11 Fragen & Antworten zur Pflege von Paprika

Wer nascht im Sommer nicht gerne mal ein paar leckere Paprika-Sticks? Besonders lecker schmecken die Früchte natürlich, wenn man sie frisch, von der Sonne gereift, vom Strauch pflückt – und Paprika selbst anzubauen, ist wirklich nicht schwer. Raimund, Gärtner und Gartenbauingenieur, verrät, was man bei der Pflege von Paprika beachten muss, um sich im Sommer über eine reiche Ernte zu freuen!

Paprika gibt es als kleine Mini-Variation, die perfekt zum Snacken ist, als große Blockpaprika, als längliche Spitzpaprika, es gibt sie in Rot, Gelb, Grün oder Orange – man hat demnach eine großartige Auswahl, wenn man selbst Paprika anbauen möchte. Doch wo fühlt sich die Paprika wohl und wie gestaltet sich eigentlich die Pflege?

11 Fragen zur Pflege von Paprika

11 Tipps zur Pflege von Paprika: Paprika pflegen ist ein Kinderspiel!

1. Wo fühlen sich Paprika wohl?

Paprikapflanzen mögen wie Chilis einen sonnigen und hellen Standort. Sie brauchen es zwar nicht ganz so warm, haben aber auch keine Einwände, wenn es im Sommer mal heißer ist. Zudem mögen es die Pflanzen lieber etwas wind- und regengeschützer. Ein überdachter, sonniger Balkon, eine windgeschützte, warme Ecke im Garten oder ein heller Platz im Gewächshaus sind daher Orte, an denen sich die Paprika wohlfühlt und gut wächst und gedeiht.

Mit der richtigen Pflege von Paprika kann man sich im Sommer über eine reiche Ernte freuen!

2. Kann man Paprika im Topf anbauen?

Paprikapflanzen lassen sich kinderleicht in Töpfen auf dem Balkon oder auf der Terrasse anbauen. Bei der Wahl des Kübels sollte man jedoch darauf achten, dass der Topf ausreichend groß ist. Bei Paprikapflanzen, die rund einen Meter hoch werden können, ist ein Topfdurchmesser von 30 cm zu empfehlen. „Gerne kann der Topf auch größer sein, dann muss man nicht so oft gießen“, rät der Gärtner Raimund, der sich auf Nutzpflanzen spezialisiert hat. Bei kleinen Topf-Paprika kann der Topf auch kleiner sein. Daneben sollte der Topf ein Abzugsloch besitzen, durch dass das überschüssige Gießwasser abfließen kann.

3. Wann ist der beste Pflanzzeitpunkt für Paprika?

Wenn man seine Paprikapflanze in den Garten oder auf den Balkon pflanzen möchte, beginnt der ideale Pflanzzeitraum Mitte Mai nach den Eisheiligen. Auch Anfang oder Mitte Juni kann man ohne Probleme noch Paprika pflanzen.

Paprika im Topf pflanzen? Kein Problem!

4. Warum kann man Paprika nicht schon im April pflanzen?

Paprikapflanzen sind wie viele andere wärmeliebende Gemüsepflanzen frostempfindlich. „Ebenso wie bei Tomaten, Gurken, Kürbisse oder Chilis muss man beim Auspflanzen von Paprikapflanzen warten, bis die Gefahr der Spätfröste gebannt ist“, erklärt Gärtner Raimund. Dies ist in der Regel erst Mitte Mai nach den Eisheiligen der Fall. Allerdings kann man seine Pflanze auch schon vorher nach draußen an einen hellen Standort stellen. So kann sie sich tagsüber, wenn das Wetter angenehm mild und warm ist, schon mal an ihre neue Umgebung gewöhnen. „Nachts, wenn die Temperaturen sinken, kann man sie dann einfach wieder ins Warme stellen“, rät Raimund.

5. Können Paprikapflanzen einen Sonnenbrand bekommen?

Werden Pflanzen ohne Eingewöhnungszeit direkt in die Sonne gestellt, können sie tatsächlich eine Art „Sonnenbrand“ bekommen. Erkennbar ist der Sonnenbrand dadurch, dass die Blätter weiß werden und verwelken. „Man sollte die Pflanzen dann das nächste Mal einfach etwas schattiger stellen“, empfiehlt Raimund. 

Kleiner Sonnenbrand an einer Paprikapflanze

6. Was muss man beim Einpflanzen von Paprika beachten?

Paprikapflanzen gehören zu den Starkzehrern, daher sollte man bereits beim Einpflanzen eine Portion Langzeitdünger oder Kompost in die Erde einarbeiten oder hochwertige, vorgedüngte Gemüseerde verwenden. Nach dem Einsetzen der Paprika in das vorgegrabene Pflanzenloch, werden die Lücken mit Erde aufgefüllt und die Pflanze gut angedrückt und angossen. „Das Andrücken und Angießen hilft beim Anwurzeln“, erklärt Raimund.

7. Brauchen Paprikapflanzen Dünger?

Einige Wochen nach dem Einpflanzen kann man damit beginnen, Flüssigdünger ins Gießwasser zu mischen. „Diese regelmäßigen Düngungen unterstützen die Paprikapflanze beim vegetativen Wachstum und bei der Ausbildung von Blüten und Früchten“, so der Experte für Nutzpflanzen.   

8. Die Paprikapflanze zeigt gelbe Blätter, woran kann das liegen?

Gelbliche Blätter können auftreten, wenn die Paprikapflanze zu wenig Nährstoffe bekommt. Das kann zum Beispiel daran liegen, dass man zu selten gedüngt hat oder dass zu wenig gegossen wird. Denn die Pflanze benötigt Wasser, um die Nährstoffe aus der Erde aufzunehmen.

Gelbe Blätter an Paprikas deuten auf einen Nährstoffmangel hin

9. Wie viel Wasser brauchen Paprikapflanzen?

Paprikapflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Allerdings hängt die Wasserversorgung von verschiedenen Faktoren wie Witterung, Kübelgröße, Substratstruktur oder Standort ab. Um herauszufinden, ob die Paprika schon wieder Wasser braucht, kann man die Fingerprobe machen: Fühlt sich die Erde um die Paprika feucht an, braucht es noch kein Wasser. Wenn sich die Erde krümelig und trocken anfühlt, kann wieder gegossen werden. Die Erde darf zwischen den Gießeinheiten also ruhig mal antrocknen. Sobald die Pflanze jedoch die Blätter hängen lässt, sollte man auf jeden Fall wieder gießen.

 „Außerdem sollte die Paprika nicht von oben über die Blätter begossen werden, sondern das Wasser sollte direkt an die Wurzeln gegeben werden“, empfiehlt Raimund. Das mindert das Infektionsrisiko – außerdem können die Blätter der Paprika schneller verbrennen, wenn sie nass sind, da sich das Licht der Sonne in den Wassertropfen auf den Blättern reflektiert.

10. Braucht Paprika eine Rankhilfe?

Wird die Paprikapflanze allmählich größer, ist ein langer Stock oder Stab als Rankhilfe sinnvoll. Dieser stützt die Pflanze und kann so verhindern, dass sie bei einem heftigeren Unwetter direkt umknickt.

Ein Stock sorgt dafür, dass die Paprikapflanze nicht so schnell umknickt

11. Was hat es mit der Königsknospe auf sich?

Die Königsknospe ist die erste Blüte, die sich an der Paprikapflanze bildet. Doch meist ist die Pflanze zu diesem Zeitpunkt noch recht klein. Daher bricht man die erste Blüte einfach ab. „So hat die Pflanze noch etwas länger Zeit, um sich auf das vegetative Wachstum zu konzentrieren und mehr Kraft für die Ausbildung der Früchte zu sammeln“, erklärt der Gemüseexperte Raimund. Das Ausbrechen der Königsknospe ist somit ein guter Tipp, wenn man den Ertrag seiner Paprikapflanze steigern möchte.

Königsknopse ausbrechen bei Paprikapflanzen – so geht’s!

Mit diesen Tipps wirst Du Dich im Sommer über eine bunte Paprikaernte freuen können!


Neben der Pflege von Paprika hast Du vielleicht auch Interesse an der Pflege von Gurken oder Tomaten:

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