, Kiesgärten oder Flächen in Heidegärten.

Gießen und Düngen

Die Ansprüche von Gräsern sind sehr gering. Sie brauchen nur wenig Düngung im Früh-jahr vor dem Austrieb. Ansonsten bekommt ihnen ein durchlässiger Boden und eine Ab-deckung mit humushaltigem Material wie Rindenhumus, Torf, Kompost und zersetztem Laub. Gieße Gräser sparsam, denn Nässe vertragen sie nicht. Lass sie aber auch nicht aus-trocknen.

Pflanzen und Kultur

Vor dem Pflanzen der Gräser solltest Du die Ballen lockern oder aufreissen, damit sich neue Wurzeln bilden. Anschließend gründlich wässern. Pflanzt Du sie in Schalen und Töpfe, achte auf ein ausreichend großes Abzugsloch im Boden für überschüssiges Wasser. Viele Gräser wie das rote Lampenputzergras 'Rubrum' oder 'Fireworks' oder die Rutenhirse 'Hänse Hermes' (Panicum virgatum) sind nur einjährig und vertragen keine starken Fröste. Sie müssen jedes Jahr erneut gepflanzt werden. Winterharte Gräser wie Chinaschilf (Miscanthus), die Seggen, das Alanggras 'Red Baron' oder Federgras benötigen einen Rückschnitt der vorjährigen Triebe. Mit dem Rückschnitt wartest Du jedoch am besten bis zum Ende des Winters. So verhinderst Du Schäden durch Spätfröste. Ohnehin präsentieren sich die meisten Gräser sehr vorteilhaft, wenn sie nach dem Ausklingen der golden-rötlichen Herbsttöne filigran mit Raureif überhaucht oder malerisch mit Schnee bedeckt sind.

Pflanzenprofi-Tipp

Gräser bieten im Winter ein perfektes Winterquartier für Nützlinge wie Florfliegen, Bienen und andere Insekten. Die Samenstände sind zudem Nahrung für überwinternde Sing- und Ziervögel. Willst Du der Natur etwas Gutes tun, dann belasse die Gräser den Winter über und schneide sie erst im zeitigen Frühjahr bis dicht über den Boden ab.

Pflanztipps: Pflanzen von Stauden

Pflanzenauswahl

Stauden sind Pflanzen, die mehrjährig sind, also in unseren Witterungsverhältnissen überwintern können und jedes Jahr im Frühjahr wieder neu austreiben. Dazu gehören zum Beispiel unsere „Stauden-Stars“ Sonnenhut (Echinacea), Edelweiß, Herbstanemonen, Fetthenne (Sedum), Christrosen (Helleborus) oder Purpurglöckchen (Heuchera).

Pflanz-Zeitpunkt

Idealer Pflanzzeitpunkt für Stauden ist im Frühjahr oder im Herbst. Dann finden die Wurzeln beste Bedingungen, um zu wachsen und die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen. Aber auch im Sommer können blühende Stauden aus Töpfen, sogenannte Container-Stauden, gepflanzt werden.

Pflanzung

Damit das Anwachsen auch mitten im Sommer gelingt, gibt es einiges zu beachten:

1. Tauche oder Giesse die Ballen vorher gründlich. Durch Massieren der Containerwände löst sich der Ballen.
2. Lockere verfilzte Ballen auf oder schneide sie mit dem Messer leicht an. Das fördert die Bildung neuer Wurzeln.
3. Das Pflanzloch sollte doppelt so groß und ähnlich tief wie der Ballen sein. Fülle nährstoffreiche Blumenerde ein. Anschließend gut andrücken oder antreten.
4. In der Lücke hat die Containerstaude nach allen Seiten Platz. Gründlich einschlämmen, damit inniger Bodenkontakt entsteht.

Pflege Stauden

Da Stauden jedes Jahr wieder kommen, sind sie recht pflegeleicht. Im zeitigen Frühjahr vor dem ersten Austrieb solltest Du sie mit organischem Dünger wie Hornspänen oder einer Gabe Kompost, oder mit mineralischem Volldünger wie Blaukorn einmal düngen. Arbeite diesen dann mit einer Harke leicht in den Boden ein. Im Spätherbst schneidest Du die Triebe von Blühstauden wie Sonnenhut, Herbstanemonen oder Fetthenne bis kurz über dem Boden ab. Purpurglöckchen behalten das ganze Jahr ihr Laub, Christrosen dagegen ziehen im Sommer ein und erscheinen zum Winter hin mit neuen Blättern und Blüten. Etwa alle 4-5 Jahre sollten Stauden geteilt und damit verjüngt werden, sonst verkahlen sie und verlieren ihre Blühfreudigkeit. Ideal dafür ist das Frühjahr.

Pflanztipps: Pflanzen in Gefäßen

Gefäße

Bei der Auswahl kannst Du Deinen Geschmack walten lassen. Allerdings sollten die Gefäße pflanzenfreundlich, haltbar und leicht sein, außerdem widerstandsfähig gegen die Witterung, die ständigen Wassergaben und Düngesalze. Wähle die Töpfe groß genug, so dass der ganze Erdballen der Pflanze reinpasst, möglichst noch mit etwas Spielraum drum herum, damit sich die Wurzeln der Pflanzen in der frischen Erde weiter ausbreiten können. Die Kästen und Gefäße solltest Du vor dem Bepflanzen auf ungehinderten Wasserablauf kontrollieren: sind Löcher vorhanden und wenn ja, sind sie frei? Bei neuen Gefäßen müssen sie manchmal erst durchgestoßen werden.

Erde

Wichtigste Voraussetzung für einen guten Start ist frische, strukturfeste, nährstoffreiche Erde. Beim Bepflanzen von Kästen und Gefäßen solltest Du daher jedes Jahr neues Substrat einfüllen und das alte auf dem Komposthaufen oder in der Biotonne entsorgen. Normale Blumenerde mit wurzelschonendem Langzeitdünger ist für die meisten Pflanzen ideal. Allerdings gibt es immer mehr Spezialerden: Azaleenerde, Rhododendronerde, Erde für die Dauerbepflanzung etc. Am besten erkundigst Du Dich im Fachhandel, welche Erde für Deine Pflanzenauswahl die Beste ist. Empfehlenswert sind Erden mit Zusatz von Tonbestandteilen. Viele Pflanzen mögen das - außerdem verbessert es die Struktur.

Bepflanzung

Der freie Ablauf im Gefäß ist ganz wichtig, sonst verfaulen die Pflanzen schon nach dem ersten Dauerregen. Damit der Abfluss nicht durch Erde verstopft, solltest Du die Abflusslöcher vor dem Bepflanzen durch Tonscherben oder eine Kiesschicht abdecken. Fülle dann das Gefäß zunächst zu 3/4 mit Erde. Achte auch auf genügend Düngervorrat. Diesen kannst Du bei Bedarf jetzt noch einmischen (zum Beispiel kugelförmigen Langzeitdünger). Die Pflanzen aus den Töpfen nehmen und verfilzte Wurzelballen leicht aufreißen, das regt das Wachstum an. Die Ballen dann locker in die Erde einsetzen, andrücken und fehlende Erde so weit ergänzen, bis Du nach dem Andrücken der Erde noch einen Gießrand von 2-3 cm Höhe bis zum Gefäßrand hast. Das Gefäß dann an seinen Platz stellen oder aufhängen und zum Schluss kräftig und durchdringend angießen. Achtung: Gefäße trocknen schnell aus! Du solltest also regelmäßig gießen und mit Flüssig- oder Langzeitdünger für stetigen Nährstoffnachschub sorgen.

Pflanzenwahl

Grundsätzlich kann jede Pflanze in einen Topf oder Kübel gepflanzt werden. Möchtest Du eine Kombination von mehreren (zum Beispiel üppig blühende Sommerblumen) pflanzen, solltest Du zunächst die Leitpflanzen wie z.B. Geranien einsetzen, danach das Beiwerk wie Australisches Gänseblümchen (Brachyscome) 'Balou' oder hängende Süßkartoffeln (Ipomoea) 'Sweet Georgia' - so füllt sich das Gefäß. Gefälliger wirkt eine Pflanzung, wenn sie nicht im exakten Muster vorgenommen wird, sondern auf Lücke versetzt, um den Platz besser auszunutzen.

Pflanztipps: Pflanzen von Kräutern

Standort

Kräuter sind sehr robust und wachsen fast überall. Wichtig ist ein sonniger Standort, damit sie ihr Aroma voll entfalten. Außerdem ist ein Standort zu empfehlen, der nahe an der Küche liegt, damit Du bei Bedarf nicht so weit laufen musst.
Du kannst Kräuter in Töpfe oder Kästen auf der Fensterbank oder dem Balkon pflanzen, in ein Kräuterbeet im Garten, in einen Kräuterturm auf der Terrasse, dem Balkon oder in Hochbeete. Beliebt sind auch aus Steinen gebaute Kräuterrondelle - allerdings brauchst Du dafür etwas Platz. Als Gefäße eignen sich schöne Schalen, außerdem Balkonkästen aus Keramik oder Terrakotta. Kunststoff ist kein natürlicher Werkstoff, dafür aber leicht und frostbeständig. Besonders gut zu Kräutern passen Körbe und Gefäße aus Weiden. Wichtig: Abflusslöcher zur Verhinderung von Staunässe müssen sein.

Erde

Kräuter brauchen wenig Dünger. Zum Pflanzen ist daher spezielle Kräutererde ideal. Du kannst aber auch normale Erde "1-zu-1" mit Anzuchtsubstrat vermischen und so aufbessern.

Pflanzung

1. Nimm die Pflanzen vorsichtig aus dem Topf. Sind die Wurzeln schon fest darin verwachsen, kannst Du sie von außen am Boden lösen und dann die Pflanze am Strunk herausziehen.
2. Lockere zunächst verfilzte Ballen etwas auf und schneide die Wurzeln mit dem Messer leicht ein. Dann bilden sich bald neue Wurzeln und die Pflanzen wachsen besser an.
3. Setze sie nun ins neue Gefäß und fülle die Seiten mit Erde an. Drücke die Erde anschließend leicht an.
4. Nach dem Pflanzen gründlich angießen und nicht austrocknen lassen. Danach darf fleißig geerntet werden.

Was ist Veredeltes Gemüse?

Die Ernte veredeln

Die Erntezeit ist für Hobbygärtner der Höhepunkt der Gartensaison. Die Mühe und Liebe, die man in seine Pflanzen gesteckt hat, wird endlich belohnt und man hat die Früchte seiner Arbeit direkt vor Augen. Ein tolles Gefühl! Doch leider läuft es nicht immer wie geplant. Jeder Gartenfreund hat es schon erlebt: trotz aller Sorgfalt, trotz allem Sachverstand, den man eingesetzt hat, fällt die lange erwartete Ernte der Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen oder Kräuter spärlich aus. Da ist der Frust natürlich groß. Doch es gibt ein Verfahren, mit dem man solche Enttäuschungen vermeiden kann – die Pflanzenveredelung.

Dem Gemüse Superkräfte verleihen

Bei Profi-Gärtnern ist es bereits gängige Praxis, Pflanzen zu veredeln. Verständlicherweise wollen aber auch immer mehr Hobbygärtner von den Vorteilen der Veredelung profitieren, denn diese sind beeindruckend. Sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland gedeihen veredelte Pflanzen schneller und besser. Dabei sind sie auf natürliche Weise vor Nematoden – kleinen Fadenwürmern, die an den Wurzeln saugen – und anderen Krankheiten geschützt. Sie können länger geerntet werden und die Pflanzen haben eine schönere Frucht- und Blattqualität. Zudem fallen die Erträge erheblich höher aus und es kann länger geerntet werden. Die Wuchskraft reicht aus, um zwei oder sogar drei Triebe mit enorm vielen Früchten zu ernähren. Klingt nach Zauberei? Ist aber reine Gärtnerexpertise! 

Was passiert beim Veredeln?

Aus zwei mach eins – das ist das Prinzip der Pflanzenveredelung. Man nimmt eine Pflanze mit besonders tollen Früchten und kombiniert sie mit einer Pflanze, die besonders gut wächst und resistent gegen Krankheiten ist. Diese Kombination erfolgt keineswegs im Genlabor. Die jungen Pflanzen werden am Stängel eingeschnitten und zusammengefügt. Anschließend wachsen sie zusammen. Von der kräftigen, resistenten Pflanze wird die untere Hälfte mit der Wurzel verwendet. Sie bildet die sogenannte „Unterlage“ und dient der oberen Pflanze, die die Früchte bilden soll, als Wachstumsmotor. Was sich erst einmal einfach anhört, erfordert in der Praxis aber sehr viel Erfahrung und Geduld. Wer diese Arbeit lieber den Experten überlassen will, kann natürlich auf bereits veredelte Gemüsepflanzen aus dem Gartencenter setzen.

Die Qual der Wahl beim veredelten Gemüse

Im Volmary-Sortiment ist die Auswahl an veredelten Gemüsesorten groß. Vor allem bei Tomaten haben Sie die Qual der Wahl. Die italienische Fleischtomate 'Belriccio' entwickelt viele große Früchte mit tollem Aroma. Dabei kann eine einzelne Tomate bis zu 200g wiegen. Noch größere Früchte hat die 'Buffalosteak'-Tomate zu bieten, die besonders gut für Hamburger verwendet werden kann. Vergessen Sie also nicht die Pflanzen-Stütze! Aber auch kleinere Cherrytomaten, wie die 'Solena® Sweet Red', laufen durch die Veredelung zur Höchstform auf.
Die veredelte Paprikasorte 'Bontempi' ist nicht nur gegen Krankheiten resistent, sondern auch vergleichsweise kältetolerant und kann sogar ins Beet gepflanzt werden. Die Früchte des Jumbo-Paprika 'Maribel' werden riesig und eignen sich daher sehr gut zum Füllen mit Reis oder Hackfleisch.
Für manche Hobbygärtner ergeben sich durch veredelte Pflanzen ganz neue Möglichkeiten. Wer bisher beim Anbau von schwer aufziehbaren Sorten wie Melonen oder Gurken wenig Erfolg hatte, sollte sein Glück noch einmal mit veredelten Sorten versuchen. Die Mini-Wassermelone 'Mini Love' verspricht leckere, süße Früchte von bis zu 3,5kg. Auch mit den Schlangengurken 'Sudica' und 'Dominica' werden Sie neue Maßstäbe beim Gurkenanabau setzen.

Beim Gemüseanbau nichts dem Zufall überlassen

Die große Beliebtheit des veredelten Gemüses bei Hobbygärtner kommt nicht von ungefähr. Kräftiges Wachstum, weniger Krankheiten und sichere, reichhaltige Ernten – mit veredelten Pflanzen überlässt man beim Gemüseanbau nichts dem Zufall. Und damit es sicher gelingt, noch ein wichtiger Tipp: unten am Stängel finden Sie eine verdickte Stelle. An dieser sogenannten Veredelungsstelle sind die beiden ursprünglichen Pflanzen zusammengewachsen. Achten Sie beim Einpflanzen darauf, dass diese über der Erdoberfläche bleibt. Nur so ist die starke Resistenz Krankheiten und Schädlinge gesichert.

Pflegetipps Schneerosen

Standort

Schneerosen  sind Winterblüher und blühen bis in den Frühling. Sie eignen sich für winterliche Bepflanzungen von Schalen und Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon, aber auch zum Auspflanzen in den Garten. Im Garten bevorzugen sie kalkhaltigen, lehmigen Boden und einen halbschattigen bis schattigen Standort, zum Beispiel unter laubabwerfenden Gehölzen. Für die Bepflanzung von Schalen und Töpfen ist strukturfeste, humose Blumenerde mit Langzeitdünger ideal.

Gießen und Düngen

Die Pflanzen sind anspruchslos und brauchen kaum Pflege. In der ersten Zeit nach dem Pflanzen solltest Du regelmäßig gießen, bis sie richtig angewachsen sind. Außerdem bei starker Trockenheit. Gedüngt wird am besten mit organischem Dünger  wie Hornspänen oder Kompost. Hier reicht eine Gabe mit Beginn der Blüte und ein weiteres Mal im August.

Schneerosen  in Töpfen reicht eine nährstoffreiche Pflanzerde mit Langzeitdünger. Sie brauchen regelmäßig Wasser. Achte aber auf ein Abzugsloch in den Gefäßen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Sonst fangen die Wurzeln an zu faulen.

Pflanzen und Kultur

Schneerosen kannst Du an frostfreien Tagen und frostfreiem Boden den ganzen Winter über pflanzen. Vorgetriebene Pflanzen aus dem Gewächshaus solltest Du allerdings erst ein paar Tage ins Freie stellen und abhärten. Dann passen sie sich den für sie normalen Bedingungen an und überstehen bald auch harte Fröste.

Vor dem Pflanzen solltest Du den Wurzelballen der Schneerosen  etwas aufbrechen. Das regt das Wurzelwachstum an. Schneerosen  entwickeln tiefe Wurzeln. Für das Bepflanzen in Schalen und Töpfen wähle daher einen entsprechend hohen und großen Topf. 

Als idealer Pflanzabstand bei Schneerosen  im Beet haben sich 30 cm bewährt. 

Schneide gelegentlich verwelkte Blätter und Blüten aus.

 Gärtner-Tipp:

Abgeblühte Schneerosen  aus winterlichen Töpfen und Schalen kannst Du anschließend in den Garten auspflanzen. Dort entwickeln sie sich über die Jahre zu prächtigen Horsten.

Pflanztipp: Himbeeren im Topf

Grundsätzlich lässt sich eigentlich jede Himbeersorte im Topf anbauen. Wichtig ist, dass das Pflanzgefäß groß genug ist. Viele Himbeersorten erreichen eine Größe von ca. 180 cm und benötigen daher eine Rankhilfe, damit die Triebe nicht umkippen oder sogar abbrechen. Bei Sorten wie ‘Erika‘, ‘Tadmore‘ oder der Früh-Himbeere ‘Cascade Delight‘ solltest Du die Ruten deshalb nach und nach in der Höhe von 50cm, 100cm und 150cm an der Rankhilfe festbinden, damit sie nicht knicken. Beim Rückschnitt solltest Du dringend darauf achten, ob sie am einjährigen oder zweijährigen Holz die Früchte tragen, wie oben beschrieben.

 

Beim Pflanzen von Himbeeren in Töpfen oder Kübeln solltest Du darauf achten, dass die Pflanzgefäße die passende Größe haben. Mit einem Volumen von 20 oder 30 Litern bist Du auf der sicheren Seite. Sehr wichtig ist ein guter Wasserabfluss, denn Staunässe mögen Himbeerpflanzen überhaupt nicht. Stelle also sicher, dass Dein Topf unten mehrere Löcher hat und diese nicht verstopfen. Du kannst zum Beispiel eine Drainage-Schicht aus Kies, Tonscherben oder Blähton auf den Topfboden geben. Als Erde ist Gartenerde oder gute Blumenerde zu empfehlen. Am besten mischt Du dieser etwas reifen Kompost und Langzeitdünger bei. Brich vor dem Pflanzen den Wurzelballen etwas auf und drücke die Pflanze im Topf gut an. Anschließend ordentlich angießen und in den ersten ein bis zwei Wochen täglich gut bewässern, damit die Pflanze anwachsen kann. Am wohlsten fühlt sich Deine Topf-Himbeere an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.

 

Ein wenig leichter gestaltet sich der Anbau im Topf mit der Topf-Himbeere ‘Ruby Beauty®‘: Als weltweit erste kompakt wachsende Himbeere ist sie perfekt für den Anbau im Topf auf Balkon und Terrasse geeignet.

Pflanztipps: 'Ruby Beauty®' im Topf

Grundsätzlich lässt sich eigentlich jede Himbeersorte im Topf anbauen. Wichtig ist, dass das Pflanzgefäß groß genug ist. Viele Himbeersorten erreichen eine Größe von ca. 180 cm und benötigen daher eine Rankhilfe, damit die Triebe nicht umkippen oder sogar abbrechen. Anders ist das bei der Topf-Himbeere ‘Ruby Beauty®‘. Diese Sorte ist perfekt für den Anbau im Topf auf Balkon und Terrasse geeignet, denn sie ist die weltweit erste kompakt wachsende Himbeere. ‘Ruby Beauty®‘ wächst buschig und wird dabei nicht höher als 80 bis 100 cm. Die perfekte Himbeere also fürs Urban Gardening.

Topf-Himbeere ‘Ruby Beauty®‘ – Die ideale Pflanze für Kinder

Die Ernte ist bei der Topf-Himbeere ‘Ruby Beauty®‘ genauso beeindruckend wie bei ihren großen Verwandten. Aufgrund der langen Vorkultur der Pflanzen beginnt die Ernte schon im ersten Standjahr. Schon ab Juni bilden sich dann die zuckersüßen, aromatischen Früchte. Die Erntezeit erstreckt sich über den ganzen Sommer. Vor allem Kinder können sich so immer wieder über gesunde Himbeeren zum Naschen freuen. Bei der geringen Wuchshöhe bleiben die Früchte auch für die Kleinen immer erreichbar. Zudem sind die Ruten dornenlos, es besteht also keine Pieks-Gefahr beim Pflücken.

Bienenfreundliche Himbeerblüten

Mit ihrem buschigen Wuchs ist ‘Ruby Beauty®‘ zudem auch optisch ein Highlight auf Balkon und Terrasse. Die hübschen, weißen Blüten zeigen sich schon ab April und haben nicht nur uns, sondern auch Bienen, Hummeln und Schmetterlingen einiges zu bieten. Himbeeren sind nämlich sehr bienenfreundliche Pflanzen. Mit ihrer besonders frühen Blüte liefert ‘Ruby Beauty®‘ den Bienen schon im Frühjahr Nektar, wenn das Nahrungsangebot noch relativ gering ist.

Himbeere ‘Ruby Beauty‘ im Topf pflanzen

Beim Pflanzen von Himbeeren in Töpfen oder Kübeln solltest Du darauf achten, dass die Pflanzgefäße die passende Größe haben. Mit einem Volumen von 20 Litern oder mehr bist Du auf der sicheren Seite. Sehr wichtig ist ein guter Wasserabfluss, denn Staunässe mögen Himbeerpflanzen überhaupt nicht. Stelle also sicher, dass Dein Topf unten mehrere Löcher hat und diese nicht verstopfen. Du kannst zum Beispiel eine Drainage-Schicht aus Kies, Tonscherben oder Blähton auf den Topfboden geben. Als Erde ist Gartenerde oder gute Blumenerde zu empfehlen. Am besten mischt Du dieser etwas reifen Kompost und Langzeitdünger bei. Brich vor dem Pflanzen den Wurzelballen etwas auf und drücke die Pflanze im Topf gut an. Anschließend ordentlich angießen und in den ersten ein bis zwei Wochen täglich gut bewässern, damit die Pflanze anwachsen kann. Am wohlsten fühlt sich Deine Topf-Himbeere an einem sonnigen bis halbschattigen Standort.

Himbeeren im Hochbeet pflanzen

Wenn Du Himbeerpflanzen im Hochbeet pflanzen möchtest, wird es schwierig: Höhe des Hochbeets + Höhe der Pflanzen = Früchte in über zwei Metern Höhe. Auch hier ist die Himbeersorte ‘Ruby Beauty®‘ eine gute Lösung. Die Triebe hängen zur Erntezeit leicht über und können so über den Rand des Hochbeets ranken. „Topf-Himbeere“ bedeutet natürlich nicht, dass sie ausschließlich im Topf angebaut werden kann. Natürlich kannst Du sie auch im Garten pflanzen. Neben dem Hochbeet macht ‘Ruby Beauty®‘ auch im Staudenbeet eine gute Figur!

Topf-Himbeere ‘Ruby Beauty®‘ pflegen und schneiden

Die Erde sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, ganz besonders vom Beginn der Blüte bis zur Ernte. Achte darauf, dass Deine Himbeerpflanze nie ganz austrocknet, denn das bekommt ihr gar nicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Himbeersorten, die ihre Früchte am einjährigen Holz tragen, trägt die ‘Ruby Beauty®‘ Himbeere am zweijährigen Holz. Nach der Ernte darfst Du die Pflanze also nicht ganz herunterschneiden, wie man es von Herbst-Himbeeren kennt. Schneide nur die verholzten, fruchttragenden Triebe kurz über dem Boden ab. Entferne aber auf keinen Fall die neuen, grünen Triebe aus diesem Jahr, denn sie tragen im nächsten Jahr die neuen Früchte.

Topf-Himbeere ‘Ruby Beauty®‘ überwintern

Eine Überwinterung der ‘Ruby Beauty®‘ ist kein Problem, egal ob im Topf oder im Beet. Du kannst sie einfach draußen stehen lassen. Wenn Du ganz sichergehen willst, kannst Du den Topf an eine Hauswand stellen und mit etwas Laub oder Vlies abdecken. Vergiss aber in den frostfreien Zeiten das Gießen nicht!

Mini-Wassermelonen anbauen, pflegen und ernten

Frisch, fruchtig und herrlich süß – Wassermelonen gehören zu den beliebtesten Sommerfrüchten. Zwar werden die Melonen vorrangig in tropischen und subtropischen Gegenden angebaut, viele Sorten wie die Wassermelone ‚Mini Love‘ können jedoch auch in heimischen Gärten gepflanzt werden. Wie das geht, erklärt unser Pflanzenexperte Raimund

 

Wassermelonen haben eine lange Tradition in der Geschichte der Menschheit. Die wilden Formen existierten bereits seit tausenden von Jahren und stammen ursprünglich aus Afrika. Vermutlich um 2000 vor Christus scheinen dann in asiatischen und afrikanischen Gebieten auch kultivierte Wassermelonen verzehrt worden zu sein, die sich rasch größerer Beliebtheit erfreuten. Gerade in trockenen Regionen in Afrika galt die süße Frucht als wichtige Wasserquelle. Rund 1000 Jahre später wurden Wassermelonen auch in China und Südrussland angebaut und mittlerweile gilt die Volkrepublik China als größter Prozent der süßen Frucht.

 

Interessanterweise handelt es sich bei einer Wassermelone aus botanischer Sicht nicht um Obst. Ebenso wie die Zuckermelone gehört die Wassermelone zu der Familie der Kürbisgewächse und zählt als einjährige Pflanze zum Fruchtgemüse. Doch während die Zuckermelone (Cucumis melo) der Gattung der Gurken angehört, stammt die Wassermelone (Citrullus lanatus) aus der Gattung der Citrullus. Die Zuckermelone ist damit enger mit der beliebten Salatgurke verwand als mit der Wassermelone.

 

Verschiedene Typen von Wassermelonen

Wassermelonen können in verschiedene Typen unterteilt werden. Die zwei Haupttypen sind ‚Sugar Baby‘ und ‚Crimson Sweet‘. Während sich der Wassermelonen-Typ ‚Crimson Sweet‘ optisch durch eine gestreifte Schale und eine ovale Form auszeichnet, ist die Schale des ‚Sugar Baby‘-Typs rein grün und die Form eher rundlich.

Mini-Wassermelonen – Sugar Baby ‚Fabiola‘ und Crimsen Sweet ‚Mini Love‘

 

 

Auch wenn die Wassermelone in Deutschland nicht auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken kann, findet die leckere Frucht besonders im Sommer großen Anklang. Gerade Mini-Wassermelonen sind in Deutschland immer begehrter: Sie sind kleiner und leichter als ihre großen Kameraden und lassen sich so besser transportieren, im Kühlschrank lagern und schneller verzehren – was ein wichtiger Faktor ist, da die Wassermelonen frisch am besten schmecken und eine lange Lagerzeit ihrem Aroma nicht unbedingt zuträglich ist.

 

 

Mini-Wassermelonen für den eigenen Anbau

Um in den Genuss frisch geernteter Melonen zu kommen, kann man mittlerweile auch Wassermelonen im heimischen Garten anbauen. Zwar mögen die Pflanzen warme Temperaturen, weshalb sie vor allem in wärmeren Regionen kultiviert werden, sie können jedoch auch in Deutschland angebaut werden. So lässt sich beispielsweise die Mini-Wassermelone ‚Mini-Love‘ hervorragend im eigenen Garten, auf dem Balkon und natürlich auch im Gewächshaus pflanzen.

 

 

Der Standort: warm und sonnig

„Wichtig ist, dass die Wassermelone an einem warmen, sonnigen und geschützten Ort steht“, erklärt Raimund. Die Mini-Wassermelone ‚Mini Love‘ kann sowohl im Gewächshaus, im Gartenbeet als auch in einem größeren Kübel auf dem Balkon gepflanzt werden. Auch im Hochbeet macht die Wassermelone mit ihren langen Trieben eine schöne Figur.

Rankende Melonenpflanze ‚Mini-Love‘

 

 

Freiraum für die Melone

Die Wassermelone ist eine eher kriechend und ausufernd wachsende Pflanze, die aufgrund ihres rankenden Wuchses relativ viel Platz benötigt. „Rund einen Quadratmeter kann man pro Pflanze rechnen“, schätzt unser Pflanzenexperte Raimund. Deshalb sollte die Pflanze links und rechts genügend Raum bekommen, damit sie sich mit ihren langen Trieben frei entfalten und ausbreiten kann.

 

 

Wann kann man seine Melone pflanzen?

Der optimale Zeitpunkt, um Melonen zu pflanzen, ist nach den Eisheiligen, denn Melonen sind ausgesprochen frostempfindlich. Lediglich im Gewächshaus ist der Anbau bereits im April möglich. Melonenpflanzen können ausgesät oder als Jungpflanzen gekauft werden. Der Vorteil bei Jungpflanzen ist, dass diese meist auf der Unterlage von Kürbissen veredelt wurden und somit robuster und weniger anfällig für Wurzelerkrankungen sind. Zu den veredelten Wassermelonen gehört die Mini-Wassermelone ‚Mini Love‘, die aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und ihrer kleinen, süßen Früchte äußerst beliebt ist.

 
 

Nährstoffe für die Mini-Melone

Wassermelonen wie die Mini-Wassermelone ‚Mini Love‘ bevorzugen einen lockeren und humosen Boden. Zudem ist es hilfreich, die Melonen gleich zu Beginn mit Nährstoffen zu versorgen. Vor dem Einpflanzen der Jungpflanze sollte daher organischer Langzeitdünger in die Erde eingearbeitet werden und auch während der Blüte kann man die Pflanze zusätzlich im zweiwöchentlichen Rhythmus mit organischem Dünger unterstützen.

Blüten der Mini-Wassermelone ‚Mini Love‘ – bei Bienen sehr begehrt

 

 

Wassermelonen brauchen Wasser

„Wassermelonen brauchen relativ viel Wasser, um gut zu gedeihen“, weiß unser Pflanzenexperte Raimund. Bei heißen Temperaturen im Sommer sollte man auf jeden Fall regelmäßig nachschauen, ob die Erde schon trocken ist. Denn wenn sich der Boden bereits trocken anfühlt, gießt man am besten gleich Wasser nach. Wenn er jedoch noch feucht ist, braucht die Pflanze kein Wasser. Gerade im Topf muss regelmäßig nachgeschenkt werden, da die Melonenpflanze hier kein Wasser aus dem Boden ziehen kann. „Irgendwann bekommt man aber auch ein Gefühl dafür, wie viel Wasser seine Melone braucht“, beruhigt Raimund, „man sollte lediglich beachten, dass die Melonenpflanzen immer von unten, direkt an die Wurzeln, begossen werden sollten.“ Wasser auf den Blättern kann zu Pilzerkrankungen führen. Die optimalen Zeitpunkte zum Gießen sind der frühe Vormittag und der Abend, wenn die Sonne nicht so stark scheint.

 

 

Blütezeit – männliche und weibliche Blüten

Nach einiger Weile bekommt die Wassermelonenpflanze ihre schönen gelben Blüten. Dabei hat eine Melonenpflanze immer männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten erscheinen vor den weiblichen Blüten. Da sie beide gelb sind, erkennt man den Unterschied meist nur daran, dass sich an der weiblichen Blüte ein kleiner, runder Fruchtknoten befindet, der sich im Laufe der Zeit zu einer leckeren Melone entwickelt. Die männlichen Blüten dienen dagegen der Bestäubung und fallen nach einiger Zeit einfach ab. Die weiblichen Blüten sitzen zudem an den Triebspitzen, weshalb man die Triebspitzen auf keinen Fall abschneiden sollte! Vom „Melonen entspitzen“ rät der Pflanzenexperte Raimund daher ab: „Wassermelonen müssen nicht geschnitten werden.“

Gerade wer sich eine Mini-Wassermelone wie die ‚Mini Love‘ kauft, kann sie einfach ganz unkompliziert ranken lassen. Denn die Gefahr, aus Versehen einen zukünftigen fruchtragenden Trieb abzuschneiden, an dem sich eine Frucht bilden könnte, ist relativ groß.

Verwelkte weibliche Blüte, erkennbar am Fruchtknoten – aus diesem Fruchtknoten entsteht die Melone.

 

 

Veredelung – was hat es damit auf sich?

Einzig die Triebe, die bei einer veredelten Melonenpflanze eventuell aus der Unterlage ausbrechen, sollten entfernt werden. Pflanzen zu veredeln, ist eine altbewährte Technik, die genutzt wird, um seine Pflanze widerstandsfähiger zu machen. Bei der Melonenpflanze ‚Mini Love‘ wird also eine besonders robuste Pflanze wie die Kürbispflanze genommen. Die Pflanze dient nun mit ihren Wurzeln und ihrem Stamm als Unterlage für die darauf gesetzte Melonenpflanze – und diese wiederum profitiert nun durch die Veredelung, da sie ertragreicher und robuster gegen Wurzelkrankheiten ist. Wenn ein Trieb unterhalb der Veredelungsstelle ausbricht, gehört er demnach zur Unterlage und sollte deshalb entfernt werden.

Veredelungsstelle – am Beispiel an einer veredelten Tomatenpflanze

 

 

Ungewollte Besucher

Leider muss man seine Pflanze manchmal mit kleinen Plagegeistern teilen. Blattläuse, Spinnmilben oder Thripse können der Pflanze im wahrsten Sinne des Wortes ihren Saft aussaugen. Blattläuse sieht man meist mit bloßem Auge. Die kleinen, gelben, roten oder schwarzen Tierchen hinterlassen auf den Blättern eine leicht glänzende, klebrige Spur und sitzen gerne an den Stielen oder unter den Blättern. Auf der Blattunterseite halten sich auch gerne Spinnmilben auf. Wie die Thripse hinterlassen die Spinnmilben kleine weiße Stellen auf der Pflanze. Diese weißen Flecken entstehen dadurch, dass die Insekten der Pflanze an dieser Stelle den Pflanzensaft ausgesaugt haben. Bei einem stärkeren Befall wirkt die Melonenpflanze meist auch etwas schlapp und mitgenommen. 

 

„Wichtig ist, jetzt schnell zu handeln, damit die Melone keinen langfristigen Schaden davonträgt“, rät Raimund. Zunächst sollte man die Pflanze von allen Tierchen befreien. Man kann sie außerdem mit etwas Wasser aus einer Sprühflasche besprühen, um eventuelle Gespinste von Spinnmilben zu erkennen, da diese mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Nachdem man die Melone von allen Tierchen befreit hat, kann man zur Vorbeugung eines erneuten Befalls verschiedene Hausmittelchen anwenden wie Knoblauch-Sud, Oregano-Tee, Brennnessel-Sud oder Seifenlauge. Die Rezepte für diese natürlichen Schädlingsbekämpfungsmittel findest Du in dem Artikel über „Sieben Tipps gegen Blattläuse“.

Der Fruchtknoten (rechts im Bild) wird allmählich größer (links im Bild) und kann irgendwann als reife Frucht geerntet werden

 

 

Wassermelonen ernten – der „Klopftest“

Hat man seine Melone im April ins Gewächshaus gepflanzt, kann man bereits im Juli mit den ersten reifen Früchten rechnen. Wurde die Pflanze erst im Mai oder Anfang Juni ins Gemüsebeet gesetzt, kann es bis zum August oder September mit den ersten reifen Melonen dauern. Dann jedoch begeistert die Wassermelone mit leckeren, frischen Früchten. Doch woran erkennt man, dass seine Wassermelone reif ist? „Am Klang“, antwortet Raimund und fügt erklärend hinzu: „Der Klang der Melone kann einem verraten, ob die Wassermelone schon reif ist. Dafür klopft man einfach mit dem Fingerknöchel auf die Melonenschale. Ist der Klang voll, satt und dunkel und spürt man vielleicht auch ein leichtes Vibrieren, dann ist die Melone reif. Eher helle Töne lassen auf eine noch nicht reife Melone schließen.“ Außerdem zeigt sich an der Ablagefläche der Frucht eine gelbliche Färbung. Leicht vergilbte Blätter um die Frucht herum deuten ebenfalls an, dass die Melone geerntet werden kann – und dann steht Dir und dem Genuss nichts mehr im Weg!

 

 

Wassermelonen – ein fruchtiger Sommertraum

„Mit einem scharfen Messer an einem Sommernachmittag auf einem großen dunkelroten Teller in eine hellgrüne Wassermelone schneiden. Ist das vielleicht nicht Glück?“, wird der chinesische Schriftsteller Jin Shengtan zitiert. Und wenn man an einem warmen Sommertag auf seinem Balkon oder in seinem Garten sitzt und in eine frische Wassermelone beißt, kann manch einer vielleicht nachvollziehen, was Jin Shengtan vor mehr als 300 Jahren mit diesen Worten gemeint hat.

 

Winterveilchen pflanzen & pflegen

 

Winterveilchen pflanzen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die idealen Pflanzzeitpunkte für Winterveilchen liegen zwischen Februar und März sowie zwischen September und Oktober. Auch im November können noch Winterveilchen gepflanzt werden, solange die Witterung es zulässt und es noch keine Bodenfröste gibt. Den Winterveilchen mach es auch nichts aus, wenn sie erst, kurz bevor der Frost ausbricht, nach draußen gepflanzt werden.

Man sollte sie am besten direkt nach dem Kauf in den Garten pflanzen und sie nicht zu lange im warmen Zimmer aufbewahren, da sie sich sonst an die Temperaturen gewöhnen.

 

Den perfekten Zeitpunkt auswählen

Tipp: Der ideale Pflanzzeitpunkt liegt im Herbst! Warum? Da die Winterveilchen die warmen Temperaturen im Sommer nicht überstehen, bietet es sich an, sie einfach im Herbst zu pflanzen. Denn dann hat man von Oktober bis in den Frühling hinein eine wunderschöne Blütenpracht. Pflanzt man die Veilchen nämlich im Frühjahr, kann man sich zwar bis in den Sommer hinein an ihnen erfreuen, spätestens jedoch wenn das Wetter wärmer wird, gehen die Pflanzen ein – und kommen auch im Herbst nicht wieder.

 

Winterveilchen pflanzen: Wo fühlen sie sich wohl?

Ob im Blumenbeet oder im Balkonkasten – die kleinen Winterveilchen sind relativ anspruchslos nd fühlen sich an vielen Orten wohl. Nur zu schattig wollen sie nicht stehen. Ein sonniger bis halbschattiger, heller Platz ist perfekt! Außerdem bevorzugen die Pflanzen eine humose und durchlässige Erde.

 

Winterveilchen einpflanzen: Nährstoffe zufügen

Um das Wachstum der Veilchen und die Bildung neuer Blüten zu fördern, verwendet man bereits beim Einpflanzen etwas Dünger. Entweder nutzt man vorgedüngte Blumenerde oder man arbeitet vor dem Einpflanzen genügend organischen Humus in die Erde ein. Ungefähr einen Esslöffel voll Hornspäne pro Winterveilchen können auf die Beete oder im Blumenkasten verteilt werden. Beim Pflanzen wird der Dünger dann leicht in die Erde eingearbeitet und ist dadurch für die Pflanzenwurzeln besser erreichbar.

 

Winterveilchen pflanzen: Pflanzenabstand beachten

Die Veilchen werden im Abstand von circa 15-20 cm in die Erde gesetzt. Vor dem Einpflanzen kann man den Wurzelballen leicht auseinanderzupfen – das regt das Wachstum der Pflanzen an. Nach dem Einpflanzen sollte man das Angießen nicht vergessen!

 

Pflege: Wie oft sollte man Winterveilchen düngen?

Winterveilchen möchten regelmäßig gedüngt werden. Insbesondere wenn sie in Töpfen oder Kübeln stehen, sollten sie mit Nährstoffen versorgt werden, um sie in ihrem Wachstum zu unterstützen. Im Winter benötigen die Winterveilchen kaum Dünger. Aber sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen im Februar scheinen, empfiehlt es sich, ungefähr zwei- bis viermal im Monat Flüssigdünger ins Gießwasser zu geben.

 

Pflege: Wie oft brauchen Winterveilchen Wasser?

Jede Pflanze braucht Wasser, um zu überleben. Gerade im Winter leiden viele Winterblumen eher an Trockenheit als an der Kälte. Am besten macht man die Fingerprobe: Fühlt sich die Erde noch feucht an, braucht das Veilchen noch kein Wasser. Ist die Erde bereits trocken, kann man wieder gießen. Bei Topfpflanzen sollte man darauf achten, dass das Wasser durch ein Abzugsloch abfließen kann. Kann das Wasser nicht ablaufen, besteht die Gefahr von Staunässe – das vertragen die Pflanzen gar nicht!

 

Achtung: Frostverdurstung vorbeugen!

Zwar sind die Winterveilchen sehr frosthart, weshalb ihnen die Kälte des Winters nichts ausmacht. Wenn jedoch im Winter die Erde gefroren ist und Wind und Sonne die Pflanzen austrocknen, können die Veilchen verdursten. Um sie davor zu schützen, deckt man sie mit einigen Zweigen Tannengrün oder Reisig zu. Dadurch sind die Winterveilchen geschützt. Wenn keine langen Fröste mehr zu erwarten sind, kann man die Abdeckung wieder entfernen, damit die Pflanzen wieder Licht und Luft bekommen. 

 

Zur Blüte anregen: Blüten ausputzen

Wer sich lange an der hübschen Blütenpracht der Winterveilchen erfreuen möchte, sollte die Blüten regelmäßig ausputzen. Dadurch steckt die Pflanze ihre Kraft nicht in die Samenproduktion, sondern in die Blüte. Ausputzen bedeutet, die verblühten Blüten zu entfernen. Im Frühjahr nach der Blüte kann man die Winterveilchen dann durch hübsche Sommerblumen ersetzen.