Erbsen – von deftig bis modern

Neu: Zucker-Knackerbsen 'Zufalo'

Zucker-Knackerbsen ‚Zufalo‘

Na, haben Sie heute schlecht geschlafen? Vielleicht ist Ihnen aber auch nur eine kleine, knackige Erbse zwischen Matratze und Laken gerutscht. Manch eine Prinzessin weiß ein Lied davon zu singen. Und bei frischen Erbsen ist das auch kein Wunder. Die kleinen Gemüseschoten eignen sich ebenso gut als Snack, wie Nüsse oder Paprikastreifen und sind dabei deutlich gesünder als Chips oder Flips.

Fadenlos zum gesunden Snack

Zucker-Knackerbsen ‘Zufalo‘

Unsere ′Zufalo′ ist sogar fadenlos, das heißt, sie kann im Ganzen genascht werden. Und gerade jetzt ist Erntezeit für die gesunden Hülsenfrüchte. Gut also, wenn man sich davon im heimischen Garten bedienen kann. Tiefkühlerbsen oder Erbsen aus der Dose sind ebenso beliebt und zu anderen Jahreszeiten eine gute Alternative, doch im Sommer geht nichts über die frischen und hocharomatischen Zucker-Knackerbsen.

Kleine Erbsenkunde

Die Erbse, deren botanischer Name Pisum sativum lautet, kommt ursprünglich aus Kleinasien. Man unterscheidet vor allem zwischen den Sorten Pal-, Mark- und Zuckererbsen. Während Palerbsen wegen ihres eher mehligen Geschmacks vor allem zum Kochen verwendet werden, schmecken Markerbsen süß und werden oft für besagte Tiefkühlerbsen oder Nasskonserven genutzt. Die Zuckererbsen sind wiederum besonders beliebt, weil sie direkt und als ganze Hülsen gegessen werden können.

Ein traditioneller Leckerbissen

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Eine Rankhilfe ist notwendig!

Ein uraltes Gericht ist die Erbsensuppe. Bereits in der Antike soll sie gegessen worden sein. Als Arme-Leute-Essen war sie Grundnahrungsmittel der Unterschicht, aber auch für Seefahrer oder das Militär, die getrocknete Erbsen als Proviant mitnahmen und daraus verschiedenste Gerichte kreierten. Darüber hinaus war die Erbsensuppe eines der ersten Fertiggerichte, die verkauft wurden – ein echter Klassiker also und besonders in der kalten Jahreszeit ein Dauerbrenner. Auf traditionelle Art wird Erbsensuppe mit getrockneten Erbsen, die über Nacht in Wasser einweichen, gekocht. Viele schwören jedoch auch auf frische oder tiefgekühlte Erbsen.

Omas Erbsensuppe

Kennen Sie das? Den Geschmack der Kindheit und den Geruch von Gemütlichkeit, die man unzertrennlich mit Omas leckerer Erbsensuppe verbindet? Nur jedes Mal, wenn man sie nachkochen möchte, muss man enttäuscht feststellen: „Die schmeckt wieder nicht wie bei Oma.“ Die Vielfalt an Erbsensuppenrezepten ist groß – schließlich besitzt fast jede Region ihr eigenes typisches Gericht – mit getrockneten oder mit frischen Erbsen, mit oder ohne Einlage, püriert oder klar.

Um sich Omas altem Rezept anzunähern, sind die folgenden Tipps nützlich:

Tipps für die perfekte Erbsensuppe:

  • Gemüse = Geschmack: Unverzichtbar für einen vollmundigen Geschmack der Erbsensuppe ist der Einsatz von typischen Suppengemüse: Sellerie, Porree und Möhren geben, in Wasser gekocht, ihr leckeres Aroma an die Brühe ab und bilden so die Grundlage für jede gute Suppe.
  • Kräutervielfalt: Aromatische Kräuter wie Majoran oder Thymian geben der Suppe den letzten Pfiff – und könnten der Geheimtipp für den Geschmack von Omas Erbsensuppe sein.
  • Speck & Zwiebel: Freunde der deftigen Küche verfeinern ihre Erbsensuppe gern mit Speck und Zwiebeln. Dabei den Speck in der Pfanne zergehen lassen und die kleingeschnittenen Zwiebeln dazugeben und braun werden lassen – das Ergebnis: ein herzhaftes Aroma in der Suppe.
  • Die Einlage: Die regionalen Unterschiede bei Erbsensuppenrezepten kommen vor allem bei der Art der Einlage zum Tragen. Generell gilt, ob Schweinefleisch, Rindfleisch oder Würstchen – die Spezialität der Region trifft den Geschmack der Bewohner meist am besten.
  • Anbrennen lassen: Einige (Hobby-)Köche schwören darauf, die Erbsensuppe „anbrennen“ zu lassen. Was damit gemeint ist, ist die Erzeugung von Röstaromen durch das Ansetzen der Erbsensuppe am Topfboden. Diesen Effekt kann man jedoch auch erreichen, wenn man das Gemüse oder die Fleischeinlage vorher gut anbrät und dann in die Suppe gibt.
  • Geduld: Gut Ding will Weile haben – das ist nicht nur ein altes Sprichwort, sondern im Fall der Erbsensuppe einfach Fakt. Oma hat ihre legendäre Erbsensuppe schließlich auch nicht in 15 Minuten fertig gekocht. Es fängt mit dem Einweichen der getrockneten Erbsen über Nacht an und hört mit einer Kochzeit von mindestens zwei Stunden auf. Mit einer längeren Kochzeit können sich die Aromen des Gemüses, der Kräuter und der Einlage optimal in der Suppenbrühe verteilen.
  • Aufwärmen: Die Erbsensuppe ist nicht ganz leer geworden? Kein Problem, aufgewärmt, am nächsten Tag schmeckt sie nochmal so gut – so die verbreitete Meinung. Dabei sollte man darauf achten die Suppe nach dem Essen sofort kalt zu stellen und nicht mehr umzurühren. Ansonsten kann sie sauer werden.

ZufaloVielseitig, vegetarisch, vegan

Erbsen sind sehr vielseitig und Omas Erbsensuppe ist nicht das Ende der Fahnenstange. Die moderne Küche hat die kleinen Hülsenfrüchte längst für sich entdeckt. Denn Erbsen sind nicht nur vegetarisch und vegan, sondern auch lactose- und glutenfrei. So lassen sich Kichererbsen zum Beispiel gut zu Mehl verarbeiten und als Panade nutzen.

Aus Erbse wird Mehl

Nicht nur im Zuge der sogenannten Slow-Carb-Diät sind Alternativen zu konventionellem Getreidemehl immer beliebter geworden. Die Slow-Carb-Diät bezeichnet eine Ernährungsweise, bei der der Verzehr von „weißen“ Kohlenhydraten wie Nudeln, Brot, Reis, Kartoffeln, Cerealien sowie paniertem Fisch und Fleisch gemieden werden sollen. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen werden in traditionellen Gerichten, wie dem Papadam verwendet. Papadam sind dünne Teigfladen, die nach dem Frittieren knusprig leicht schmecken und in der indischen Küche als Beilage zu Hauptgerichten gereicht werden. Doch auch Grüne Erbsen lassen sich hervorragend zu Mehl verarbeiten und können problemlos zum Brotbacken, Panieren oder sogar für Spätzle verwendet werden. Das einzige was zur Herstellung Ihres eigenen Erbsenmehls notwendig ist, ist eine hochwertige Mühle, wie etwa eine Kaffee- oder Getreidemühle oder elektrische Küchenmaschinen. Wenn Sie in Ihrer Küche gerne experimentieren, dann ist Erbsenmehl eine gesunde und spannende Alternative!

Ob traditionell-deftig oder vegetarisch-modern – die Erbse ist ein vielseitiges Gemüse mit einer langen Geschichte. Sie lässt sich noch in vielen weiteren Gerichten zu Leckerbissen verarbeiten.

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Zucker-Knackerbsen ‘Zufalo‘
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