10 Fragen zum Weihnachtsstern

Die Pflanze mit den leuchtend roten Blättern ist unter vielen Namen bekannt: Die gebräuchlichsten Namen sind wohl Weihnachtsstern, Christstern, Poinsettia oder Adventsstern. Doch warum heißt der Weihnachtsstern Weihnachtsstern, woher kommt er und wie kann man ihn zum Blühen bringen? Wir haben die 10 häufigsten Fragen zum Weihnachtsstern zusammengetragen und beantwortet!

Poinsettien sind wunderschöne Topfpflanzen für die Adventszeit

1. Woher kommt der Weihnachtsstern?

Der ursprüngliche Weihnachtsstern ist eigentlich nicht im kalten Deutschland zuhause – und fühlt sich bei den winterlichen Temperaturen auch nicht sonderlich wohl. Seine Heimat liegt im warmen Süd- und Mittelamerika. Erst in den letzten 60 Jahren hat das Wolfsmilchgewächs in Deutschland als Zimmerpflanze vor allem während der Adventszeit Berühmtheit erlangt.

2. Gibt es Weihnachtssterne in verschiedenen Farben?

Die meisten Weihnachtssterne sind wegen ihrer rot gefärbten Hochblätter bekannt. Es gibt jedoch auch Züchtungen mit Hochblättern in Cremeweiß, Gelb, Apricot, Lachs, Pink und vielen weiteren Farben. Oft werden die farbigen Blätter mit den Blüten des Weihnachtssterns verwechselt. Die Blüten sind im Gegensatz zu den auffälligen Hochblättern jedoch sehr unscheinbar: Sie sind klein und rund, von gelb-grüner Farbe und befinden sich in der Mitte der bunten Hochblätter.

3. Wann blühen Weihnachtssterne?

Die kleinen Blüten der Weihnachtssterne bilden sich oft ab November. Die Blütezeit reicht dann bis in den Februar hinein. Die Weihnachtssternblüten sind im Gegensatz zu den farbigen Hochblättern, auch Brakteen genannt, jedoch relativ unauffällig. Sie sind klein, grün-gelblich und sitzen mittig zwischen den Hochblättern. Die Hochblätter hingegen sind das Augenmerk der Pflanze, da sie in leuchtenden Farben strahlen und aufgrund ihrer sternenförmigen Anordnung sehr weihnachtlich wirken.

roter Weihnachtsstern mit Blüte
Zwischen den roten Hochblättern (Brakteen) sitzen die kleinen, gelb-grünlichen Blüten des Weihnachtssterns

4. Wie kann ich den Weihnachtsstern zur Blüte anregen?

Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagpflanze. Das bedeutet, dass man ihn, um die Blütenbildung und die Färbung der Hochblätter anzuregen, für mindestens 12 Stunden dunkel stellen muss. Denn Weihnachtssterne bilden ihre Blüten erst, nachdem sie für einige Zeit dunkel gestanden haben. Die meisten Weihnachtssterne benötigen dafür sieben oder acht Wochen. Diesen Zeitraum von Beginn des Kurztages bis zur fertigen ausgefärbten Pflanze nennt man auch die Reaktionszeit.

Wenn man sich also pünktlich zur Weihnachtszeit an den hübschen, bunten Hochblättern mit den kleinen, gelb-grünlichen Blüten erfreuen möchte, sollte man seine Poinsettia spätestens Ende September jeden Morgen in einen lichtundurchlässigen Schrank stellen. Ihn lediglich in eine dunkle Ecke des Zimmers zu stellen, reicht nicht aus, um die Blütenbildung anzuregen. Schon das Licht einer Straßenlaterne verhindert das Ausfärben der Hochblätter. Ab Mitte Dezember kann man sich dann an den farbenfrohen Hochblättern und den kleinen Blüten erfreuen!

5. Wieso wird der Weihnachtstern Weihnachtsstern genannt?

Ursprünglich war der Weihnachtsstern vor allem unter dem Namen Poinsettia bekannt. Diesen Namen bekam die Pflanze vom amerikanischen Botschafter Robert Poinsett, der die Pflanze als Zierpflanze entdeckte und sie Ende der 20er Jahre in den USA bekannt machte. Den Namen Weihnachtsstern erhielt sie erst später durch eine deutsche Auswandererfamilie, die die Blume in Kalifornien als Weihnachtsblume in der Vorweihnachtszeit verkaufen wollte. So entstand sich aufgrund der sternförmig angeordneten Hochblätter der Name „Weihnachtsstern“. Seit den 1950er Jahren wird der Weihnachtsstern auch in Deutschland als Zimmerpflanze während der Adventszeit angeboten.

Weihnachtssterne gibt es nicht nur mit roten, sondern auch mit pinken, gelben, lachsfarbenen oder cremeweißen Hochblättern

6. Was bedeutet der botanische Name des Weihnachtssterns?

Der Weihnachtsstern erhielt seinen botanischen Namen vom Botaniker Carl Ludwig Willdenow, der dem hübschen, rotblättrigen Wolfsmilchgewächs den botanischen Namen „Euphorbia pulcherrima“ gab, was übersetzt so viel bedeutet wie „die Schönste unter den Wolfsmilchgewächsen“. 

7. Ist der Weihnachtsstern mehrjährig?

Der Weihnachtsstern kann in seiner Heimat mehrere Jahre alt werden und zu einem großen Strauch heranwachsen. Auch die Topfpflanze kann in Deutschland alt werden – allerdings nur bei guter Pflege! Denn die kalten Temperaturen im Herbst und Winter verträgt die empfindliche Pflanze nicht. Bereits ein im Winter geöffnetes Fenster kann die wärmeliebende Pflanze derart schädigen, dass sie kurz darauf eingeht. Aber auch zu trockene Heizungsluft mag der Christstern nicht besonders. Die optimalen Temperaturen liegen zwischen 17 und 22 Grad. Wer die Pflanze über den kalten Winter hinweg gut gepflegt hat, kann sie im Sommer auch auf die Terrasse oder auf den Balkon an einen hellen Ort stellen und sich dort an ihr erfreuen.

roter Weihnachtsstern
Adventsstern. Poinsettie, Ponsettia, Christstern… der Weihnachtsstern hat viele Namen

8. Kann der Weihnachtsstern im Garten stehen?

Der Weihnachtsstern kann im Sommer durchaus draußen im Garten oder auf dem Balkon stehen. Die Pflanze bevorzugt einen hellen, warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Im Herbst, wenn die Temperaturen auf die 9-10 Grad zugehen, sollte man seinen Adventsstern wieder ins Haus holen. Hier fühlt er sich zum Beispiel an einem hellen, warmen Platz auf der Fensterbank wohl.

9. Wie groß kann der Weihnachtsstern werden?

In seiner süd- und mittelamerikanischen Heimat kann der Weihnachtsstern bis zu 4 oder 5 Meter hoch werden. Die europäische Topfpflanze ist jedoch eine andere Züchtung. Sie wird daher nur einen halben Meter hoch und einen knappen halben Meter breit.

10. Ist der Weihnachtsstern giftig?

Wie auch andere Wolfsmilchgewächse enthält der Milchsaft des Weihnachtssterns hautreizende Bestandteile, die bei kleineren Haustieren bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen können. Bei Menschen ist der Kontakt mit der Flüssigkeit, die beispielsweise beim Rückschnitt eines mehrjährigen Weihnachtssterns austreten kann, meist unbedenklich. Es empfiehlt sich jedoch, vorsichtshalber einen Handschuh überzustreifen, bevor man seine Pflanze schneidet oder umtopft.

Ein blühender Weihnachtsstern ist ein toller Anblick im Advent!
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