Die 10 häufigsten Fragen zu Chilipflanzen

Woher kommen die Chilipflanzen? Kann man Chili einfrieren? Was ist der Unterschied zwischen Chili und Peperoni? Oder was ist der schärfste Chili der Welt? Wir haben die zehn häufigsten Fragen zu Chili im Netz gesammelt und für Euch beantwortet.

Falls ihr noch weitere Fragen zu Chili habt, freuen wir uns, von Euch zu hören. Viel Spaß beim Lesen der Antworten! 

Grafik Infos über Chili

1. Woher kommt der Chili? 

Chilipflanzen gehören zur Familie der Nachtschattengewächse und zählt wie Paprika zur Gattung Capsicum. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet findet sich in Mittel- und Südamerika, wo die verschiedenen Chiliarten unabhängig voneinander schon vor Tausenden von Jahren domestiziert wurden. Mit den Fahrten Christoph Kolumbus‘ verbreitete sich der Chili ab dem 16. Jahrhundert nach Europa, Asien und Afrika und erweiterte das Gewürzspektrum in den Küchen der Welt. Geschätzt gibt es weltweit heute 2.500-3.000 verschiedene Chili Sorten. Heute besteht das Ziel der Züchtung vor allem darin, Größe, Form und Schärfegrad der Früchte zu optimieren.

Grafik Anzahl Chilisorten
Auf Volmary.de findest Du unsere Sorten!

2. Wie lange kann man Chilis lagern? 

Frischer Chili lässt sich je nach Sorte und Reifegrad ca. eine bis drei Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Es gibt natürlich auch noch zahlreiche Varianten, Chilis weiter zu verarbeiten und damit länger haltbar zu machen. In unserem Beitrag ‚Tipps für Deine Chiliernte – Chilis haltbar machen‘ findest Du Ideen und Inspirationen, wie Du Deinen Chili ganz natürlich konservieren kannst.

Chilipflanzen in unterschiedlichen Farben
Die scharfen Schoten gibt es in zahlreichen Farben und Formen, bei Fragen zu Chili kontaktiere uns gerne!

3. Was ist der Unterschied zwischen Peperoni und Chili? 

Die Verwechslungsgefahr zwischen Peperoni und Chili ist groß. Beide gehören zur Gattung Capsicum. So wie es zahlreiche Sorten des Chilis gibt, finden wir auch viele unterschiedliche Sorten Peperoni. Chilis sind im Normalfall schärfer als Peperoni, aber es gibt auch Peperoni, die einem mit ihrem feurigen Geschmack Tränen in die Augen treiben. Oftmals finden sich Unterschiede in der Verwendung: Chili wird häufig als Cayennepfeffer oder Chilipulver verarbeitet, während Peperoni als Paprikapulver in verschiedenen Schärfegraden angeboten wird. Am besten beim Kauf der Pflanze auf die angegebene Schärfe achten. Wer eine mittlere Schärfe bevorzugt könnte beispielsweise die Jumbo-Peperoni ‚Amboy‘ pflanzen, für die richtigen „Scharf-Esser“ wäre der Jalapeno-Chili Samira® ‚Shiny‘ eine richtige Wahl. Die Schärfe der Peperonis oder Chilis hängt auch immer von den Standortbedingungen ab. Knappe Wasserzufuhr und hohe Sonneneinstrahlung erhöhen die Schärfe.

Chilipflanzen, verschiedene Sorten
Chili und Peperoni sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Am besten Du probierst, welche Sorte Dir am besten schmeckt

4. Was ist der schärfste Chili der Welt? 

Die Schärfe von Chili wird durch den Stoff Capsaicin verursacht und in der Einheit Scoville angegeben. Scoville geht auf den Pharmakologen Wilbur Lincoln Scoville zurück, der 1912 einen Test zur Messung der Schärfe von Chilischoten entwickelte. Dabei wurde das Verdünnungsverhältnis mit Wasser angegeben, bei dem die Schärfe nicht mehr zu spüren ist. Ein Chili mit 1.000 Scoville wird also mit der 1.000-fachen Wassermenge verdünnt, um die Schärfe nicht mehr wahrzunehmen. Die Maßeinheit wird heute noch verwendet. Der aktuelle Rekordhalter ist eher durch Zufall entstanden und bringt es auf unglaubliche 2,2 Mio. Scoville. So ein Chili ist kaum noch für den Verzehr geeignet. Zu den schärfsten, noch essbaren Sorten zählen der Habanero-Chili ‚Calita® der Scotch Bonnet Chili ‚Animo®‘, der indische Chili Dorset Naga ‚Cresto®‘ oder der Trinidad Scorpion Chili ‚Fortado® Red‘. Sie liegen etwa zwischen 250.000 bis 900.000 Scoville.

Grafik drei scharfe Chilisorten
Der Rekordhalter bringt es auf unglaubliche 2,2 Mio. Scoville!

5. Ist Chili eine Frucht? 

Chili gehören wie die Kartoffel oder die Tomate zu den Nachtschattengewächsen und werden dem Gemüse zugeordnet. Umgangssprachlich wird beim essbaren Teil der Chili häufig von einer Schote gesprochen. Paprika, Peperoni und Chilipflanzen sind botanisch gesehen aber eine Beerenfrucht, streng genommen sogar eine Trockenbeere, da ihr Perikarp, also die äußere Fruchtwand, bei der Reifung eintrocknet.

6. Welchen Dünger für Chilipflanzen? 

Junge Pflanzen benötigen noch keinen Dünger. Ab einer Höhe von ca. 40 cm kann man mit der Düngung beginnen. Durch die verwandtschaftliche Nähe eignet sich für Chili Tomatendünger hervorragend. In der Regel reicht eine Düngung alle zwei Wochen aus. Ertragreiche Pflanzen benötigen aufgrund ihrer Vielzahl an Früchten eventuell eine höhere Dosierung.

Chilipflanzen: Scotch Bonnet Chili Animo mit zahlreichen Früchten
Scotch Bonnet Chili ‚Animo®‘ ist sehr ertragreich und sollte regelmäßig gedüngt werden

7. Sind Chilipflanzen winterhart? 

Da die Chilipflanzen aus warmen Gefilden stammen, sind sie nicht winterhart und müssen frostfrei an einem kühlen Ort überwintert werden. Fallen die Temperaturen unter 10°C sollte der Chili nicht mehr draußen stehen. Zur Überwinterung sind Temperaturen zwischen 10-15°C am besten geeignet.

8. Kann man Chilipflanzen überwintern? 

Die unterschiedlichen Chilipflanzen werden in insgesamt fünf verschiedene Gattungen eingeteilt. Die am weitesten verbreiteten Chilisorten gehören zur Gattung Capsicum annuum. „Annuum“ bedeutet einjährig, was aber nicht bedeutet, dass sich diese Gattung nicht überwintern lässt. Allerdings verringern sich die Erträge dieser Gattung ab dem zweiten Jahr spürbar. Hier kann man im Frühjahr besser neuen Chili pflanzen.

Die Gattung Capsicum frutescens sind per Definition mehrjährig, bei diesen Sorten fällt der Ertragsverlust ab dem zweiten Jahr nicht so groß aus. Wie oben beschrieben, müssen die Pflanzen frostfrei bei etwa 10-15°C überwintert werden.

Grafik Begriffserklärung

9. Kann man frischen Chili einfrieren?

Chilis kannst Du natürlich auch einfrieren. Eingefrorene Chilis sind mindestens ein Jahr haltbar, ohne ihren Geschmack, das Aroma und den Schärfegrad zu verlieren. Allerdings ist der Chili nach dem Auftauen nicht mehr so knackig. Je mehr Wasser der Chili enthält, desto weicher ist später die Konsistenz nach dem Auftauen. Eingefrorene Chilis lassen sich anschließend also sehr gut zum Kochen, Backen oder in Soßen verwenden.

Tipps zum Einfrieren von Chilis:

  • Einzelne Schoten in Alufolie einfrieren.
  • Gefrierbrand vorbeugen: Aus dem Gefrierbeutel die Luft soweit wie möglich ausstreichen!
  • Temperaturen unter -18 °C um Eingefrorenes länger haltbar zu machen sind ideal.
  • Die ganzen Schoten unter Wasser abspülen. Anschließend mit einem Tuch abtupfen und einfrieren.
Peperoni Fireflame, Chilipflanzen
Der maßvolle Verzehr von Chili ist sehr gesund. Nach der Verarbeitung gründlich Hände waschen!

10. Wie gesund ist Chili?

Neben der Schärfe hat Chili auch eine positive Auswirkung auf unseren Körper. Bei dem Verzehr von Chili werden sogar Glückshormone freigesetzt! Das liegt daran, dass unser Körper die Schärfe nicht als Geschmack, sondern als Schmerz wahrnimmt. Und als natürliche Gegenmaßnahme sendet der Körper Endorphine, also die sogenannten Glückshormone aus.

Zudem enthält Chili große Mengen unterschiedlicher Vitamine. Frisch gekochter Chili versorgt uns mit doppelt so viel Vitamin C wie die gleiche Menge Zitrone! Hinzu kommen Eisen und Calcium. Diese Inhaltsstoffe bleiben auch nach dem Trocknen noch erhalten.

Durch das Capsaicin – also den eigentlichen „Scharfmacher“ im Chili – wird der Kreislauf und die Durchblutung anreget, was gegen Verspannungen und Schmerzen hilft. Positiver Nebeneffekt: Durch die bessere Durchblutung werden auch die Geschmacksrezeptoren im Mund angeregt, wodurch die anderen Gewürze im Essen noch besser zur Geltung kommen.

Wie so oft kommt es natürlich immer auf die Menge und natürlich auf die Schärfe der Chili an. Zu scharfe Chilipflanzen können Kopfschmerzen und Kreislaufproblem bewirken. Also lieber erst einmal vorsichtig herantasten und langsam steigern! Bei Fragen zu Chili aus unserem Sortiment helfen wir Dir gerne weiter!

Grafik Chili Glückshormone

Hinweis: Beim Aufschneiden und Verarbeiten der Chili sollten Gummihandschuhe getragen werden, um eine Übertragung des Capsaicins auf Augen und Schleimhäute zu verhindern. Die Hände gründlich waschen und verwendete Küchenutensilien anschließend sorgfältig spülen.


Eine scharfe Herausforderung – das Volmary Chili-Tasting!

Hast Du Lust eine kleine Reise durch unser Paprika-Sortiment zu unternehmen? Dann kommen hier unsere Vorschläge für ein Chili-Tasting. Wir sind gespannt, wie weit Du kommst! Bei Fragen zu Chili aus unserem Sortiment schau einmal im Beitrag „So scharf sind unsere Chili-Pflanzen“.

Das Volmary Chili-Tasting

1. Stufe: „Das Weichei“ – Mini-Snack Paprika ‚Lubega®‘

2. Stufe: „Der Einsteiger“ – Spiralpeperoni ‚Lyric®‘

3. Stufe: „Der Machbare“ – Ungarischer Peperoni ‚Amboy®‘

4. Stufe: „Der Feuerspucker“ – Peperoni ‚Fireflame®‘

5. Stufe: „Der Fluch der Karibik“ – Scotch Bonnet Chili ‚Animo®‘

6. Stufe: “ Der Stich des Scorpions“ – Trinidad Scorpion Chili ‚Fortado‘


Hier findest Du das Volmary Chili-Sortiment!


Hier findest Du verschiedene Rezepte, für die Du Deine Chilis verwenden kannst:

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