Zucchini

Die Zucchini, eine beliebte Gemüsepflanze, gehört zur Pflanzenfamilie der Kürbisgewächse. Ihre Heimat ist Südeuropa, wo sie im 17. Jahrhundert durch Züchtungen aus dem Gartenkürbis entstand.

 
Zucchini
Zucchini selber anpflanzen - einfacher als gedacht!

Zucchini aus der eigenen Ernte

Die Zucchinipflanze

Zucchini sind einjährige, buschig wachsende Pflanzen. Sie bilden einen kräftigen Haupttrieb mit langen Blattstielen, an denen herzförmige Blätter sitzen. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 35 bis 40 Zentimetern. Die gelbe Zucchiniblüte ist sternförmig. Die Zucchinipflanze hat sowohl männliche, als auch weibliche Blüten. Die männlichen Zucchiniblüten bilden keine Früchte aus. Sie haben einen längeren Stiel als weibliche Blüten, die einen Fruchtknoten unterhalb der Blütenblätter besitzen. Die Früchte der Zucchini sind meist länglich, es gibt aber auch runde Zucchini wie zum Beispiel die Sorten 'Geóde' und 'Satelite'. Ihre Farbe reicht von Weiß über Gelb bis hin zu Grün. Es gibt auch Zucchini mit gestreiften Früchten. Die Früchte der Zucchini können bis zu fünf Kilogramm schwer werden und eine Länge von bis zu 70 Zentimetern erreichen. Sie werden jedoch meist schon bei einer Länge von 10 bis 20 Zentimetern geerntet, da ihr Fleisch dann am zartesten ist.

 
Runde Zucchini
Zucchini gibt es in verschiedenen Farben und Formen

Auch runde Zucchini schmecken köstlich!

Zucchini pflanzen

Sowohl auf dem Balkon als auch im Garten lassen sich Zucchini pflanzen. Besonders mit qualitativ hochwertigen Pflanzen ist der Anbau einfach. Die Zucchini fühlt sich in einem humosen, nährstoffreichen und lockeren Boden wohl. Bei der Fruchtfolge sollte darauf geachtet werden, dass möglichst in den vier Jahren zuvor keine Zucchini oder andere Kürbispflanze an diesem Standort angebaut wurden. Die Einarbeitung von Kompost liefert viele wichtige Nährstoffe für die Zucchini. Es sollte stets auf eine ausreichende Feuchtigkeit im Boden geachtet werden. Am besten gedeiht die Pflanze an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Jede Zucchinipflanze benötigt mindestens 1,5 Quadratmeter Platz, da sie viel Licht und Luft braucht. Ein Hochbeet ist ideal, da es sich schnell erwärmt und viel Licht bietet. Frost verträgt die Zucchini nicht, daher sollte sie frühestens Mitte Mai im Freiland ausgesät werden. Eine Vorkultur im Topf bei etwa 20 Grad ist schon ab April möglich. Die Samen benötigen ein bis zwei Wochen zur Keimung. Etwa vier bis sechs Wochen, nachdem die Zucchini gepflanzt wurde, zeigen sich die ersten hübschen, gelben Blüten der Zucchini.

 
Gelbe Zucchini mit Blüten
Pflegeleichte Gemüsepflanzen für Garten und Balkon

Sie bezaubern mit wunderschönen, essbaren Blüten

Zucchini pflegen

Zucchini sollten stets gut mit Nährstoffen versorgt werden, da sie Starkzehrer sind. Eine regelmäßige Düngergabe mit flüssigem Gemüsedünger ist vor allem während der Reifephase zu empfehlen. Zur Vorbeugung von Verformungen und einem bitteren Geschmack der Früchte sollte die Pflanze täglich, am besten morgens, gewässert werden. Staunässe gilt es zu vermeiden. Ein bis zwei Wochen nach der Pflanzung sollte das Beet gemulcht werden. Befolgt man diese Tipps zur Zucchini-Pflege, sollte einer reichen Ernte nichts im Wege stehen.

 
Zucchini ernten
Zucchini-Ernte aus dem Garten

Mit ein paar einfachen Pflege-Tipps kann man seine eigenen Zucchini ernten

Die Erntezeit

Ab Ende Juni beginnt die Erntezeit der Zucchini. Die ersten Früchte sind nach sechs bis acht Wochen reif und können von der Pflanze abgedreht oder abgeschnitten werden. Idealerweise werden sie bei einer Länge von 10 bis 15 Zentimetern bzw. bei runden Formen bei einem Durchmesser von fünf bis sechs Zentimetern geerntet. Zucchinipflanzen sind sehr ertragreich und können bis zum ersten Frost geerntet werden. Auch die Blüten können geerntet und in der Küche verwertet werden. Dadurch lässt sich auch die sogenannte "Zucchini-Flut" etwas eindämmen.

 
Zucchini mit Blüten
Die hübschen Zucchiniblüten sind essbar

Die Blüten der Zucchini gelten auch als Delikatesse

Lagerung der Zucchini

Zucchini können etwa ein bis zwei Wochen gelagert werden, allerdings nicht im Kühlschrank, da die Temperatur nicht unter acht Grad liegen sollte. Tomaten oder Äpfel sollten nicht in der Nähe von Zucchini gelagert werden, da diese Ethylen absondern, was die Zucchinifrüchte schneller reifen lässt. Je später eine Zucchini geerntet wurde, desto länger ist sie lagerfähig. Lässt man die Früchte zu ihrer vollen Größe heranreifen, können sie als Wintergemüse verwendet werden.

Ein schmackhaftes Küchengemüse

Die Früchte können gebraten, gekocht, gefüllt oder überbacken werden. Sie schmecken aber auch gut im Salat oder gedünstet in Scheiben geschnitten. Man kann sie auch roh essen. Eine weiße oder gelbe Zucchini sorgt für einen interessanten Farbtupfer. Die Früchte der Zucchini sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie sehr kalorienarm und leicht zu verdauen. Zucchini müssen vor dem Verzehr nicht geschält werden. In der Schale stecken viele Vitamine und wertvolle Ballaststoffe. Ein entkernen ist ebenfalls nicht notwendig. Aber nicht nur die Früchte, sondern auch die Blüten der Zucchini sind essbar. Zucchiniblüten können in Öl ausgebacken oder frittiert als abwechslungsreiche Beilage verwendet werden. Auch optisch sind die Blüten auf dem Teller ein echter Hingucker!

 
Zucchini-Nudeln
Zucchini-Nudeln mit Mozzarella und Nektar-Cherrytomaten

Lecker & unkompliziert: Zucchini-Nudeln

Krankheiten und Schädlinge

Zucchini sind sehr robuste Pflanzen. Jedoch kann bei älteren Blättern, die im Schatten liegen, vor allem in trockenen und heißen Lagen gelegentlich Mehltau auftreten. Es gibt jedoch Maßnahmen, die Mehltau vorbeugen. Auch indem man besonders robuste Zucchini kauft wie die Zucchini 'Zodiac', die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Echten Mehltau hat, kann man einer Erkrankung vorbeugen. Zucchini sind zudem bei Schnecken sehr beliebt, daher sollte auf einen ausreichenden Schneckenschutz geachtet werden. Auch Blattläuse lassen sich in heißen Sommern an Zucchinipflanzen finden. Gegen Blattläuse gibt es einfache Hausmittel wie Brennnessel- oder Knoblauchsud, mit denen man Blattläuse vertreiben kann.

 
Blattläuse bekämpfen
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Sieben einfache und natrüliche Hausmittel helfen gegen Blattläuse

Giftigkeit

Es kann vorkommen, dass Zucchini giftige Bitterstoffe, sogenannte Cucurbitacine, entwickeln. Diese greifen die Magen- und Darmschleimhaut an und werden auch durchs Kochen nicht zerstört. Bitter schmeckende Zucchini sollten daher auf keinen Fall gegessen werden. Dies kann vor allem bei Rückzüchtungen oder Kreuzungen von unterschiedlichen Sorten passieren. Bei den gängigen Kultursorten oder Samen aus professionellem Saatgut besteht normalerweise keine Gefahr, bei ihnen wurde der Bitterstoff weggezüchtet.

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