Farne

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Farne sind faszinierende Blattschmuckpflanzen. Farne werden in unseren Gärten und auf unseren Balkon und Terrassen oft recht spärlich verwendet, dabei bieten die spannenden Blattschmuckpflanzen eine beeindruckende Vielfalt. Die meisten Farnarten fühlen sich an schattigen oder halbschattigen Standorten am wohlsten. Doch es gibt auch Arten, die die Sonne lieben.

Farne bilden eine eigene Pflanzengruppe. Im Unterschied zu den Blütenpflanzen vermehren sie sich nicht über Blüten und Samen sondern bilden Sporen aus.
Die Farnwedel sitzen nicht wie die Blätter der Blütenpflanzen an einem Stiel, Zweig oder Stamm. Darüber hinaus haben sie aber alle Merkmale eines normalen Blattes: Vom Stiel geht eine Mittelrippe aus, von der nahezu symmetrisch die sogenannten Fieder seitwärts abzweigen. Einige Arten wie der Hufeisenfarn (Adiantum pedatum) und der Nordische Streifenfarn (Asplenium septentrionale) weichen davon ab. Ansonsten variiert dieses Schema in tausend Varianten: Manche Farne haben einen extrem kurzen, andere einen überlangen Stiel. Auch die Aufteilung der Spreite, der Fiederung, gibt es in unzähligen Abwandlungen, ob nun einfach oder mehrfach gefiederte Wedelspreiten oder ungefiedert wie bei unserem Hirschzungenfarn.

Besonders interessant sind die Farne, wenn sie im Frühjahr austreiben. Die Wedel entrollen sich und erinnern an Bischofsstäbe. Die Wedel für das nächste Jahr werden schon im Herbst gebildet. Aufgerollt und geschützt von sogenannten Spreuschuppen, vom Herbstlaub und von alten Wedeln überdauern sie die kalte Jahreszeit.

Farne sind in der Regel Waldpflanzen, die im Schatten oder Halbschatten auf humosen Böden wachsen. Im Garten findest Du diese Bedingungen unter Gehölzen und Sträuchern. Ausgezeichnete Schattenspender sind Bäume mit lichten Kronen. Auch in schattigen Innenhöfen oder hinter hohen Mauern fühlen sich Farne wohl. Oft werden Farne im Garten allerdings relativ stiefmütterlich behandelt, aber Du solltest diesen außergewöhnlichen Blattschmuckpflanzen vielleicht mal eine Chance geben. Farne sorgen von Frühling bis Herbst, die wintergrünen Arten sogar im Winter, für sattes Grün im Garten. Sie sind übrigens auch schneckenresistent und absolut pflegeleicht.