Petersilie pflanzen – 8 Tipps

bunch of fresh parsley on a wooden board

Die Petersilie ist eines der beliebtesten Küchenkräuter im europäischen Raum und findet Verwendung in vielen Gerichten wie Salate, Fisch oder Fleisch. Doch was muss man beachten, wenn man Petersilie pflanzen möchte?

1. Pflanzung – Was ist beim Pflanzen der Petersilie zu beachten?

Bei der Pflanzung von Petersilie sind der Standort und die Nachbarn zu beachten. Beispielsweise sind Radieschen, Schnittlauch, Tomaten und Gurken beliebte Nachbarn der Petersilie. Jedoch verträgt das Gewürzkraut sich nicht mit sich selber und darf nicht an denselben Standort gepflanzt werden, wo in den letzten drei Jahren schon eine Petersilie gepflanzt war. Außerdem liebt die Petersilie halbschattige Plätze und wächst in Beeten mit nahrhafter Erde, aber eignet sich auch prima als Topfpflanze auf dem Balkon. (Weitere Tipps & Tricks zur Pflanzung von Kräutern, gibt es auch unter diesem Link. )

2. Düngung – Was ist die beste Erde für den Anbau?

Egal, ob die Petersilie in ein Beet oder in einen Topf gepflanzt wird, sie gedeiht nur in nährstoffreicher Erde. Dementsprechend sollte man darauf achten, dass die Erde gut gelockert wird und man bei sauren Böden etwas Kalk dazugibt. Ein Tipp für die perfekte Beetbepflanzung ist, das empfindliche Kraut im Herbst mit reifem Kompost oder reifem Stallmist anzureichern. Da Topferde sehr viel schneller austrocknet als Erde im Beet, kann man die Petersilie monatlich mit Flüssigdünger auf Bio-Basis düngen.

3. Bewässerung – Wie kann ich die Petersilie richtig gießen?

Grundsätzlich mag die Petersilie keine langen Trockenperioden. Daher sollte man sie regelmäßig gießen. Allerdings gibt es beim Gießen einen kleinen Tipp: Fingerprobe machen. Denn ein durchgehend nasser Boden kann leider dazu führen, dass die Wurzeln faulen. Daher darf die Erde zwischen den Gießeinheiten ruhig auch mal antrocknen.
Ein weiterer Tipp betrifft die Kultur im Topf. Hier sollte man darauf achten, dass das Gießwasser gut ablaufen kann. Deshalb sollte der Balkonkasten oder der Blumentopf Abzugslöcher besitzen, aus denen das überschüssige Wasser ablaufen kann. Steht die Petersilie in einem Übertopf oder auf einem Teller, sollten diese nach dem Gießen geleert werden, damit keine Staunässe entsteht.
Zum Gießen sind sowohl Regenwasser als auch Leitungswasser gut geeignet. Wer der Petersilie etwas besonders Gutes tun möchte, kann dafür auch lauwarmes oder abgestandenes Wasser nehmen.

4. Krankheiten – Wieso verfärben sich die Petersilienblätter rötlich-gelblich?

Die häufigsten Ursachen für eine Verfärbung der Blätter sind Blattläuse oder Wurzelschäden. Wenn das Küchenkraut von Blattläusen befallen ist, hat man verschiedene Möglichkeiten wie Brennnesselsud oder eine Jauche aus Ackerschachtelhalmen (weitere Tipps & Tricks gegen Blattläuse). Bei Wurzelschäden ist die Behandlung etwas schwieriger. Man kann versuchen, die Pflanze zu retten, indem man die Petersilie bis ins gesunde Gewebe zurückschneidet und in einen gesunden und trockenen Standort umpflanzt.

5. Erntezeit – Wann und wie erntet man die Petersilie?

Für alle Petersilienfans gibt es eine gute Nachricht: Petersilie lässt sich im Prinzip das ganze Jahr über ernten! Dabei ist es sinnvoll, ganze Triebe von der Petersilie zu ernten, also die Petersilie nah am Boden zurückzuschneiden, und nicht nur die oberen Blätter abzuzupfen. Das sieht einerseits ästhetischer aus und andererseits sitzen in den Trieben mehr sekundäre Pflanzenstoffe als in den Blättern, da es sich hierbei um die älteren Pflanzenteile der Pflanze handelt. Nur zu tief sollte man nicht schneiden, da man sonst das Herz der Petersilie verletzt.
Die Blätter der Petersilie schmecken besonders aromatisch, wenn sie morgens an warmen Sommertagen geerntet werden.
Einen weiteren wichtigen Punkt gibt es bei der Ernte von Petersilie noch zu berücksichtigen und das betrifft die Blüte der Petersilie: Denn blühende Petersilie sollte lieber nicht geerntet werden. So steigt bei der Petersilie, wenn sie im zweiten Jahr ihre Blüten bildet, der Apiolgehalt an, sodass sie insbesondere für Schwangere nicht mehr gut verträglich ist. Von einem Verzehr blühender Petersilie ist daher dringend abzuraten.

Petersilie ‘Grandeur®’

6. Sorten- Welche Petersiliensorten gibt es?

Das Gewürzkraut wird unterschieden in zwei Sorten, die glatte und krause Petersilie, wobei die glatte Petersilie etwas aromatischer ist. Die glatte Petersilie ‘Gigante di Napoli’ ist ein beliebtes Küchenkraut und verfeinert mit seinem Aroma jeden Tomatensalat. Die krause Petersilie ‘Grandeur®’ ist ebenfalls in der Küche einsetzbar, kann aber auch gut zum Dekorieren oder Verzieren verwendet werden.

7. Frostschutz – Ist die Petersilie winterhart?

Die Petersilie ist ein winterhartes Kraut und kann auch im zweiten Jahr noch geerntet werden. Die Gewürzpflanze kann während des Winters sogar naturgefroren geerntet werden. Im Winter sollte man allerdings aufpassen, dass man die Petersilie nicht zu oft gießt, damit keine Wurzelfäule auftritt. Im Frühjahr schießt die Petersilie mit neuen Trieben wieder aus.

8. Konservierung – Wie kann man Petersilie haltbar machen?

Um die Petersilie länger frisch zu halten, kann man das Kraut einfrieren, im Kühlschrank lagern, in Öl einlegen, als Pastete konservieren oder trocknen – die Optionen sind endlos! Natürlich ist frisch gepflückte Petersilie am leckersten, aber leider hält sich frische Petersilie im Kühlschrank kaum eine Woche. Alternativ kann man die Petersilie trocknen, dadurch verliert sie aber leider ihr herrliches Aroma. Tiefgefroren bewahrt die Petersilie hingegen ihr volles Aroma und lässt sich das ganze Jahr über nutzen, um mit ihr seine Speisen zu würzen. (Falls Du dich für weitere pfiffige Ideen zur Verwendung & Aufbewahrung von Kräutern interessierst, findest Du sie hier.)


Wie Du Petersilie in einem leckeren Salat verwenden kannst, erfährst Du hier:

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