Bärlauch hat wieder Saison

Wilder Knoblauch ohne Reue

Jetzt im Frühling ist wieder Bärlauch-Zeit. Der Name ist übrigens kein Zufall, besagt doch die Legende, dass sich Bären nach ihrem Winterschlaf am liebsten großzügig am dann überall üppig in den Wäldern wachsenden Kraut laben. Das wiederum hätten schon unsere Vorfahren beobachtet und das wohlschmeckende Gewächs so auch für sich entdeckt und ihm seinen Namen gegeben. Eine schöne Geschichte und auch botanisch passend, denn wie Zwiebeln und Knoblauch gehört der Bärlauch tatsächlich zur Gattung Lauch (Allium). Und mit letzterem, das ist der eigentliche Clou, teilt er sich auch den umwerfenden Duft und das würzige Aroma – kommt aber gänzlich ohne die „stinkigen“ Nebenwirkungen daher, die jeder Knoblauch-Connaisseur zur Genüge kennen dürfte.

Bärlauch wächst jetzt und noch bis in den Mai (dann fängt er aber irgendwann an zu blühen und danach ist es schnell vorbei mit der Herrlichkeit) hinein in den heimischen Buchen- und Laubwäldern und kann gerade vielerorts „wild“ geerntet werden. Seien Sie jedoch fair und nehmen nur so viel Sie für den Tag brauchen. Dann können die Pflanzen noch nachwachsen und alle haben etwas davon!

Sammler sollten aber beachten, dass sie Bärlauch-Blätter nicht mit Maiglöckchen, Herbstzeitlosen oder dem Aronstab verwechseln, die ähnlich aussehen können, aber nicht für den Verzehr geeignet bis hochgiftig sind. Sie verströmen jedoch auch alle nicht den typischen Knoblauchduft, weswegen uns das Risiko der Wildernte vertretbar scheint. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft seinen Bärlauch auf dem Markt – oder baut ihn einfach selbst an!

Bärlauch selbst anbauen

Bärlauch 'Gismo'
Bärlauch ‚Gismo‘

Denn Bärlauch gedeiht auch wunderbar im eigenen Garten. Wenn Sie ihn aussäen wollen, tun Sie das am besten im Juli, als Zwiebel kommt er im Herbst in die Erde. Im folgenden Jahr kann die Ernte beginnen. Unser Bärlauch ′Gismo′ ist von März bis April als vorgezogene Pflanze im Topf erhältlich und kann sofort eingepflanzt und auch geerntet werden. Bärlauch bevorzugt viel Platz, einen humusreichen Boden im Halbschatten und will stets gut bewässert sein. So steht einer sicheren, üppigen Ernte in den kommenden Jahren nichts im Weg! Doch auch die eigenen Bärlauchblätter sollte man vor dem Verzehr immer gut waschen, der Fuchsbandwurm lässt grüßen. Ein erweitertes Bärenaufkommen im eigenen Garten ist hierzulande indes nicht zu befürchten.

Bärlauch in der Küche

In der Küche verwendet man Bärlauch am besten ganz frisch. Bärlauchpesto ist schon fast ein moderner Küchenklassiker, aber auch in Salaten und Soßen oder im Quark oder, perfekt, sehen Sie unten, in dem Kräuterbutterbaguette für die nächste Grillparty; damit hinterher nicht die gesamte Belegschaft „verknoblaucht“ ist und alle noch weiterziehen können. Wird er doch gegart, zum Beispiel in einer Bärlauchsuppe, am besten möglichst erst am Ende dazutun: So bleiben Geschmack und die zahlreichen gesunden Inhaltsstoffe am besten erhalten!

Wild garlic pesto on wood table close up

 

Bärlauch haltbar machen

Apropos erhalten: Wenn Sie Bärlauch im Garten haben, wäre es ja töricht, sich nur während der Bärlauch-Saison darauf zu stürzen. Die überschüssige Ernte können Sie beispielsweise, siehe oben, zu leckerem Bärlauch-Pesto verarbeiten. Mörsern Sie die Bärlauchblätter dazu klein – zum Beispiel zusammen mit angerösteten Haselnüssen oder Pinienkernen – und decken Sie das Ergebnis mit Olivenöl ab. Köstlich und gut haltbar! Fein gehackt lässt sich Bärlauch auch super einfrieren: So können Sie ihn bei Bedarf portionsweise entnehmen und zum Beispiel über den Salat oder in die Suppe geben. Auch unsere Bärlauch-Butter hält sich eingefroren locker bis zum Ende der Grillsaison!

Frühlingsrezept: Baguette mit Bärlauch-Butter

Zutaten:

  • 1/2 Pfund Butter (zimmerwarm)
  • 1 Bund Bärlauch
  • 1 Baguette
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Den Bärlauch waschen, abtropfen lassen und fein hacken. Butter in eine Schüssel geben und aufschlagen. Den Bärlauch unterheben und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken. Baguette mehrfach schräg einschneiden und die Öffnungen großzügig mit der Bärlauch-Butter ausstreichen. In Alufolie einwickeln und im Ofen bei maximal 200°C ca. 10 Minuten aufbacken.

Bärlauch Radar

Gibt es bei Ihnen in der Nähe auch wilden Bärlauch? Und verraten Sie den anderen Gartenfreunden das Plätzchen? Oder schießt er bei Ihnen ins Kraut und Sie haben etwas davon zu verschenken? Melden Sie sich gerne, wir sind gespannt!

 


 

Unser Tipp: Frische Kräuter sollte man immer im Haus haben. Marinaden, Pasta-Saucen, Pestos, oder im Salat – mit frischen Kräutern schmeckt alles besser. Die Auswahl der Volmary-Frischkräuter bietet alles, was Sie beim Kochen benötigen!

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