Es summt auf Deutschlands Dächern

Eine nationale Initiative für das fleißige Bienchen

Es scheint schon als wäre es angeboren, der Drang schnell wegzulaufen, wenn eine Biene sich nähert. Dabei würde unser Garten ohne Bienen ziemlich karg aussehen, denn bis zu 80 Prozent der Pflanzenarten werden von diesen fleißigen Arbeiterinnen bestäubt. Neben der Honigbiene – dem Haustier der Imker, gibt es noch 560 Wildbienenarten in Deutschland.

Doch die Anzahl der Bienen nimmt stetig ab. Parasiten, wie die Varroa-Milbe, Pflanzenschutzmittel und das mangelnde Nahrungsangebot durch landwirtschaftliche Monokulturen und in Großstädten macht den Bienen das Überleben schwer.

Deutschland summt!DS_LOGO-rund-e3f49956

Die Stiftung für Mensch und Umwelt will mit ihrer Initiative „Deutschland summt!“ die Aufmerksamkeit auf diese kleinen, aber wichtigen Insekten lenken und damit unsere Wertschätzung ihnen gegenüber steigern.

Mit „Berlin summt!“ startete die Initiative in der Hauptstadt im Oktober 2010 und wurde in den darauffolgenden  Jahren in anderen Städten deutschlandweit ins Leben gerufen , wie Frankfurt, München oder Hamburg.

Um die Biene in der Stadt präsent zu machen, werden Bienenstöcke auf repräsentative Dächer, wie dem Berliner Dom erbaut. Durch die Nähe zu den Stadtbewohnern werden diese an die Notwendigkeit funktionierender Ökosysteme erinnert und für diese braucht es eben die Biene. Bienenkoffer als Lehrmaterial für Schüler, sowie Führungen und Bienen-Treffen bieten zudem reichlich Informationen rund ums (Über-)Leben der Bienen.

Wir sind von dieser Initiative begeistert und möchten sie Ihnen gerne ans Herz legen!

Biene3
Auch Sie können es summen lassen!

Informationen, wie Sie sich an der Initiative „Deutschland summt!“ beteiligen können gibt es hier:  http://www.deutschland-summt.de/startseite.html

Doch auch im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon kann man den Bienchen das Leben leichter machen.

Jede Bienenart bevorzugt unterschiedliche Pflanzen. Um es also vielen Bienen gerecht zu machen, können Sie viele unterschiedliche Bereiche anlegen. So zum Beispiel Hecken aus unterschiedlichen Sträuchern, oder eine Trockenmauer mit Pflanzen, die den mageren Boden mögen. Mit einer Bienenweide haben nicht nur die Bienen ein reichliches Nahrungsangebot an Blüten voller Pollen und Nektar, sondern auch Sie können das Kräuter-Sortiment an Schnittlauch ‚Staro‘, Echten Ysop ‚Blues‘ oder Strauchbasilikum ‚Magic Blue‘ genießen.

Den Bienen live bei der Arbeit zuschauen

Webcam des des deutschen Bienen-Journals. (Screenshot: www.deutschland-summt.de)

Webcam des deutschen Bienen-Journals. (Screenshot: www.deutschland-summt.de)

Und wer die fleißigen Arbeiterinnen live sehen möchte, wie sie eifrig Nektar zum Bienenstock bringen, der kann dies auf der Webcam des Deutschen Bienen-Journals tun und dabei lässt sich eine Besonderheit an den Bienen beobachten, die mich immer wieder zum Grinsen bringt.
Denn wie sagt eine Bienen-Arbeiterin den anderen, dass sie einen Platz mit vielen Blüten und somit viel Nektar entdeckt hat? Sie tanzt Ihnen den Weg vor!
Dabei dreht sie sich im Kreis oder lässt ihr Hinterleib hin und her zucken. Je näher und ergiebiger die Nahrungsquelle, umso schneller und temperamentvoller tanzt sie.

Und wer um die Wichtigkeit der Biene für uns und die Natur weiß, der wird vielleicht nicht direkt wegrennen, sondern genauer hinschauen, wenn die Biene das nächste Mal vorbeisummt.


Unsere Empfehlungen: