Die letzten Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch

Allmählich verabschiedet sich der Garten in seinen wohlverdienten Winterschlaf. Wer sich im Frühjahr wieder an seiner grünen Oase erfreuen möchte, sollte jetzt noch die 5 letzten Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch vollrichten. Danach kann man sich mit gutem Gefühl in sein gemütliches Zuhause zurückziehen und sich voller Vorfreude auf die Festtage freuen.

1. Blumenzwiebeln pflanzen

Im Herbst mit Freude Blumenzwiebel für das neue Gartenjahr zu pflanzen, ist eine anstrengende, aber zugleich ausgesprochen lohnende Beschäftigung – denn im Frühjahr kann man sich an einer bunten Blütenpracht erfreuen! In der Regel pflanzt man die Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und Krokussen von September bis November, aber wenn der Boden es hergibt, kann man die Zwiebeln auch noch im Dezember setzen. Wenn im Dezember an milderen Tagen der Boden etwas wärmer ist, können die Frühlingsblüher noch gepflanzt werden. Ein zusätzlicher Schutz sind eine extra Schicht Erde, Blätter oder Reisig, um die Zwiebeln vor Kälte zu schützen.

Ein Frühlingstraum: Goldgelbe Narzissen neben weißen und rosafarbenen Hyazinthen

Wer es vor dem Einbruch des Winters nicht geschafft hat, seine Blumenzwiebeln zu setzen, kann auch noch im Januar oder Februar tätig werden. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass man die Blumenzwiebeln lieber im Herbst pflanzen sollte, da sie dann genügend Zeit haben, ihre Wurzeln zu bilden.

2. Laub auf dem Rasen zusammenharken

Wenn im Herbst die Bäume langsam ihre Sommerkleider verlieren und der Garten von dicken Laubschichten bedeckt wird, stellt sich oft die Frage, ob man das Laub nun liegen lassen oder wegharken sollte. Die Antwort auf die Frage ist jedoch nicht eindeutig, da es von der jeweiligen Bodenfläche abhängt. Vor allem größere Rasenflächen und Terrassen sollten vom Laub entfernt werden. Bei Rasenflächen kommt es oft zu Fäulnis und laubbedeckte Terrassen werden zusätzlich sehr rutschig.

Trotz alledem bringt das gefallene Laub auch viele Vorteile mit sich. Beispielsweise für Bodenlebewesen wie Regenwürmer, Marienkäfer oder Igel, denn der Laubhaufen bietet für sie einen Unterschlupf während der kälteren Monate.  Auch Gemüsebeete, Blumenrabatte und Kübelpflanzen können von dünnen Laubschichten profitieren, da es als Frostschutz im Winter und im Frühjahr als natürlicher Dünger wirkt. Wenn Du weitere Informationen über den Nutzen von gefallenen Herbstkleidern erfahren möchtest, kannst Du auch in diesem Beitrag nachlesen.

Die 5 letzten Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch: die gefallenen Herbstkleider der Bäume verschwinden nun langsam.

3. Kübelpflanzen vor Frost schützen

Winterharte Kübelpflanzen, wie zum Beispiel das Purpurglöckchen, Rhododendron, Stauden-Lavendel und winterharte Kräuter, können zwar den Winter im Freien verbringen, sollten jedoch bei längeren Frostperioden ebenfalls geschützt werden. Man kann ein sonniges Plätzchen an einer Hauswand oder unter einem Abdach suchen, um die Pflanzen vor Wind und Wetter etwas mehr zu schützen. Bei sehr starken und langanhaltenden Frösten kann man zusätzlich wärmedämmende Maßnahmen ergreifen und frostschützende Materialien wie Vlies, Jute oder Noppenfolie um den Topf wickeln. Wichtig ist auch, dass der Kübel ein Abzugsloch hat, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Mehr Information, findest Du in diesem Beitrag.

Die letzten Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch: Winterharte Kübelpflanzen wie diese Mandelpflanze werden vor Frostperioden geschützt – wie man seinen Mandelbaum überwintern kann, zeigt Dir Sandra von Grüneliebe in diesem Blogbeitrag!

Wer seine frostempfindlichen Gewächse noch draußen im Garten oder auf dem Balkon stehen hat, der sollte sich spätestens jetzt Gedanken, um die Überwinterung der Pflanzen machen. Denn exotische und mediterrane Pflanzen wie Hibiskus, Zitrusgewächse, mediterrane Kräuter und Fuchsien bevorzugen ein Winterquartier. Sobald die Temperaturen unter 5 Grad fallen sollte man einen hellen, trockenen und frostfreien Raum suchen. Für die Überwinterung eignen sich kühle Wintergärten, Treppenhäuser, Garagen oder Kellerräume mit Fenstern.

Wichtig beim Überwintern ist, dass die Pflanzen zum einen genug Licht haben und zum anderen, dass das Winterquartier nicht zu warm ist. Denn warme Temperaturen kombiniert mit Lichtmangel führt zur Vergeilung der Pflanze. Wenn Du mehr über die Überwinterung von Kübelpflanzen erfahren möchtest, hilft Dir dieser Artikel „Kübelpflanzen überwintern“.

4. Vögel unterstützen

Um die gefiederten Freunde im Winter zu unterstützen, kann man verschiedene Nahrungsquellen im Garten vorbereiten. Heimische Wildvögel, die sich im Sommer von Insekten, Spinnen und Beeren ernähren, freuen sich, wenn sie im Winter mit Vogelfutter unterstützt werden. Aber nicht nur feste Nahrung ist wichtig, sondern auch Wassertränken sind bei den Vögeln beliebt.

Vogelfutter vorbereiten ist ein wichtiger Teil für die 5 letzten Gartenarbeiten vor dem Wintereinbruch

Unterschiedliche Vogelarten haben unterschiedliche Vorlieben und Weichfresser wie das Rotkehlchen, Zaunkönig, oder die Amsel bevorzugen Haferflocken, Mohn, Rosinen, Beeren oder Äpfel. Der Grünfink und der Distelfink mögen vor allem Sonnenblumenkerne. Gesalzene oder gewürzte Speisen (auch Brotreste) sollten auf keinen Fall verfüttert werden, da die Vögel das Essen nicht gut verdauen können. Wenn Du noch auf der Suche nach einer schönen Wochenend-Aktivität bist, dann könnte Dir vielleicht der bemalte Futterspender gefallen.

5. Winterblumen pflanzen

Wenn es das Wetter noch zulässt: Pflanze Winterblumen! Eine besonders beliebte Staude für den Winter ist die Christrose. Die elegante Schönheit lässt sich gut in den Garten und auf den Balkon pflanzen und schenkt in der Adventszeit wunderschöne, weiße Blüten. Der ideale Pflanzzeitraum für die Christrose liegt im Oktober und bei milden Temperaturen auch im November. Am besten behält man die Wettervorhersagen ihm Blick, denn bei Frost sollte man die Christrose lieber nicht mehr nach draußen pflanzen.

Pflanzt man die Christrose ‘WinterSun®’ in ein Pflanzgefäß, dann kann man sie auch auf ein sonniges, geschütztes Plätzchen auf dem Balkon oder auf die Terrasse stellen.

Lassen es die winterlichen Temperaturen nicht mehr zu, die Christrose in den Garten zu pflanzen, kann man sich an seiner Winterblume auch als Zimmerpflanze erfreuen. Man sollte nur darauf achten, dass sie auf einer hellen Fensterbank platziert ist und die Temperaturen nicht wärmer als 20 Grad sind. Die Christrose passt wunderbar zu winterlichen Dekorationen und bringt ein weihnachtliches Ambiente in Dein Heim. Wie die Christrose besonders schmuckhaft in eine Schale gepflanzt werden kann, zeigt Dir unsere Meisterfloristin Anke in diesem Video.

Weitere enge Verwandte aus der Helleborus Gattung wie Schneerosen und Lenzrosen können ebenfalls im Dezember bei milden Temperaturen in Garten- und Balkonbepflanzungen verwendet werden. Der Hauptunterschied zwischen den Pflanzen ist dabei ihre Blütezeit sowie die Farbe ihrer Blüten. Mehr Informationen bekommst Du in dem Beitrag „Christrose, Lenzrose, Schneerose. Was ist der Unterschied?“.


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