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Oregano

Oregano (Origanum vulgare) wird auch Dost, Wohlgemut oder wilder Majoran genannt. Es ist, genau wie Thymian, Basilikum und Rosmarin, eines der beliebtesten Gewürze der mediterranen Küche. Oregano ist mit dem Majoran verwandt. Die ursprüngliche Heimat des Lippenblütlers sind Länder rund ums Mittelmeer, wo er noch heute wild anzutreffen ist. Mittlerweile hat sich das aromareiche Würzkraut in warmen Regionen weltweit verbreitet. 

Oregano pflanzen & pflegen
Weltweit verbreitet und beliebt! 

Auch seine medizinischen Vorzüge können sich sehen lassen.

Aussehen

Oregano ist eine krautige Pflanze, deren Wuchshöhe zwischen 20 und 70 cm betragen kann. Die mediterrane Würzpflanze gilt als ausdauernd und ist somit mehrjährig. Sie entwickelt an einem optimalen Standort einen wunderbaren, herb-aromatischen Duft.

Wie viele sonnenhungrige Kräuter besitzt das Würzkraut kleine Blätter. Die oval-herzförmigen Blättchen sind leicht behaart und mit einer Blattaderung versehen. Das mediterrane Kraut entwickelt kleine Blüten in Rosa oder in Weiß, die in kugelförmigen Scheinrispen angeordnet sind. Zwischen Juli und September blüht der Oregano in Rosa oder Weiß. Die Blüten sind bei den Insekten überaus beliebt. Die Oreganoblüte besteht aus 2 Fruchtblättern, 5 Kronblättern, 4 Staubblättern und fünf Kelchblättern mit Kelchzähnen. 

 Pracht-Oregano 'Gold Nugget'
Bienen- und Insektenfreundlich: der Pracht-Oregano 'Gold Nugget'

Die Blüten des Oregano werden sehr gerne von verschiedenen Insekten besucht.

Oregano pflanzen, säen und ernten

Das Kraut aus dem Mittelmeer liebt sonnige, windgeschützte Standorte und gedeiht in nährstoffarmer Erde am besten. Die Samen des Lichtkeimers sollten bei der Aussaat nur ganz leicht angedrückt und nicht mit Erde bedeckt werden. Eine Aussaat direkt im Garten kann ab Ende April beginnen. In kühleren Nächten schützt ein Vlies die Jungpflanzen oder die Saat. Früher als im Garten lässt sich das mediterrane Würzkraut auf einer warmen und hellen Fensterbank in Schalen vorkultivieren. Ab Mitte Mai ziehen die jungen Pflänzchen dann in den Garten um. Wer keinen Platz für die Vorkultur der Pflanzen hat, kann auch auf bereits vorkultivierte Pflanzen zurückgreifen. Hier ist es wichtig, keine typischen Supermarktkräuter zu kaufen, da die Qualität oft nicht besonders gut ist. Sinnvoller ist es, den Oregano in einem Gartencenter, in einer Gärtnerei oder in einem guten Online-Pflanzenshop zu kaufen. Hier wurde er bis zum Verkauf vom Fachpersonal gepflegt und kann direkt nach dem Kauf in den Garten oder in den Balkonkasten gepflanzt werden. Der Pflanzabstand beträgt 10 bis 15 cm. Wenn man den Oregano richtig pflegt und hegt, dann wird er im Laufe der Zeit immer kräftiger und lässt sich das ganze Jahr über ernten.

Volmary GartenTipps

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Ist Oregano winterhart? – Oregano überwintern

In vielen warmen Ländern lässt sich Oregano problemlos überwintern. Mit etwas Sorgfalt gelingt es auch in Deutschland, das Küchenkraut von einer Saison in die nächste zu bringen. Denn Oregano zählt zu den winterharten Pflanzen. Doch wie kann man Oregano überwintern? Prinzipiell gestaltet sich die Überwinterung ausgesprochen leicht. Zunächst sollte man das Kraut ab und an gießen, wenn es im Kübel steht, damit es nicht vertrocknet. Wächst es im Garten, muss es meist nicht zusätzlich gegossen werden. Gartenpflanzen wie auch Kübelpflanzen können niedrige Temperaturen gut überstehen. Lange Frostperioden sind jedoch schwerer zu ertragen, weshalb man den Kübel mit Vlies, einer alten Decke oder Noppenfolie umwickeln kann. So schützt man die Wurzeln im Topf vor dem Erfrieren. Im Garten gut eingewurzelte Pflanzen brauchen normalerweise keinen weiteren Schutz. Im ersten Jahr kann der Oregano aber noch vorsorglich mit etwas Reisig, Mulch oder Vlies abgedeckt werden. Auch wenn Oregano nicht besonders frostempfindlich ist, sollte man noch junge Pflanzen nicht vor Mitte Mai in den Garten oder auf den Balkon pflanzen. Denn gerade Jungpflanzen könnten sich während der plötzlichen Kälteeinbrüche, die im Mai noch auftreten können, plötzlich verabschieden. Es ist demnach kein Problem, Oregano zu überwintern. Nach der Überwinterung im Frühjahr kann man den Oregano ein wenig zurückschneiden.

Oregano überwintern
Mit ein paar Tricks klappt das Überwintern ganz einfach. 

Auf unserem Plant Happy Blog gibt es noch mehr zum Thema 'Winterhartes Kräuterbeet'.

Oregano pflegen und gut versorgen

Das Würzkraut aus dem Mittelmeerraum entwickelt das beste Aroma in magerer Erde und an einem windgeschützten sonnigen Standort. Sollte die Gartenerde zu nährstoffreich sein, lässt sie sich mit etwas Sand problemlos abmagern. Nährstoffreiche Erde bewirkt ein zu mastiges Blattwachstum, welches zu krankheitsanfälligen Kulturen mit wenig Aroma führt. Oregano mag auch ein Steingartenambiente warm zwischen Steinen auf sandigen Böden. Dünger benötigt das Kraut nur wenig, etwas Kompost zum Beginn der Saison genügt ihm. Auch Trockenheit kann es gut vertragen. Ist im Laufe des Sommers die Pflanze buschig und groß geworden, entfernt man die Hauptstiele des Oregano mitsamt den Blättern circa eine Handbreite über dem Boden. Das Würzkraut treibt dann bald wieder neu aus.

Das Schnittgut lässt sich trocknen oder in Öl einlegen. Bei diesen Varianten kommt das Aroma optimal zur Geltung. Beim Tiefgefrieren oder beim Einlegen in Essig könnte ein Teil des Aromas verloren gehen.

Das mediterrane Gewürz leidet kaum unter Schädlingen oder Krankheiten. Pflegefehler könnten ein unpassender Standort mit zu viel Schatten, Wind oder mit zu viel Feuchtigkeit sein. Sehr selten treten Zikaden und Blattläuse auf. Zikaden lassen sich mit Gelbtafeln fangen. Gegen Blattläuse helfen Nützlinge wie Marienkäfer, Spinnen, Ohrwürmer, Schwebfliegen und andere Insekten. Auch Hausmittelchen können die Plage etwas eindämmen.

Echter Oregano 'Aromata'
Oregano eignet sich auch als Bodendecker! 

Auch der echte Oregano 'Aromata' eignet sich als Bodendecker, obwohl er eher als klassisches Würzkraut und italienische Küchen-Klassiker bekannt ist.

Ein vielseitiges Küchenkraut

Oregano ist in der Küche als Gewürzkraut ganz besonders beliebt. Die Stängel mit den intensiv schmeckenden Blättchen lassen sich frisch oder getrocknet verwenden. Getrocknet entfalten sie ihr Aroma am besten. Oregano wird meist mitgekocht, denn es verliert, genauso wie Rosmarin, sein Aroma durch den Garvorgang nicht. Nudelgerichten verleiht es den unverwechselbaren Geschmack, der an den Urlaub in Italien erinnert. Und natürlich kennt jeder Pizza mit Oregano, hier darf das Gewürz auf keinen Fall fehlen! Aber auch in Marinaden, Suppen und Soßen, zu Fisch und Fleisch, gekocht, gebraten oder gegrillt sowie zu allen Tomatenspeisen passt das mediterrane Gewürz ausgezeichnet. Der kleinblättrige Oregano besitzt besonders intensiv schmeckende Blätter, die mit ihrem zierlichen Wuchs beeindrucken; wie zum Beispiel der hängende Oregano 'Diabolo'. Der griechische Oregano schmeckt kräftig und ein wenig scharf, ähnlich wie Thymian. Mexikanischer Oregano besitzt das intensivste Aroma und wird für herzhafte Fleischgerichte zusammen mit Knoblauch und Chili verwendet. 

Kräuter-Trio 'Pizza Mix'
Der Kräuter-Trio 'Pizza Mix' ist eine leckere Kräutermischung! 

Zusammen mit Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Basilikum und Salbei entsteht eine herrliche Gewürzkombination zum Würzen von mediterranen Speisen. 

Oregano als Heilpflanze

Schon in der Antike und im Mittelalter schätzte man das würzige Kraut aufgrund seiner vielfältigen Heilkraft, dem man verschiedene Eigenschaften zuspricht. So soll Oregano entzündungshemmend, verdauungsfördernd, hustenlösend und appetitanregend wirken. Im Mittelalter schützte man sich mit Oregano vor dem Teufel, vor Dämonen und Hexen sowie Vampiren. Oregano-Räucherungen der Räume im Haus und Stall sollten ihre schützende Wirkung entfalten und alles fernhalten, was den Bewohnern Unheil bringen könnte. 

Oregano als Heilkraut
Schmeckt gut, tut gut! 

Schon in der Antike und im Mittelalter schätzte man das würzige Kraut aufgrund seiner vielfältigen Heilkraft.

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