Kürbis vorziehen – so gelingt die Vorkultur!

Nicht nur Tomaten, Gurken oder Chilis lassen sich im Haus auf einer hellen Fensterbank aussäen und vorkultivieren, sondern auch Kürbisse! Wie man Kürbis vorziehen kann, zeigt Euch Sandra, erfolgreiche Gartenbloggerin von Grüneliebe, in diesem Beitrag!

Kürbisspalten mit Rosmarin aus dem Ofen, eine würzige Suppe oder ein cremiger Kürbiskuchen – klingt das nicht lecker? Ich freue mich schon jetzt darauf, wieder neue Rezepte mit diesem Lieblingsgemüse auszuprobieren. Der Anbau im eigenen Garten ist ganz einfach, man benötigt nur ein bisschen Platz, da die Pflanzen ganz schön groß werden. Dafür belohnen sie einen mit zahlreichen Früchten.

Ich ziehe für meinen Kürbisvorrat im Herbst die Sorte ‚Uchiki Kuri’ vor. Das ist eine japanische Züchtung, die sich durch einen besonders angenehmen kernigen Geschmack auszeichnet. An der Pflanze gedeihen zahlreiche Früchte, die jeweils ein Gewicht von 1,2 bis 1,5 kg erreichen. Eine gesunde Portion mit einem besonders hohen Gehalt an Carotinoiden (Provitamin A). Der Kürbis ‚Uchiki Kuri’ reift früh und bringt dabei einen hohen Ertrag.

Vorgezogen werden die Pflanzen von Anfang April bis Ende April. Auch Anfang Mai können noch Kürbissamen ausgesät werden. Die Anzucht ist der von Zucchini und Gurke sehr ähnlich. Wie der Hokkaido vorgezogen wird, erfahrt ihr jetzt.

Anzucht im Haus

In der Zeit von Anfang April bis Ende April wird der Hokkaido im Haus vorgezogen. Da die Kürbissamen recht schnell keimen und die Jungpflanzen ebenso schnell wachsen, empfehle ich mit der Anzucht nicht vor Ende März zu beginnen. Denn die Pflanzung ins Gartenbeet erfolgt erst ab Mitte Mai und bis dahin müssen die Jungpflanzen im Haus gut versorgt werden.

Die Anzucht erfolgt in kleinen Gefäßen, die mit Anzuchterde befüllt werden. Das nährstoffarme Substrat sorgt dafür, dass die Keimlinge sich auf der Suche nach Nahrung anstrengen müssen und dadurch ein gutes Wurzelgeflecht bilden.

In das Substrat werden Mulden gedrückt, in die jeweils ein Saatkorn gelegt wird. Mit Erde bedecken und gut durchfeuchten. Ich verwende dazu eine feine Gießbrause oder einen Pflanzensprüher. Das hat den Vorteil, dass das Wasser sanft und gleichmäßig verteilt wird und keine Dellen im Substrat entstehen. Die Anzuchtgefäße kommen an einen hellen, nicht zu warmen Platz. Das Profi-Saatgut zeichnet sich durch eine besonders hohe Keimfähigkeit und Keimkraft aus und es wird auch von führenden Gärtnereien verwendet.

Die Hokkaidosamen keimen nach etwa 5-7 Tagen. Wenn sich die ersten ein bis zwei Blätter nach den Keimblättern gebildet haben, ist es Zeit die Jungpflanzen in ein etwas größeres Gefäß zu setzen. Habt ihr mehrere Saatkörner in ein Gefäß gegeben, ist nun auch der beste Zeitpunkt, um die Pflänzchen zu vereinzeln.

Kürbispflanzen vereinzeln und mit Nährstoffen versorgen

Jungpflanzen vereinzeln bzw. pikieren geht ganz einfach mit einem Pikierstab oder einem Löffelstiel. Dazu fasst man die Jungpflanze vorsichtig am Stängel direkt unter den Keimblättern zwischen zwei Fingern und löst sie vorsichtig aus dem Töpfchen und von den Wurzeln der anderen Pflanzen. Die Pflanzen werden einzeln möglichst tief in etwa 10-12 cm große Töpfe gesetzt. Da die Jungpflanzen jetzt schon ein paar mehr Nährstoffe benötigen, mische ich Anzuchterde mit einem Teil Pflanzenerde. So können die Kürbispflänzchen die nächsten Wochen weiterwachsen.

Ganz wichtig: Bevor ihr sie ins Gartenbeet pflanzt, müssen sie schrittweise an die Außentemperaturen und das Klima im Freien gewöhnt werden. Sie sollten ein paar Wochen vor der Pflanzzeit täglich ein paar Stunden an die frische Luft gestellt werden. Erst an einen schattigen Platz, dann Schritt für Schritt an die Sonne.


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