Die grüne Fragestunde im Dezember

Ob über Facebook, WhatsApp oder per Mail über unseren Volmary Online Shop – jede Woche erhalten wir von euch Fragen rund um das Thema „Gärtnern“. In dieser grünen Fragestunde beantworten unsere Pflanzenexperten Volker Schevel, Raimund Schnecking und Tobias Evels einmal im Monat die 10 häufigsten Fragen zu Pflanzen, die unsere Leser und Leserinnen uns gestellt haben.

Wenn Dir auch eine Frage auf der Seele brennt, zögere nicht, uns einen Kommentar, eine Mail oder eine Nachricht über einen unserer Social-Media-Kanäle zu stellen. Von Flecken auf Gurkenblättern, falschen Früchten und unsichtbaren Schädlingen – alles, was das Thema Gärtnern betrifft, ist herzlich willkommen. Die häufigsten Fragen werden dann hier in der grünen Fragestunde noch einmal für alle öffentlich „abgedruckt“ – denn oft ist man nicht der einzige, der sich wundert, warum die Himbeeren gelb werden oder weshalb die Erdbeeren trotz Wasserzufuhr vertrocknen. In dieser Fragestunde geht es der Jahreszeit entsprechend weniger um Erdbeeren, sondern mehr über die Pflege von Christrosen, Weihnachtssternen und Winterveilchen sowie Vogelfutter für heimische Wildvögel.


Grüne Fragestunde zu Pflanzen im Dezember

1. Christrosen gießen

Wie oft muss ich meine Christrose gießen?

Simone K. per Instagram

Christrosen gelten als pflegeleichte Stauden, dennoch benötigen sie auch eine regelmäßige Wasserzufuhr. Gerade Pflanzen, die in Kübeln oder in Gefäßen eingesetzt wurden, müssen öfter gegossen werden als Pflanzen, die im Garten wachsen, da die Topfpflanzen kein Wasser aus der Erde ziehen können. Grundsätzlich lässt sich mit der Fingerprobe ganz gut einschätzen, ob die Pflanze Wasser benötigt. Auf keinen Fall sollte man sie überwässern, da Christrosen sehr empfindlich auf Staunässe reagieren. Wenn die ‚WinterSun®‘ ihre Blätter und Blüten etwas hängen lässt, muss dies nicht unbedingt ein Zeichen von Wassermangel sein – die Pflanze kann sich auch ein wenig zusammenziehen, um sich vor der Kälte zu schützen. Daher ist die Fingerprobe ein gutes Hilfsmittel, um herauszufinden, ob die Pflanze bereits auf dem Trockenen sitzt oder ihre Blätter nur aufgrund der Kälte hängen lässt.
Am besten suchst Du für Deine ‚WinterSun®‘ ein wärmeres, windstilles Plätzchen, um sie vor der winterlichen Kälte und dem eisigen Wind zu schützen.

Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary


2. Pflanzzeitpunkt für Christrosen

Wann ist der beste Zeitraum, um Christrosen zu pflanzen?

Ursula J. per Facebook

Der ideale Pflanzzeitpunkt, um Deine Christrosen zu pflanzen, ist gegen Oktober oder November, wenn die ersten Pflanzen im Handel erhältlich sind. So haben die Christrosen genügend Zeit, um ihre Wurzeln zu bilden und während des Winters prächtig zu blühen. Wenn Du Deine ‚WinterSun®‘ über den Winter als Zimmerpflanze im Haus gehalten hast und sie zum Frühjahr nach draußen stellen oder in den Garten pflanzen möchtest, sollte sie eventuell in einem Wintergarten oder Ähnlichem zwischengelagert werden.

 Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary


3. Christrose im Kübel gepflanzt

Ich habe meine Christrose in den Kübel gepflanzt. Muss ich da was beachten?

Nadja per Email

Wenn Du Deine ‚WinterSun®‘ in einen Kübel gepflanzt hast, solltest Du darauf achten, dass Du sie je nach Jahreszeit an einen passenden Standort stellst. Im Winter mag sie einen hellen, sonnigen und windgeschützten Platz und im Sommer steht sie lieber etwas schattiger. Ein optimaler Boden für Christrosen ist humos, nährstoffreich und durchlässig und sie freut sich über eine regelmäßige, zusätzliche Nährstoffgabe. Damit keine Staunässe entstehen kann, muss die Christrose in einen Kübel mit Abzugsloch gepflanzt werden. So kann überschüssiges Wasser ablaufen. Vor jeder Wassergabe sollte man sicherheitshalber die Fingerprobe machen. Nur wenn die oberen Erdschichten trocken sind, sollte wieder gegossen werden. Bei langanhaltenden Frostperioden ist es zudem empfehlenswert, den Kübel eventuell mit Jute, oder Vlies zu umwickeln. Denn man will vermeiden, dass das Wasser in dem Kübel gefriert und es zur Vertrocknung der Pflanze kommt. Mehr Tipps zur Pflege von Christrosen findest Du in diesem Beitrag.

Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary

Die grüne Fragestunde im Dezember: die Christrose mit ihren porzellanweißen Blüten.

4. Weihnachtssterne

Ist der Weihnachtsstern giftig?

Anja per Facebook

Weihnachtssterne gehören zu den Wolfsmilchgewächsen, weshalb sie leicht giftig sind. Die Pflanze enthält einen Milchsaft, der bei empfindlicher Haut zu Allergien und Reizungen führen kann. Auch von Haustieren wie Katzen, Kaninchen, Vögeln oder Hamstern sollte die Pflanze am besten ferngehalten werden, denn beim Verzehr kann es zu Vergiftungserscheinungen führen. Wenn Du Deinen Weihnachtsstern umtopfst oder ihn schneidest und sicher gehen willst, kannst Du einfach Handschuhe tragen, um Hautirritationen vorzubeugen. Wenn Du an weiteren Pflegetipps für Weihnachtssternen interessiert bist, wird Dir dieser Beitrag gefallen.

Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary

Eine wunderschöne Tischdeko für Weihnachtssterne zeigt Dir Floristmeisterin Anke!

5. Heimische Wildvögel unterstützen

Welche Nahrung kann ich an meine Gartenvögel verfüttern? Sind Brotreste schädlich?

Michael N. per Facebook

Wenn Du Deine gefiederten Freunde mit ein paar Leckerbissen aus Deiner Haushaltsküche verwöhnen möchtest, sind Sonnenblumenkerne ideal, da sie bei vielen Vögeln beliebt sind. Auch Haferflocken, Kürbiskerne, Futterhirse, Maiskörner, Rapssamen, Blaumohnkörner oder Haselnüsse sind bei heimischen Wildvögeln gern gesehen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass man auf keinen Fall Brotreste und gewürzte Speisen an die Vögel verfüttert, da sie diese nicht verdauen können.

Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary

Die grüne Fragestunde im Dezember: Vogelfutter aus Rosinen, Hirse, Sonnenblumenkernen mit erwärmten Fett in kleine Förmchen füllen und abkühlen lassen – fertig sind die süßen Vogelfutterplätzchen!

6. Grüne Blätter bei der Helleborus

Warum verfärben sich die schönen weißen Blüten immer so grünlich?

Charlotte Löll Per Facebook

Wenn sich die Blüten leicht grünlich färben, bedeutet dies, dass sich die Blütezeit langsam dem Ende nähert.  Gerade im Handel sieht man dies öfter und es weist darauf hin, dass der optimale Kaufzeitpunkt schon vergangen ist. Wenn die Blüte abgereift ist, bildet die Pflanze nun Samenstände, wobei ihre Kelchblätter stehen bleiben und grüne, blütenähnliche Gebilde haben, die oft als Blüten verwechselt werden. Diese Samenstände solltest Du am besten mit einer Schere entfernen, damit die Helleborus nicht unnötig Kraft an sie verschwendet oder sich Krankheiten bilden können.

Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary

Die grüne Fragestunde im Dezember: weihnachtliche Tischdeko mit der Christrose.

7. Temperatur für Weihnachtssterne

Reagieren Weihnachtssterne empfindlich auf warme Kaminluft?

Von Isabelle G. per Mail

Warme Kaminluft sowie trockene Heizungsluft sind schädlich für Weihnachtssterne, da die Wärme sie austrocknen lässt. Die ideale Raumtemperatur für die Winterblume ist zwischen 17 und 22 Grad, weshalb sie bei zu warmen Temperaturen empfindlich reagieren. Dies zeigt die Pflanze, wenn ihre Blätter vertrocknen und sie leicht wellig werden. Optimalerweise platzierst Du den Weihnachtsstern an einem hellen, warmen Standort, ohne direktes Sonnenlicht.

Christoph Herden, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary


8. Schneerosen vor Frost schützen

Bei uns ist in den nächsten Tagen Frost angesagt. Wie kann ich meine Schneerose am besten schützen?

Sonja per Instagram

Bei langanhaltenden Frostperioden empfiehlt es sich eine im Garten gepflanzte Schneerose mit Tannenzweigen oder Reisig abzudecken. Wenn Du Deine Schneerose in einem Kübel oder in einen Pflanztopf gepflanzt hast, kann man das Gefäß am besten mit Vlies oder Jute umwickeln. Alternativ könntest Du den Topf auch in eine Kiste mit Laub stellen, um sie vor der Kälte zu schützen. Schneerosen, die in einen Topf oder in einem Kübel gepflanzt wurden, sind frostempfindlicher, da sie weniger Erdvolumen um sich haben, welches sie vor der Kälte schützen könnte. Weitere Pflegetipps zur Schneerose findest Du hier.

Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary

Die grüne Fragestunde im Dezember: die Schneerose ist ein Blickfang im Garten.

9. Christrose als Zimmerpflanze

Wie lange kann man Christrosen auf der Fensterbank stehen lassen?

Sina L. per Mail

Für eine kurze Weile ist das kein Problem, denn auch wenn die ‚WinterSun®‘ eigentlich eine typische Gartenstaude ist, kann sie auch sechs bis acht Wochen als Zimmerpflanze drinnen verbringen. Du solltest nur darauf achten, dass die Christrose an einem hellen, kühlen Fenster steht und nicht höhere Temperaturen als 20 Grad herrschen. Optimale Indoor-Standorte für die Christrose sind kühle Wintergärten, ein heller Treppenaufgang oder auf einer Fensterbank in einem weniger stark beheizten Zimmer.

Volker Schevel, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary


10. Winterveilchen gießen

Muss ich meine ‚IceBabies‘ auch im Winter gießen?

Fred per Mail

Auch im Winter benötigen die ‚IceBabies®‘ eine ausreichende Wasserzufuhr, denn gerade im Winter leiden viele Winterblumen eher an Trockenheit als an Kälte. Um herauszufinden, ob Deine Winterveilchen Wasser benötigen, kannst Du ganz einfach die Fingerprobe machen und fühlt sich die Erdoberfläche noch leicht feucht an, braucht die Pflanze noch kein Wasser. Fühlt sich die Erde aber trocken und krümelig an, kannst Du wieder gießen. Weitere Pflegetipps zu Winterveilchen findest Du hier.

Tobias Evels, Experte für Zierpflanzen, Gärtner & Gartenbauingenieur bei Volmary

Die grüne Fragestunde im Dezember: auch im Winter benötigen die ‘Ice Babies®’ Wasser.

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