Drachenfeuer: Die schärfsten Chilis der Welt

Wer es scharf mag, greift beim Kochen häufig zu frischen Chilischoten. Denn die roten Früchte enthalten je nach Sorte mehr oder weniger Capsaicin, welches für die Schärfe verantwortlich ist. Doch welche Chilis sind die schärfsten?

Chilipflanzen kann man relativ einfach im Garten oder auf dem Balkon anbauen. Selbst für den Balkonkasten gibt es die perfekten Pflanzen, die durch einen kompakten Wuchs kaum Platz benötigen wie beispielsweise die rotfruchtigen Bananen-Peperoni ‚Texana® Hot Banana‘ oder die gelbfruchtige Topf-Peperoni ‚Cheyenne‘. Chilipflanzen gibt es aber nicht nur in unterschiedlichsten Farben und Formen, sondern auch in verschiedensten Schärfegraden.

Chilis in verschiedenen Formen und Farben – und Schärfegraden!

Scharfe Chilischoten für Liebhaber

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Das gilt auch für Schärfeempfindlichkeit. Denn während sich der eine im wahrsten Sinne des Wortes noch in der Aufwärmphase befindet, schießt dem anderen schon das Feuer aus den Ohren. Man kann sich allerdings durch regelmäßiges Training an die Schärfe gewöhnen. Erprobte Chili-Fans sind daher zu beachtlichen Leistungen im Stande. Doch die schärfsten Chilis unseres Drachenfeuer-Sortiments bringen auch den einen oder anderen Chili-Experten zum Weinen. Der Name „Drachenfeuer“ für unsere Chilis ist daher nicht unbegründet 😉

Die schärfsten Chilis der Welt

Doch welche Chilis sind besonders scharf und welche eher mild? In unserer Übersicht kann jeder die für ihn geeigneten Chili-Sorten finden. Wer sich erst mal vorsichtig herantasten möchte, sollte lieber etwas weiter unten anfangen und sich dann langsam hocharbeiten. Chili-Schärfe wird übrigens in Scoville gemessen. Die Scoville-Skala gibt den Gehalt der Früchte an Capsaicin an, das die Schärfe der Früchte bestimmt.

chili-sorten schärfe scoville übersicht
Drachenfeuer-Chilis: Übersicht der Chili-Schärfegrade

Milde Chilis für Einsteiger

Je nachdem, wie viel Schärfe man verträgt, kann man nun mit der milden Türkischen Spiralpeperoni ‚Lyric® Hot‘ (früher ‚Sumher‘) starten. Auch die Bananen-Peperoni ‚Texana® Hot Banana‘ und die Topf-Peperoni ‚Hot Burrito‘ sind mit circa 50.000 Scoville relativ harmlos. Die Jumbo-Peperoni ‚Amboy®‘ ist für Einsteiger ebenfalls noch zu schaffen.

Leichtes Feuer zum Aufwärmen

Für leichtes Feuer im Mund sorgen die Peperoni ‚Fireflame®‘ und der Thai-Chili ‚Impressa®‘. Empfindet man diese Schärfe als angenehm, kann man sich nun an den Scotch Bonnet Chili ‚Animo® Red‚ mit immerhin 300.000 Scoville heranwagen.

Für echte Chili-Fans: die schärfsten Chilis der Welt

Für echte Chili-Liebhaber sind die Habanero Chilis empfehlenswert, die vielen schon die ersten Tränen in die Augen treiben. Doch wen die 500.000 Scoville des Habanero Chili ‚Calita® Orange‘ nicht abschrecken, kann sich nun an den Trinidad Scorpion Chili ‚Fortado® Red‘ oder den Indischen Chili ‚Cresto®‘ heranwagen. Diese beiden Chilisorten gehören zu den schärfsten Chilis der Welt und sollten nicht ohne „Aufwärmphase“ verzehrt werden!

Der Trinidad Scorpion Chili ‚Fortado® Red‘ gehört zu den schärfsten Chilis der Welt

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Peperoni und Chili? 

Häufig fragen sich Chililiebhaber, was eigentlich der Unterschied zwischen Peperoni und Chili ist. Leider gibt es auf diese Frage keine befriedigende Antwort. Chili wie auch Peperoni gehören zur Gattung Capsicum. Meist werden als Chili die Früchte bezeichnet, die einen besonders hohen Schärfegrad besitzen, während Peperoni etwas milder sind. Doch auch hier gibt es Ausnahmen auf beiden Seiten. Einen weiteren Unterschied gibt es in der Verwendung der Früchte – wobei es auch hier nicht wirklich trennscharf ist und es Ausnahmen gibt. So wird Chili häufig als Cayennepfeffer oder Chilipulver verarbeitet, während Peperoni für Paprikapulver genutzt wird.

Die erste eigene Chilipflanze

Chili selbst anzubauen, ist leichter als man denkt. Wenn man sich für seine Chilipflanze entschieden hat, muss man dafür sorgen, dass die Chilipflanze einen sonnigen, hellen und warmen Standort bekommt. Wie viel Platz die Chilipflanze benötigt, hängt in erster Linie von der Wuchshöhe und -breite der Pflanze ab.

Kleine und kompakte Chilipflanzen wie den hängend wachsenden Chili Volante® Hot Red oder die Topf-Peperonis ‚Apache‘, ‚Hot Burrito‘ oder ‚Cheyenne‘ können ohne Probleme auf einem kleinen Balkon kultiviert werden.

Wer mehr Platz auf dem Balkon zur Verfügung hat oder einen Garten besitzt, kann sich die milde Türkische Spiralpeperoni ‚Lyric® Hot‘ (früher ‚Sumher‘), die schärfere Peperoni ‚Fireflame‘ oder die Habanero Chilisorten ‚Calita® Orange‘ oder ‚Calita® Red‘ pflanzen. Bei einem echten Chili-Fan darf natürlich auch einer der schärfsten Chilis der Welt nicht fehlen. Sowohl der Trinidad Scorpion Chili ‚Fortado® Red‘ als auch der Indische Chili ‚Cresto®‘ können in einem Kübel auf dem Balkon, im Garten oder im Gewächshaus angepflanzt werden. Wichtig ist, dass der Standort sonnig, hell und schön warm ist!

Peperoni ‚Fireflame‘ heißt zwar Peperoni, hat es aber trotzdem in sich

Chilipflanzen pflegen

Chilipflanzen sind relativ unkompliziert, was sie zu beliebten Gemüsepflanzen für den Hobbyanbau macht. Die Chilipflanzen brauchen allerdings regelmäßig Wasser. Am besten macht man mehrfach in der Woche – im Sommer an heißen Tagen sogar täglich – eine Fingerprobe: Wenn sich die Erde um die Chilipflanze herum noch feucht anfühlt, ist alles in Ordnung. Wenn die Erde krümelig und trocken ist, sollte man die Chilipflanze noch einmal gießen. Steht die Chilipflanze im Topf, muss darauf geachtet werden, dass das Wasser durch ein Abzugsloch abfließen kann. Denn wenn sich das Wasser im Topf staut, können die Wurzeln anfangen zu faulen.

Muss man Chilipflanzen düngen?

Chilipflanzen sollten bereits beim Einpflanzen mit einer Portion Langzeitdünger versorgt werden. Die Nährstoffe helfen der Pflanze beim Wachstum und bei der Ausbildung von Blüten und Früchten. Daher sollte man einige Wochen nach dem Einpflanzen mit der Zugabe von Flüssigdünger im Gießwasser beginnen. Spätestens wenn die Blätter sich leicht gelb färben, zeigt die Pflanze, dass sie gerade Hunger leidet und Nährstoffe braucht.

Pflanzen für Dein Hochbeet
Chili können auch ins Hochbeet gepflanzt werden!

Chilis ernten: Wann sind die Chilis reif?

Während die ersten Chilis und Peperonis bereits im August mit roten oder orangen Früchten begeistern, kann es gerade bei den karibischen Chilis etwas länger dauern.
So färben sich die Früchte der Peperoni ‚Fireflame‘, der Spiralpeperoni ‚Lyric® Hot‘ oder des Hänge-Chilis ‚Volante® Hot Red‘ bereits im Sommer rot, während die Früchte der Habanero Chilis noch auf sich warten lassen. Erst im September kann man hier mit der Ernte beginnen. Damit gehören
die Habanero Chilis sogar zu den frühsten karibischen Chilisorten. Die Früchte des Trinidad Scorpion Chili ‚Fortado® Red‘ können beispielsweise erst im Oktober geerntet werden. Wer die schärfsten Chilis der Welt frisch ernten möchte, sollte sich also ein wenig in Geduld üben.
Leider ist es in Deutschland im Garten oder auf den Balkon manchmal schon zu kalt für die wärmeliebenden Chilipflanzen. Ein Tipp lautet deshalb, dass man die Chilipflanzen im Oktober ins warme Haus holt und an einen hellen Fensterplatz stellt. Hier können die Früchte dann noch in Ruhe reif werden.

Rezepte für Deine Chilis!

Im August kann man meist mit der Ernte der Chilischoten beginnen. Dafür schneidet man die Chilischoten einfach mit einem scharfen Messer ab. Dabei wird das Messer ein bis zwei Zentimeter über der Chilischote am grünen Stiel angesetzt, damitein grüner Stielansatz an der Chilischote verbleibt. Doch je mehr Chilis man erntet, desto häufiger stellt sich die Frage: Wie kann man Chilis haltbar machen? Deshalb gibt es hier ein paar Rezepte & Ideen, was Du mit Deinen Chilis machen kannst:

1. Selbst gemachte Chilisauce á la Volmary

2. Chiliöl mit getrockneten Chilischoten

3. Chipotle-Chili

4. Physalis-Chutney mit Chili

5. Tabasco-Sauce

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