Gartentrend Nachhaltigkeit

Omas Tipps für nachhaltiges Gärtnern

Was zu Großmutters Zeiten alltäglich war, kommt heute wieder in Mode: Nachhaltiges Gärtnern. Sie hätte es nie so bezeichnet und doch hat sie genau das getan: Durch natürliche Pflege und Düngung und durch kluge Bepflanzung hat sie dafür gesorgt, dass ihr Garten vor Unkraut und Schädlingen geschützt wurde. Wir verraten Dir Omas beste Tipps, damit Du am Ende des Sommers besonders leckere und gesunde Früchte erntest und dabei noch etwas für die Umwelt tust!

Tipp 1: Heimchen vor Exoten

Storchschnabel 'Rozanne'
Storchschnabel ‚Rozanne‘

Nachhaltigkeit im Garten fängt natürlich bei den Pflanzen an: Am besten nimmst Du die, die sich in unserem mitteleuropäischem Klima eh schon wohlfühlen. Sie sind an unsere Böden gewöhnt und müssen nicht mit teuren Düngern aufrechterhalten werden. Außerdem sind sie perfekt an unser wechselhaftes, mildes Klima angepasst. So bereiten sie nicht nur Dir beim Pflegen, sondern auch Deinem Portemonnaie Freude!
Heimische Arten wie unsere Storchenschnabel ‚Rozanne‘ eignen sich besonders gut für Deinen ökologisch nachhaltigen Garten – und sehen außerdem noch super aus!

Tipp 2: Langfristig denken

In Naturgärten, wie Gärten im Sinne des nachhaltigen Konzepts auch genannt werden, finden sich vor allem mehrjährige bzw. langlebige Pflanzen, die sich im besten Fall auch noch selbst fortpflanzen, also eigene fruchtbare Samen besitzen. Beispielhaft für mehrjährige Gewächse sind  unsere leckeren Walderdbeeren ‚Scarlet Beauty‘ oder unsere große Auswahl an Farnen. Der Vorteil für Dich: Langlebige Pflanzen müssen nicht jedes Jahr neu gesetzt werden, produzieren weniger Abfall und Du hast länger etwas von ihnen.

Tipp 3: Kompost statt Chemie

In der Natur funktioniert das Prinzip ohne Probleme: durch das Zersetzen von Pflanzenresten entsteht fruchtbarer Humus, der wiederum als Nährboden für andere Pflanzen dient. So einfach geht es auch in Deinem Garten – ohne chemische Schädlingsbekämpfungs- oder Düngemittel. Die Basis dafür ist ein eigener Kompost.

Gut zu wissen: eigener Kompost macht die Pflanzen im Garten widerstandsfähiger. Sie können sich so leichter gegen Schädlinge zur Wehr setzen. Die Chemiekeule mit giftigen Pflanzenschutzmitteln kannst Du also getrost weglassen. Der Effekt ist eine gesunde Ernte, bei der man sich sicher sein kann, dass sie nicht durch künstliche oder chemische Zusatzstoffe belastet ist.

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Tipp 4: Recycling und Upcycling – auch im Garten!

Second Hand ist In – auch im Garten! Es muss nicht zwangsweise alles neu gekauft werden: Die Wiederverwendung (Recycling) von scheinbar nutzlosem Abfall und dessen Aufwertung zu neuen dekorativen Elementen (Upcycling) sind die Trends, die sich auch mit dem Konzept des nachhaltigen Gartens bestens vertragen. So steigen alte Gummistiefel beispielsweise zu kreativen Blumentöpfen auf, Holzreste werden dekorative Accessoires und halbierte Plastikflaschen dienen als Schutz für Setzlinge vor Vögeln und Schnecken. Deiner Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Reparieren statt wegwerfen, selbst bauen statt kaufen. Probier es aus!

Tipp 5: Eine Bleibe für fleißige Helfer

Schon in der Grundschule lernen wir: ohne Bienen, keine Äpfel! Insekten gehören im Garten genauso dazu wie regelmäßige Bewässerung. Unter anderem weil sie dafür sorgen, dass die Blüten bestäubt werden und so die Grundlage für unsere Ernte legen. Nachhaltiges Gärtnern bedeutet auch, es für diese Gartenbewohner gemütlich zu machen. Für uns heißt das, den Garten an manchen Stellen einfach mal sich selbst zu überlassen. Mut zur Unordnung also! Und nicht jedes braune Blatt penibel abzupfen oder den Rasen akkurat von jedem vermeintlich unpassendem Kräutchen befreien. Denn genau dort, wo es nicht geschniegelt und gebügelt aussieht, fühlen sich Nützlinge wie Regenwürmer, Spinnen, Käfer und andere Insekten besonders wohl.

Bienen nachhaltig gärtnern

Biete unseren kleinen Helfern wie den Bienen zusätzlichen Raum, indem Du zum Beispiel ein Insektenhotel baust! So geht’s:

Man nehme:

  • Alte Holzreste wie z. B. Paletten- oder Sperrholz
  • Getrocknete Holzscheite
  • Eine alte Blechdose
  • Reisig, Äste
  • Morsches Holz
  • Schilf
  • Stroh
  • Fichtenzapfen
  • Hohle Ziegelsteine

Für das Grundgerüst schneidest Du die Spanplatten oder Bretter so zu, dass Du ein Rechteck von ca. 40 x 40 cm erhälst. Nun gilt es, die einzelnen „Räume“ des Hotels auszugestalten. Dazu ziehst Du in verschiedenen Abständen Quer- und Längswände in Dein Grundgerüst ein. Im letzten Schritt füllst Du die Räume des Insektenhotels mit den Materialen, die Du gerade zur Verfügung hast. Holzscheite und Äste sollten am besten mit Löchern durchbohrt werden, damit Deine Gäste einziehen können. Je nachdem welche Materialien Du verwendest, lockst Du unterschiedlichste Gäste an, z. B. mit Ziegelstein die Rote Mauerbiene, mit dem angebohrten Holz Löcherbienen oder Maskenbienen und mit morschem Holz die Blaue Holzbiene.

Such Dir nun ein geschütztes Plätzchen für Dein Insektenhotel in Deinem Garten, auf Deiner Terrasse oder Deinem Balkon. Es dient Deinen Nützlingen nicht nur über den Sommer als komfortables Domizil, sondern ist auch ein Angebot für die Überwinterung.

Hast Du noch Tipps für einen nachhaltigen Garten? Wir freuen uns über Deine Anregungen!

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