Wandelröschen - eine Sommerblume

Das strauchförmig wachsende Wandelröschen stammt aus Amerika und ist auch als Lantana camara bekannt. Seinen Namen erhielt es aufgrund der außergewöhnlichen Fähigkeit, seine Blütenfarbe zu wechseln.

 
Wandelröschen - beliebt für Bienen
Wandelröschen locken Bienen und Schmetterlinge an

Monarchen waren in Südeuropa bis in die 1990er häufiger anzutreffen

Herkunft des Wandelröschens

Das Wandelröschen stammt ursprünglich aus Gebieten, die von Mexiko bis hin ins nördliche Südamerika reichen. Auch in Zentralamerika ist die Pflanze natürlicherweise verbreitet. Ebenso befindet sie sich in großer Zahl auf den karibischen Inseln und in weiteren Gebieten, die über ein feuchtwarmes Klima verfügen. Durch die Verteilung der Samen dank der Vögel kann sich das Wandelröschen in geeigneter Umgebung rasch ausbreiten, weshalb es manchmal bewusst in pflanzenarmen Gebieten angepflanzt wird. In manchen Ländern wird das Wandelröschen aufgrund seines Talents der raschen Ausbreitung nicht im Garten angepflanzt. In diesen Ländern ist lediglich die Pflege von Wandelröschen im Kübel möglich.

 
Wandelroeschen
Wandelröschen lieben warmes Wetter

Wandelröschen in wunderschönen Farbtönen

Aussehen der Pflanze

Das Wandelröschen wächst buschig und verfügt über dunkelgrüne, oval geformte Blätter. Die Blattränder sind gesägt, die Blätter im Allgemeinen runzlig und rau. Diese Blattstruktur ergibt sich durch die Anpassung an die sommerlichen Temperaturen in den Herkunftsländern des Wandelröschens. Neben den behaarten, dunklen Blättern finden sich röhrenförmige Blüten, deren halbkugelige Köpfchen ihre Pracht zwischen Mai und Oktober entfalten. Das Besondere daran ist der Farbwechsel, der dem Wandelröschen seinen Namen verleiht. Kugelige Steinfrüchte entwickeln sich, wenn ältere Sorten nicht regelmäßig zurückgeschnitten werden. Die Früchte sind giftig und sollten daher stets - bei der Arbeit von Handschuhen geschützt - entfernt werden. Durch moderne Züchtungen wurden diese giftigen Früchte jedoch fast weggezüchtet. Die neuen Sorten setzen nahezu wenig bis keine Samen an und blühen daher permanent und erfreuen Insekten und Mensch gleichermaßen. So hat man den ganzen Sommer über eine schmetterlings- und bienenfreundliche Blütenpracht im Garten oder auf dem Balkon. Eine sehr schöne Wandelröschensorte ist die 'Esperanta®', die mit einer Viehlzahl an kleinen, bunten Blüten begeistert.

 
Wandelroeschen mit Schmetterling
Wandelröschen haben viele kleine, farbenfrohe Blüten

Die nektarreichen Blüten sind bei Bienen und Schmetterlingen beliebt

Optimaler Standort für Wandelröschen

Da es die Blume von Natur aus sonnig mag, ist ein lichtdurchfluteter Standort die Basis, um ein Wandelröschen zu pflanzen. Ein wenig Schatten, der dennoch die Sonnenstrahlen durchscheinen lässt, wird von der Pflanze verziehen. Allerdings kann die Blütenpracht leiden, wenn die verholzenden Pflanzen an einem ungünstigen, zu schattigen Standort stehen. Wandelröschen im Garten sind nicht empfehlenswert, wenn zu viel Regen und Wind in der Saison erwartet wird. Schnell verleiht diese Witterung dem Wandelröschen ein karges Äußeres. Besser ist dann die Pflege von Wandelröschen im Kübel oder das Wandelröschen an eine vor Regen geschützte Stelle im Garten.

 
Wandelroeschen
Wandelröschen mögen es warm und geschützt

Wandelröschen 'Esperanta® White' strahlt mit weiß-gelben Blüten sommerliche Eleganz aus

Die Pflege von Wandelröschen im Kübel im Sommer

Die Pflanzzeit für Wandelröschen ist im Mai nach den Spätfrösten gekommen. Wandelröschen gehören zu den absoluten Sommerblumen. Mit ihrer Vielzahl an duftenden Blüten in den verschiedensten Farben sind sie kleine Hingucker, die besonders Bienen und Schmetterlinge erfreuen. Man kann das Wandelröschen sowohl im Garten als auch im Topf auf dem Balkon oder auf der Terrasse kultivieren. Die Anzucht und Pflege der Wandelröschen im Kübel ist sehr einfach, denn lediglich ein geeigneter Standort und ein passendes Substrat sind wichtig für die erfolgreiche Kultur.

Sinnvoll ist es, eine hochwertige, gut drainierende Pflanzenerde zu verwenden. Handelt es sich nicht um vorgedüngte Blumenerde, sollte man beim Einpflanzen Langzeitdünger mit in die Erde geben, um die Wandelröschen in ihrem Wachstum und ihrer Blütenbildung zu unterstützen.

Bei der Pflege im Kübel sollte ein ausreichender Abfluss für überschüssiges Gießwasser essentiell, da die Wandelröschen keine Staunässe vertragen. Die Wandelröschen sollten regelmäßig gegossen werden. Die Topferde sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, aber niemals zu nass sein. Zudem sollten die Wandelröschen alle zwei bis vier Wochen mit Nährstoffgaben unterstützt werden. Mehr braucht es nicht, um die recht anspruchslose Pflanze im Kübel zu kultivieren.

 
Wandelroeschen im Kuebel
Wandelröschen im Kübel

Wandelröschen lassen sich gut im Kübel kultivieren

Wandelröschen überwintern

Da die Pflanze aus Ländern mit einem warmen, gemäßigten Klima stammt, ist sie nicht winterhart. Wird ein Wandelröschen im Garten gepflanzt, muss es frühzeitig für die Überwinterung vorbereitet werden. Im Winter empfiehlt sich die Pflege von Wandelröschen im Kübel - oder es wird von vorneherein eine Anpflanzung darin vorgenommen.

Frühzeitige Umsiedlung der Wandelröschen

Wandelröschen, die im Garten wachsen, müssen eventuell schon im Herbst ins Innere umgesiedelt werden. Denn: Um Wandelröschen zu überwintern, ist ein Schutz vor Frost notwendig. Die empfindlichen Pflanzen verzeihen keine starken Wettersprünge, weshalb der Herbst der ideale Zeitpunkt sein kann, um Wandelröschen zu überwintern. Ein geeignetes Winterquartier ist das Gewächshaus, das sich an einem hellen Standort befindet und die Pflanzen dennoch vor Frost schützt. Um Wandelröschen zu überwintern, ist aber auch die Übersiedelung in einen hellen Raum wie den Wintergarten möglich.

 
Wandelroeschen im Kuebel
Wandelröschen kann man ganz einfach im Kübel pflegen

Wandelröschen im Kübel lassen sich auch gut überwintern

Die Pflege von Wandelröschen im Kübel im Winter

Die Nährstoffaufnahme sinkt, während die Wandelröschen überwintern. Sie benötigen nur wenig Feuchtigkeit; es reicht, darauf zu achten, dass die Erde rund um die Wurzeln nicht völlig austrocknet. Die pflegeleichte Pflanze kann nach der Überwinterung ungefähr ab Februar wieder in einen wärmeren Raum gestellt werden, um den neuen Austrieb anzuregen.

Optimalerweise stehen die Wandelröschen während der Überwinterung in einem hellen, frostfreien Raum bei 5 bis 15 Grad. Bei unter 10 Grad werfen viele Wandelröschen ihre Blätter ab. Dies ist jedoch bei dem robusten Halbstrauch kein negatives Zeichen und bedeutet auch nicht, dass die Pflanze stirbt. Sie wirft lediglich ihre Blätter ab. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder ansteigen, treibt das Wandelröschen dann wieder neu aus. Wenn dies eintritt, ist die Zeit für einen Rückschnitt gekommen.

 
Wandelroeschen
Mit sonnengelben Blüten begeistert Wandelröschen 'Esperanta® Compact Yellow'

Wandelröschen sind sehr wüchsig und bilden viele Blüten

Nach der Überwinterung: Der richtige Zuschnitt

Zu Beginn des Austriebs sollte die Pflege von Wandelröschen im Kübel oder im Freien einen Zuschnitt umfassen. Die Triebe werden zum Austriebsbeginn des Wandelröschens eingekürzt. Dadurch wird eine üppige und schnelle Blütenpracht ermöglicht. Die Ausprägung des Rückschnitts hängt von dem Vorjahresaustrieb ab. Manchmal genügt es, die Triebe zu halbieren, manchmal empfiehlt sich hingegen ein Rückschnitt bis Handbreite. Sofern alle verwelkten Blüten regelmäßig aus dem Wandelröschen geschnitten werden, kann die Blütezeit bis Oktober oder noch weiter in den späten Herbst hinein reichen.

Typische Krankheiten und Schädlinge

Nicht nur Frost ist ein natürlicher Feind von Wandelröschen; auch so mancher Schädling hat es auf die ungewöhnliche Pflanze abgesehen. Wandelröschen sind beispielsweise für einen Befall durch die Weiße Fliege anfällig. Die Schädlinge saugen den Pflanzensaft aus den Blättern und entziehen dem Wandelröschen wichtige Nährstoffe. Durch die Eiablage erwachsener Tiere, die an den Blattunterseiten erfolgt, gelangen sie direkt an die Blume. Mit der Schlupfwespe, die im Fachhandel erhältlich ist, lassen sich Weiße Fliegen bekämpfen. Ein weiterer, typischer Schädling ist die Blattlaus, die in Kolonien Pflanzensaft saugt und somit ebenfalls die Nährstoffaufnahme des Wandelröschens beeinflusst. Blattläuse werden mit Abwehrpräparaten bekämpft; diese können auch schon vor einem Befall als Vorsichtsmaßnahme - beispielsweise als Stäbchen - in den Kübel gesteckt werden.

 
Blattläuse - Schädlinge
Blattläuse können Wandelröschen schaden

Es gibt verschiedene, effektive Hausmittel gegen Blattläuse

Besonderheiten: Farbwechsel und Duft

Als Besonderheit des Wandelröschens gilt seine Blütenpracht, die im Laufe der Zeit ihre Farbe verändern kann. So startet sie beispielsweise mit einem hellgelben und orangenen Farbton, bevor sie zu Rot und schlussendlich zu Violett wechselt. Da das nicht bei allen Blüten gleichzeitig geschieht, darf sich der Blumenfreund auf einen zeitweise herrlich bunten Strauch freuen. Hinzu kommt der einzigartige Duft, der charakteristisch und von vielen Gartenfreunden als wohltuend beschrieben wird.

 
Wandelroeschen
Besonderheit der Wandelröschen ist ihr Farbwechsel

Von Gelb über Orange bis zu Rot - das Wandelröschen begeistert mit viele Farbtönen 

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